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Münster, 24.6.2017
Haus Annaberg in Bonn: Vom Lustschloss zur baltischen Begegnungsstätte PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 23. Januar 2011 um 16:16 Uhr

Von der S-Bahnstation pilgere ich durch Friesdorf die Annaberger Straße entlang, gen Westen, dann immer gerade aus. Friesdorf ist ein stiller Bonner Vorort, genauer Zwischenort, zwischen dem Bonner Zentrum und Bad Godesberg, am Fuße des Kottenforsts, dem bewaldeten Naturschutzgebiet, das Adenauers ehemaligen Regierungssitz zur Eifel abgrenzt. Ich schaue auf die Hausnummern und ahne, dass es bis zur Nummer 400 noch ein Weilchen hin ist. Zuletzt steigt die Straße an, schlängelt sich an einem Bach vorbei. Schon beschaue ich die kleinen Wohnhäuser des Viertels von oben. Ob hier im Wald noch eine Hausnummer kommt? Schließlich schimmern Wände und Fenster durch das Geäst – noch zwei Kurven und ich befinde mich auf einer Lichtung. Das Gemäuer darauf könnte auch in Davos stehen: Es ist ein Schlösschen im historistischen Stil, das an den Zauberberg erinnert. Hans Castorp, die Figur aus diesem Thomas-Mann-Roman, konnte bekanntlich gar nicht mehr von dieser Stätte lassen. Der Annaberg ist eine ähnlich abgeschiedene multikulturelle Welt, macht aber – im Unterschied zur Romanvorlage – nicht lungenkrank. Andrejs Urdze empfängt mich. Er verwaltet die Institution Annaberg, die Tagungshaus, Herberge und Studentenwohnheim nicht nur für Balten ist. Urdze lädt mich in sein Wohnzimmer im unauffälligen Privathaus hinter dem historistischen Gemäuer. Über die wechselvolle Geschichte dieser bönnsch-baltischen Anhöhe weiß er so manches zu erzählen.

Auch im Winter lockt das Haus Annaberg mit feudalem Zauber, Foto: www.annaberg.de

 

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Vater und Hamburger Ärzte retteten lettisches Mädchen PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Begegnungen - Begegnungen
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Universitätsklinik in Hamburg-EppendorfAls am 11. September die fünfjährige Airita auf den Operationstisch kam, kämpften die Ärzte der Hamburger Universitätsklinik um ihr Leben: Ihre Leber war zerstört, ihr musste das Stück einer fremden implantiert werden. Die lettischen Kollegen hatten sich schon seit mehreren Tagen um sie bemüht. Zunächst brachten sie Rettungssanitäter aus der nordlettischen Gemeinde Smiltene ins nächste Krankenhaus nach Valmiera. Die Ärzte erkannten ihren bedrohlichen Zustand und beschlossen, sie zu den Spezialisten der Rigaer Kinderklinik zu überführen. Diese stellten wiederum fest, dass der Kleinen nur noch mit einer baldigen Transplantation zu helfen ist. Die Eltern erklärten sich sofort bereit, einen Teil der eigenen Leber zu spenden. Das Organ des Vaters erwies sich als geeigneter. Doch in Lettland ist keine Klinik darauf spezialisiert, an Kindern eine solche Operation durchzuführen. Deshalb wurden die drei nach Hamburg-Eppendorf gebracht. Unverzüglich erfolgten die beiden Operationen. Nach Tagen und Wochen des Bangens stabilisierte sich der Zustand Airitas zusehends. Am 22. November konnte sie nach Riga zurückkehren. Die Ärzte machen ihr Hoffnung, bald wieder nach Hause zu kommen. Natürlich müsse das Kind unter strenger ärztlicher Aufsicht bleiben. Klinik-Direktor Andis Lacis bedankte sich bei allen beteiligten Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit. Die bedrohliche Leberschädigung war die Folge eines verhängnisvollen Versehens gewesen.
Die Hamburger Ärzte konnten Airitas Leben retten, Foto: "Ctsu" auf Wikimedia Commons
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Von der Neugier zur Verbundenheit: Austauschschülerin Jana Wieser in Lettland PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 13. August 2010 um 10:00 Uhr
Vor dem  Schwarzhäupterhaus in RigaEin solcher Wagemut verdient Respekt:  Vor dem Abitur hatte sich Jana Wieser dazu entschlossen, ein Jahr in Lettland zu verbringen. Sie erhielt dafür ein Stipendium der deutschen Sektion des Youth for Understanding (YFU) Komitees. Für die Schülerin war es eine Reise in ein nahezu unbekanntes Land. Inzwischen hat sich ihre Neugier nach einem Jahr in lettischen Gastfamilien in enge Verbundenheit verwandelt. Die Bremerin, die in diesem Frühjahr ihr Abitur machte, hat lettische Freunde gefunden und sehnt sich nach den Reizen der lettischen Landschaft zurück. Die Lettische Presseschau sprach mit ihr über ihre Erfahrungen als Schülerin und Gast in der lettischen Hauptstadt Riga.
Jana Wieser in Lettland, Foto: www.yfu.de
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. Dezember 2014 um 09:19 Uhr
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