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Münster, 16.7.2018
Europaministerin Lucia Puttrich würdigt das langjährige Engagement von Werner von Sengbusch aus Königstein durch das Bundesverdienstkreuz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 26. April 2018 um 00:00 Uhr

Vorbildlicher Einsatz für Lateinamerika und die deutsch-baltischen Beziehungen

Werner von SengbuschDomus-Rigensis-Mitglieder kennen und schätzen Werner von Sengbusch als freundlichen Menschen, der auch bereit ist, garstige Ehrenämter wie das des Kassenwarts zu übernehmen. Am 22. Februar 2018 erhielt er von der hessischen Europaministerin Lucia Puttrich das Bundesverdienstkreuz. Dabei erfuhr die Öffentlichkeit, dass sich der Geehrte nicht nur um die deutsch-lettischen Beziehungen verdient gemacht hat, sondern sich seit Jahrzehnten in zahlreichen Hilfsprojekten engagiertt und einen Verein gründete, um Krankenhäuser in Südamerika zu gründen. Die Presseerklärung, die unter "weiterlesen" zu finden ist, beschreibt die Biographie des Königsteiner Architekten.

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich überreicht Werner von Sengbusch das Bundesverdienstkreuz, Foto: Hessische Staatskanzlei

Textquelle: Pressestelle: Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund

Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat am Donnerstag Werner von Sengbusch aus Königstein (Hochtaunuskreis) mit dem vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Mit dieser Auszeichnung wird sein langjähriges Engagement für verschiedene Hilfsprojekte im sozialen Bereich gewürdigt. „Sie haben sich vor allem für Hilfsprojekte im Ausland eingesetzt. Aus familiären Gründen liegen Ihnen zudem die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Baltikum sehr am Herzen. Auch das Auswärtige Amt hat Ihre Ehrung befürwortet, die ich Ihnen heute sehr gern überreiche“, sagte Lucia Puttrich bei der Feierstunde in Wiesbaden.

Zur Person:

Werner von Sengbusch stammt aus Berlin und lebt in Königstein. Er hat eine Schreinerlehre absolviert, an der Technischen Hochschule in Karlsruhe studiert und anschließend als Architekt gearbeitet. Seit Beginn der siebziger Jahre engagierte von Sengbusch sich vor allem im sozialen Bereich. Er setzte er sich für die Sammlung von Kleidern und Medikamenten für Bedürftige im Ausland ein und kümmerte sich um den Transport. Um ein privates Krankenhaus in Peru zu unterstützen, gründete Werner von Sengbusch 1987 den gemeinnützigen Verein „Förderkreis Andino Peru e.V.“. Er ist seit der Gründung Vorsitzender des Vereins. Durch Bälle und Vorträge sammelt er Geld für das „Hospital Andero del Alto Chicama", das in einem Gebiet nördlich der Anden liegt, in dem rund 40.000 Menschen medizinisch versorgt werden müssen. Die gesammelten Beträge decken rund 85 Prozent der Kosten des Krankenhauses, das auf diese Weise investieren und benötigte Medikamente kaufen kann. Das Krankenhaus ist inzwischen Referenzhospital für das peruanische Gesundheitssystem.
1974 gehörte Werner von Sengbusch zu den Gründern des Lions Club Frankfurt Rhein-Main. Seit 2000 hat er sich besonders Hilfswerk der Deutschen Lions für nationale und internationale Projekte engagiert. 1999 und 2000 organisierte er nach den Überschwemmungen des Rio Moche in Peru mit Hilfe des deutschen und des peruanischen Lions Club und CARE-Deutschland die Pflanzung von 100.000 Bäumen. Dadurch konnte wichtiges Ackerland für die Bevölkerung gerettet werden. Mit dem Lions Club Hofheim sammelte er Spenden für den Bau einer Kindertagesstätte im Armenviertel von Lima.
1999 hat Werner von Sengbusch einen Jugendaustausch mit Riga, Lettland, organisiert. Seit 2005 ist er Mitglied des Vereins Domus Rigensis, der 1992 von Deutschbalten und Letten in Riga gegründet wurde. Der Verein will die Verbindung zwischen Deutschen und dem Baltikum wieder beleben und fördern. Seit 2007 ist von Sengbusch dort Schatzmeister.
Mit seinen Geschwistern hat Werner von Sengbusch 1998 den „Reinhold von Sengbusch–Preis“ gestiftet. Anlass war der 100. Geburtstag des Vaters. Der Preis wird jährlich zur Tagung der „Molekularbiologie der Pflanzen“ in Dabringhausen (Nordrhein-Westfalen) an drei junge Wissenschaftler vergeben. Als Nachfahren des deutschbaltischen Kaufmanns Friedrich Wilhelm von Brederlo haben die Geschwister 2006 den Brederlo-von Sengbusch-Kunstpreis gestiftet. Er ist mit 4.000 Euro dotiert ist und wird alle zwei Jahre durch die lettische Kunstakademie in Riga an vier junge Kunststudenten verliehen.
Im Kulturkreis Oberursel e.V. war Werner von Sengbusch zwölf Jahre Schatzmeister und verantwortlich für die Veranstaltungen des Vereins.
 

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