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Münster, 20.10.2017
Ausländische Besucher können den 94. Geburtstag Lettlands mitfeiern PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 15. November 2012 um 11:20 Uhr

Die Petrikirche in Riga als LeuchtturmDer 18. November bildet in der mittleren Baltenrepublik den Höhepunkt nationaler Feierlichkeiten. Die Letten bieten an diesem Tag sich und ihren Gästen ein umfangreiches Programm aus Ansprachen, Konzerten, Messen, Paraden, der Lichtshow Staro Riga und Feuerwerken. Doch zunächst erfolgt unter „weiterlesen“ ein tomatenmarkmäßig konzentrierter Abriss über die blutigen und verworrenen Ereignisse, die mit diesem Gedenktag verbunden sind, danach einige Programmhinweise für ausländische Gäste, die kein Lettisch verstehen.

Bei einem Staro-Riga-Festival der Vorjahre fungierte die Rigaer Petrikirche als Leuchtturm, Foto: LP

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Ligo, Ligo! PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 23. Juni 2012 um 00:00 Uhr

Ligo-Feier bei Austris GrasisAm 23. und 24. Juni herrscht in Lettland Ausnahmezustand, denn dann feiert das Volk das Johannisfest zur Sonnenwende. Doch vom christlichen Täufer ist an diesen Tagen wenig zu bemerken. Denn die Letten feiern vor allem ihre Sonnengöttin Saule, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Für dieses spezielle Feiern mit Līgo-Gesängen haben die Letten ein eigenes Verb: `līgot`, was aber auch `schaukeln` bedeutet. Auch in Deutschland haben Sie Gelegenheit mitzumachen: Auf dem Bonner Annaberg hat das Jānis-Fest seit vielen Jahren Tradition. Auch hier können Sie Bier, Kümmelkäse und kleine Speckkuchen genießen und dazu die Gesänge und Tänze rund um das Feuer verfolgen bzw. mitmachen. Wer sich in Lettland befindet, wird an jedem Ort des Landes öffentliche Veranstaltungen finden. Die Webseite liveriga.com präsentiert einen Ligo-Veranstaltungskalender in englischer Sprache.

 

Die Līgo-Feier bei Austris Grasis in Mazsalaca ist landesweit bekannt, Foto: LP

Weiterer LP-Artikel zum Thema:

Lettland: Johannisnacht zwischen Farnblumen und Geräuchertem vom Reifengrill

 

 

 

 
Porträt der kurländischen Kleinstadt Saldus – Teil 2: Traurige Erinnerungen und heitere Attraktionen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 14. April 2012 um 00:00 Uhr

Lutheranische Kirche im Zentrum von SaldusDie kurländische Kleinstadt auf halbem Wege zwischen Liepāja und Riga hat die Finanz- und Wirtschaftskrise bislang gut bewältigt. Das hiesige Gewerbe überstand die Rezession. Jugendliche finden in verschiedenen Branchen von der Lebensmittelherstellung bis zum Bootsbau eine berufliche Perspektive. Die kommunalen Vertreter setzen EU-Fonds effizient ein. Davon kommt vieles dem Nachwuchs zugute. Die Ratspolitiker investieren in Bildung und Ausbildung. Sie sorgen zudem für ein attraktives Freizeitangebot. So kann die 12000-Einwohner-Stadt ihre Bevölkerung halten. Erst seit 1917 hat Saldus Stadtrechte. Davor galt der Ort als Marktflecken mit wechselvoller Geschichte, deren brutaler Höhepunkt den Saldenieki im 20. Jahrhundert aber noch bevorstand: Saldus lag im Kurlandkessel. In diesem kämpften lettische Legionäre und Soldaten der Wehrmacht bis zum Kriegsende aussichtslos gegen die Rote Armee. Zahlreiche Soldatengräber sind das traurige Resultat. Der größte deutsche Soldatenfriedhof auf lettischem Territorium befindet sich acht Kilometer von Saldus entfernt. Die Stadt, die deutschbaltisch Frauenburg heißt, bietet Touristen neben den Orten der Trauer aber auch Malerisches und Heiteres, dazu zählt seit einigen Jahren der Naturpfad an der Ciecere. Nun kann der Fußgänger den idyllischen Weg verfolgen, den der Venta-Zufluss durch die Stadt nimmt.

Die evangelische Sankt-Johann-Kirche wurde 1737 eingeweiht. Der Maler Janis Rozentals machte sie mit einem Gemälde landesweit bekannt, Foto: LP

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