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Münster, 23.4.2017
Vater und Hamburger Ärzte retteten lettisches Mädchen PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Begegnungen - Begegnungen
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Universitätsklinik in Hamburg-EppendorfAls am 11. September die fünfjährige Airita auf den Operationstisch kam, kämpften die Ärzte der Hamburger Universitätsklinik um ihr Leben: Ihre Leber war zerstört, ihr musste das Stück einer fremden implantiert werden. Die lettischen Kollegen hatten sich schon seit mehreren Tagen um sie bemüht. Zunächst brachten sie Rettungssanitäter aus der nordlettischen Gemeinde Smiltene ins nächste Krankenhaus nach Valmiera. Die Ärzte erkannten ihren bedrohlichen Zustand und beschlossen, sie zu den Spezialisten der Rigaer Kinderklinik zu überführen. Diese stellten wiederum fest, dass der Kleinen nur noch mit einer baldigen Transplantation zu helfen ist. Die Eltern erklärten sich sofort bereit, einen Teil der eigenen Leber zu spenden. Das Organ des Vaters erwies sich als geeigneter. Doch in Lettland ist keine Klinik darauf spezialisiert, an Kindern eine solche Operation durchzuführen. Deshalb wurden die drei nach Hamburg-Eppendorf gebracht. Unverzüglich erfolgten die beiden Operationen. Nach Tagen und Wochen des Bangens stabilisierte sich der Zustand Airitas zusehends. Am 22. November konnte sie nach Riga zurückkehren. Die Ärzte machen ihr Hoffnung, bald wieder nach Hause zu kommen. Natürlich müsse das Kind unter strenger ärztlicher Aufsicht bleiben. Klinik-Direktor Andis Lacis bedankte sich bei allen beteiligten Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit. Die bedrohliche Leberschädigung war die Folge eines verhängnisvollen Versehens gewesen.
Die Hamburger Ärzte konnten Airitas Leben retten, Foto: "Ctsu" auf Wikimedia Commons
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Von der Neugier zur Verbundenheit: Austauschschülerin Jana Wieser in Lettland PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 13. August 2010 um 10:00 Uhr
Vor dem  Schwarzhäupterhaus in RigaEin solcher Wagemut verdient Respekt:  Vor dem Abitur hatte sich Jana Wieser dazu entschlossen, ein Jahr in Lettland zu verbringen. Sie erhielt dafür ein Stipendium der deutschen Sektion des Youth for Understanding (YFU) Komitees. Für die Schülerin war es eine Reise in ein nahezu unbekanntes Land. Inzwischen hat sich ihre Neugier nach einem Jahr in lettischen Gastfamilien in enge Verbundenheit verwandelt. Die Bremerin, die in diesem Frühjahr ihr Abitur machte, hat lettische Freunde gefunden und sehnt sich nach den Reizen der lettischen Landschaft zurück. Die Lettische Presseschau sprach mit ihr über ihre Erfahrungen als Schülerin und Gast in der lettischen Hauptstadt Riga.
Jana Wieser in Lettland, Foto: www.yfu.de
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. Dezember 2014 um 09:19 Uhr
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Lettland: Johannisnacht zwischen Farnblumen und Geräuchertem vom Reifengrill PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 26. Juni 2010 um 15:52 Uhr

Eichenlaubbekränzt und singend zum NachbarnLetten behaupten, dass sie nur oberflächlich christianisiert worden seien. Ob katholisch oder lutheranisch, dem lettischen Leibeigenen eines deutschbaltischen Barons war es wohl egal, welche religiöse Mode sein Herr gerade pflegte. Die christlichen Missionare wollten aber auch den Heiden das Heil bringen, sie taktierten, übernahmen die Riten des Volksglaubens, erklärten die liebe Sonne zum christlichen Symbol und die Bauern guckten wohl recht verdutzt aus dem Eichenlaub, als ein Sendungsbewusster ihnen erklärte, dass ihre Fete aus uralten Zeiten in Wirklichkeit dem Johannes gewidmet sei. Der hatte sich einst demütig geweigert, den Herrn zu taufen. Vielleicht gefiel den Heiden der Gedanke an diese Nichttaufe. Sie selbst waren ja wenig begeistert, als sie von den Pfarrern benässt wurden. Die Mär geht um, dass die zur Taufe Genötigten anschließend in die Daugava sprangen, um sich von dieser unheimlichen Flüssigkeit zu reinigen.

 

Zum lettischen Johannisfest gehört der Gang zum Nachbarn, um ihn mit Ligo-Gesängen zu erfreuen. Foto: UB
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. September 2013 um 19:41 Uhr
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