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Münster, 20.1.2018
Lettland kauft HK-G36-Gewehre für 13 Millionen Euro PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 19. Januar 2018 um 14:41 Uhr

Zwei Prozent und mehr für die lettische Aufrüstung

Lettischer Soldat mit G36Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis ist fest entschlossen, mindestens zwei Prozent des BIP für das eigene Ressort auszugeben. Das kommt auch der deutschen Waffenindustrie zugute. Die lettische Armee (Nacionalie brunotie speki, NBS) hat am 11. Januar 2018 mit dem schwäbischen Rüstungsunternehmen Heckler & Koch (HK) einen Vertrag über den Kauf von G36-Sturmgewehren vereinbart. In den nächsten sieben Jahren werden neben NBS-Soldaten auch lettische Grenzschützer und Einheiten der Nationalgarde mit dieser Waffe ausgestattet (sargs.lv).  Bergmanis hatte noch einige Tage davor darauf hingewiesen, dass sich das Geschäft wegen der deutschen Debatten um die Treffsicherheit der weltweit verbreiteten Feuerwaffe verzögert habe. Nicht nur das HK-Produkt ist umstritten, die schwäbische Rüstungsschmiede wird auch wegen ihrer skrupellosen Waffendeals von Kritikern beargwöhnt. In einem ausführlichen Interview mit dem Journalisten Janis Domburs nahm Bergmanis Stellung, wie er das rasch ansteigende lettische Militärbudget auszugeben gedenkt (delfi.lv).

Laut Wikipedia-Angabe ein lettischer Soldat mit einem G36C-Gewehr, Foto: Staff Sgt. Isaac A. Graham, Gemeinfrei, Link

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Aufruf der Sicherheitspolizei: Lettische Bibliothekare sollen Verdächtige melden PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 13. Januar 2018 um 00:00 Uhr

Koranleser im Visier

KoransureAm 7. Januar 2018 verbreitete pietiek.com einen Aufruf der Sicherheitspolizei (drosibas policija) an lettische Bibliothekare: Sie sollen beobachten, ob Besucher ein besonderes Interesse für den Islam zeigen, ob sie im Internet Webseiten des sogenannten Islamischen Staats aufsuchen oder sogar Abzeichen dieser Terrorgruppe tragen. Islamistische Informationen verbreiteten sich vorwiegend über das Internet und seien bei einer Gruppe von Jugendlichen beliebt. Häufig nutzten sie vermeintlich anonyme Internetzugänge, wie sie Bibliotheken zur Verfügung stellten. Diese Tendenz sei in allen europäischen Ländern, in geringerem Maß auch in Lettland, zu beobachten. Zwar bekennt die lettische Polizei, dass solche vagen Anhaltspunkte noch keinen Nachweis für Radikalisierung ergeben, jeder Fall müsse individuell geprüft werden, dennoch fordert sie die Bibliotheksangestellten auf, die Namen verdächtiger Besucher und deren Lektürewünsche mitzuteilen. Die Bibliothekare zeigen sich irritiert.

Machen sich Koranleser in lettischen Bibliotheken verdächtig? Foto: Aziz Efendi (d. 16 August 1934) - Muhittin Serin: Hattat Aziz Efendi. Istanbul 1988. ISBN 375-7663-03-4. p.53., Gemeinfrei, Link

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XXVI. Allgemeines Lettisches Lieder- und XVI. Tanzfest in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 10. Januar 2018 um 00:00 Uhr

Der musikalische Höhepunkt zum 100jährigen Staatsjubiläum

Traditionsfahne zum LiederfestIn diesem Jahr ist es wieder so weit: Etwa 40.000 Sänger, Musiker, Tänzer, Amateurschauspieler und Kunsthandwerker werden vom 30. Juni bis 8. Juli 2018 die lettische Hauptstadt in eine Monumentalstätte des Gesangs, des Tanzes und der Volksmusik verwandeln. Dann ziehen Blaskapellen, Chor- und Tanzgruppen durch die Straßen, um sich an 54 Veranstaltungen zu beteiligen. Wer keine Karte hat, kann die Auftritte auf Videowänden in der Innenstadt oder im staatlichen Fernsehen verfolgen, auch Internetnutzer haben weltweit Zugang. In diesem Jahr wird dieses Treffen zu einem ganz besonderen Höhepunkt: Das XXVI. Liederfest findet im Jahr des 100jährigen Bestehens der Republik Lettland statt.

Die Fahne des Liederfestes von 1873, Foto: Saite

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