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Münster, 30.4.2017
Lettlands „Talka“ auch in Deutschland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 20. April 2017 um 08:14 Uhr

Haus Berzaine bei Freiburg wird gesäubert

SubbotnikAm 22.4.2017 werden wieder Tausende Lettinnen und Letten in die Wälder und Parks ihres Landes ausströmen, um ehrenamtlich den verstreuten Unrat einzusammeln (talkas.lv). Ganze Schulklassen machen mit. Mitgebrachter Proviant und die bekannte lettische Sangeskunst machen das Einsammeln zum Gemeinschaftserlebnis. Im letzten Jahr nahmen 175.000 Menschen teil, die 1620 Orte vom Müll befreiten (lv.wikipedia.org). Diese Aktion, die die Letten „Talka“ nennen, war in der Sowjetunion als „Subbotnik“ bekannt. Am ersten freiwilligen Arbeitssamstag legte sich 1920 Lenin höchstpersönlich ins Zeug. Danach gab es in jedem Frühjahr einen Subbotnik. Die Schriftstellerin Anna Žīgure erinnerte sich 2008 an diese Tradition, anlässlich des 90. Jahrestages der lettischen Republik. Der damalige Staatspräsident Valdis Zatlers übernahm die Schirmherrschaft. Nun findet der freiwillige Arbeitssamstag wieder alljährlich statt. In diesem Jahr fordert der Verband der Letten Europas (Eiropas Latviešu apvienības, ELA) die migrierten Mitbürger auf, sich am Talka in ihrer Region zu beteiligen (latviesi.com). In Deutschland findet am Samstag ein solcher im süddeutschen Freiburg statt.

Der Subbotnik in sowjetischer Zeit, Foto: BEKET23 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link
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Weihnachten 2016 und Neujahr 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 24. Dezember 2016 um 00:00 Uhr

Weihnachtsmarkt Berlin-Alexanderplatz

Alles Gute für die Festtage

Weihnachten in regnerischer Zeit ist nur im Dunkeln erträglich, wenn die Grauschleier am Himmel nicht mehr sichtbar sind. Für angenehm dunkle Stunden bleibt am 24.12.2016 in Riga eine Menge Zeit. Der Sonnenaufgang ist erst für 9.01 Uhr berechnet und die Sonne geht, vermutlich hinter dickem Gewölk,schon um 15.44 Uhr unter. Immerhin dauert die Tageshelle ganze 6.43 Stunden. Der Tag ist bereits eine Minute länger hell als der vorhergehende. (vgl. sunrise-and-sunset.com) Bleibt Zeit, sich nach Geschenkstress und vor Familiengeselligkeiten, oder auch -zwistigkeiten (wann haben Polizisten mehr zu tun?) sich dem Früheren zuzuwenden, als alles besser war, als die Paten zur Weihnachtszeit noch durch bittere Kälte und weißen Schnee zur Taufe eilten und das Kind frech war, also vom Teufel besessen, sich ständig verwandelte und wie ein Eisklümpchen knackste,  wie Stroh raschelte und zickenhaft "Meh, meh" sprach. Dieses Märchen wird Ihnen neu nacherzählt, da bei der deutschsprachigen Übersetzung, die auf der Webseite des Lettischen Instituts für Folklore zu finden ist, die Urheberrechte nicht geklärt sind. Lettische Volkserzählungen künden vom Widerstreit zwischen heidnischen und christlichen Mächten. der Ausgang ist häufig weder tragisch noch komisch, eher auf eine etwas bizarre Art realistisch, oder eben auf eine realistische Weise bizarr...

Weihnachtsmarkt Berlin-Alexanderplatz, Foto: LP

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Nils Muižnieks` Europaratbericht über Lettland 2016 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 22. Dezember 2016 um 00:00 Uhr

„Mich irritiert das Erbe der Vergangenheit etwas“

Denkmal für MenschenrechteZu den Aufgaben des Europarat-Kommissars in Straßburg gehört es, die 47 Mitgliedstaaten regelmäßig zu bereisen, um vor Ort zu prüfen, wie es um die Menschenrechtssituation bestellt ist. Vom 4. bis 9. September inspizierte der amtierende Kommissar Nils Muižnieks seine Heimat Lettland. Er traf sich mit Ministerpräsident Māris Kučinskis und Ministern seiner Regierung, Vertretern des Parlaments und der Stadt Riga sowie dem lettischen Ombudsmann für Menschenrechte, Juris Jansons. Der Kommissar besuchte das Krisenzentrum für Familien in Riga-Mīlgrāvis und das Sozialzentrum Baldone, eine Außenstation der Stadt Riga, etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Muižnieks interessierte sich für die Einhaltung der Frauenrechte und der Gendergleichheit, für die Rechte von Kindern sowie die Rechte von Schwulen, Lesben, Trans- und Bisexuellen (=LGTB-Minderheiten). Seit dem 13.12.2016 liegt sein Bericht vor (vgl. wcd.coe.int). Der Lette begrǘßt die Fortschritte in seiner Heimat, sieht aber noch einigen Handlungsbedarf.
Denkmal für die Menschenrechte vor dem Europapalast in Straßburg, Foto: EPei in der Wikipedia auf Deutsch, CC BY-SA 3.0, Link
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