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Münster, 01.10.2020
Besuch Macrons in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 01. Oktober 2020 um 00:00 Uhr

Mahnung zu “strategischem Dialog” mit Russland

Macron und LevitsNRA-Journalistin Viktorija Gabrjuna zeigte sich erfreut, dass der französische Staatspräsident Emmanuel Macron im sogenannten sozialen Netzwerk etwas auf Lettisch verlautbaren ließ: "Esmu loti priecigs sodien but Latvija. Paldies Jums par laipno uznemsanu." (Ich bin sehr erfreut, heute in Lettland zu sein. Ich danke Ihnen für den freundlichen Empfang). Grabjuna fand eine ebenso freundliche Reaktion aus der lettischen Bürgerschaft: “Und wir freuen uns sehr, dass Sie heute bei uns zu Gast sind! Vive la France!” - Unter Grabjunas eigenem Artikel kommentierte jemand deutlich weniger erfreut: “Als ich durchlas, wer sich an der Diskussion mit Macron beteiligt, wurde gleich alles klar. :) Die ganze Soros-Creme Lettlands.” (nra.lv) Kommentare, die auf die Unterstützung lettischer Nichtregierungs-Organisationen durch George Soros` Open Society hinweisen, sind nicht selten unter Artikeln lettischer Webseiten zu finden. Diese Organisationen bewirken eine gewisse Liberalisierung und Pluralisierung der weitgehend nationalkonservativ geprägten Öffentlichkeit Lettlands, die sich  von “Sorosisten” unterwandert wähnt. Ihr dürfte auch Macrons Botschaft nicht gefallen: Er appelliert, mit Russland den “strategischen Dialog” auszudehnen.

Levits und Macron am 29.9.2020 in Riga, Foto: Valsts kanceleja

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Lettische Regierung will Quarantänepflicht nicht durch Covid-19-Tests ersetzen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 26. September 2020 um 00:00 Uhr

Dinamo-Riga-Spieler müssen in Quarantäne

Kind mit MaskeMit der Mahnung „Wir brauchen hier mehr Klarheit und Berechenbarkeit“ rief Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, am 4. September 2020 die Mitgliedstaaten dazu auf, die Covid-19-Reisebestimmungen zu vereinheitlichen (ec.europa.eu). Die Kommission schlug u.a. vor, Einreisende aus Risikogebieten nicht in Quarantäne zu schicken, sondern vorzugsweise auf Covid-19 zu testen. EU-Justizkommissar Didier Reynders wies auf die “erheblichen Auswirkungen” hin, gerade für Menschen, die darauf angewiesen seien, “täglich problemlos reisen zu können”. Für sie sei “die Kakophonie der nationalen Regeln in der EU ohrenbetäubend”. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte zwar, dass “der Schutz der öffentlichen Gesundheit immer oberste Priorität” habe, sprach aber auch über die wirtschaftlichen Folgen: “Wir müssen weitere Störungen geschwächter Volkswirtschaften verhindern und den Bürgerinnen und Bürgern, die große Opfer gebracht haben, weitere Ungewissheit ersparen. Nach so vielen Monaten, die sie mit Covid-19 leben mussten, erwarten sie das von uns.“ Doch die lettische Gesundheitsministerin Ilze Vinkele (AP) will von einheitlichen Regeln nichts wissen und beharrt auf die lettischen Bestimmungen, die deutlich strenger sind als das, was die EU vorschlägt (lsm.lv). Nach lettischen Kriterien ist inzwischen ganz Europa Risikogebiet - als einzige Ausnahme bleibt der Vatikan; von den Einreisenden wird prinzipiell verlangt, sich in eine zehntägige Quarantäne zu begeben. Auch die “Baltische Blase”, die in der Coronazeit bislang freien Reiseverkehr mit den Nachbarländern gewährte, wird nicht erneuert.

Kind mit Mund- und Nasenbeckung plus Schleifchen, Foto: www.vperemen.com, CC BY-SA 4.0, Link

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Covid-19-Länderliste des SPKC vom 25.9.2020 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 25. September 2020 um 15:38 Uhr

Gesegnete Erde: Der Vatikan und Lettland noch im grünen Bereich

Nach lettischen Kriterien ist jetzt ganz Europa Risikogebiet; Ausnahmen sind nur noch der Vatikan und Lettland selbst. Auf “weiterlesen” kommen Sie zur aktuellen SPKC-Liste.

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