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Münster, 23.3.2017
Spendenaufruf: Eine Töpferwerkstatt für eine Behinderteneinrichtung in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 30. Mai 2013 um 00:00 Uhr

Bewohner von SturisiGottfried Bielenstein engagiert sich für Behinderte. Er lehrt sie das Töpfern. Diese kreative Aufgabe schafft Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Was Bielenstein in Berlin macht, möchte er ab nächstes Jahr auch in Lettland versuchen: Mit Hilfe der Deutschen Botschaft in Riga fand er eine Behinderteneinrichtung des lettischen Roten Kreuzes in Sturisi. Die Bewohner werden gut versorgt, doch Anreize für kreative Beschäftigungen fehlen noch. Der Berliner plant, dort eine Töpferwerkstatt einzurichten. Die Lettische Presseschau veröffentlicht deshalb seinen Spendenaufruf.

Die Bewohner von Sturisi, Foto: Gottfried Bielenstein

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Lettland: Gita Umanovska und der Stolz einer lettischen Patriotin auf ihre jüdische Identität PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 23. März 2013 um 00:00 Uhr

Gita UmanovskaDas Wort „Judentum“ ist für Deutsche kein gewöhnliches und kann es angesichts des Geschehenen wohl auch nicht sein. Heikle Debatten um die Publizisten Henryk M. Broder und Jakob Augstein erweisen es: Die historischen Verbrechen sind keine `wiedergutzu-machenden` und bestimmen die Diskurse bis heute. Doch wer Juden ausschließlich als Opfer der Nazizeit wahrnimmt, degradiert sie zum Objekt der Geschichte. Dabei haben jene, die nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 auszogen, Wesentliches geleistet, um Europa zu zivilisieren. Und noch ein zweites „doch“: Das Jüdische ist in Europa nicht bloß Vergangenheit. In Gestalt von Gita Umanovska, Geschäftsführerin der Rigaer Jüdischen Gemeinde, erlebten die Teilnehmer der `Lettland-Gesprächsrunde` seine quicklebendige Gegenwart, die für Talmud und Davidsstern viel Zukunft verheißt. Markus Schoch, deutscher Pfarrer in Riga, hatte Umanovska am 17.3.13 ins Jugendzentrum in der Mārstaļu iela geladen. Sie erklärte in flüssigem Deutsch, wie Juden nach Lettland kamen. Dabei äußerte sie manch überraschende Einsicht. Das Jüdische entzieht sich der deutschen Kategorisierungssucht: Gita Umanovska legt wert auf ihre jüdische Identität, zugleich ist sie glühende Patriotin der lettischen Nation. Der Hinweis auf eine fremde Herkunft bedeutet in Lettland nichts Diskriminierendes. Es zeigte sich: Was in einem Land als `politisch korrekt` aufgefasst wird, gilt im anderen als Herabsetzung. Und trotz aller Streitereien, die Letten und Juden um die richtige Geschichtsdeutung ausfechten, halten sich antisemitische Diskriminierungen offenbar in Grenzen: „Es ist modern in Lettland Jude zu sein,“ scherzte die studierte Germanistin.

Die Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinde in Riga, Gita Umanovska, Foto: Gita Umanovska

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Schotte William Elliot Bulmer findet lettische Verfassung vorbildlich PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 16. März 2013 um 00:00 Uhr

An der SaeimaDie Schotten beabsichtigen 2014 über ihre nationale Unabhängigkeit abzustimmen. Eine Kommission, die eine Verfassung für einen möglichen neuen Staat entwickelt, ist bereits gebildet. Eines ihrer Mitglieder, der ehemalige Offizier, Arabisch-Spezialist und Politologe Bulmer, schaute sich die juristische Grundlage anderer Länder an. Er las auch die lettische Satversme und ist recht begeistert von ihr. Zwar könne er seine lettischen Freunde verstehen, die ihm von den Problemen ihres Heimatlandes erzählten. Doch Lettland sei unabhängig und habe etwas sehr Wertvolles: Eine Verfassung, die für Schottland Vorbild sein könnte. Auf politika.lv begründete er, warum die Letten sich als Verfassungspatrioten fühlen dürfen.

Am Verfassungsorgan Saeima, dem lettischen Parlament, Foto: LP

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