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Münster, 15.12.2018
Lettland: Im Dickicht der Stadt Jurmala wieder mal einen Bürgermeister geschnappt PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 01. Juni 2010 um 10:26 Uhr

Heißt er Siegfried, Georg oder Michael?Fahnder der lettischen Antikorruptionsbehörde KNAB durchsuchten am 18.5.2010 das Büro und die Wohnung des Bürgermeisters Raimonds Munkevics. Einen Tag später saß er in der Arrestzelle. Die Stadträtin Marija Vorobjova hatte ihn zuvor auf einer Pressekonferenz belastet: Munkevics habe die Leitung der städtischen Konzerthallen gezwungen, einen Vertrag mit dem Privatunternehmen Priority abzuschließen, der die Kommune benachteilige. KNAB ermittelt wegen Bestechungsvorwürfen. Munkevics ist nicht der erste Politiker Jūrmalas, der wegen unsauberer Geschäfte hinter Gittern landete. In Lettlands Korruptionsmetropole interpretieren manche Herrschaften die Losung `Privat vor Staat` recht speziell. Die jüngsten Vorfälle sind willkommener Anlass, sich im international bekannten Badeort einmal umzuschauen. Auf Filzpantoffeln schleicht der Skandaltourist ins videoüberwachte Gestrüpp. Bei manchem Bauobjekt wird er sich fragen, ob es bei seiner Genehmigung mit rechten Dingen zuging. Begleiten Sie ihn auf seinem Rundgang durch Jūrmalas ebenso eigentümliche wie unterhaltsame Niederungen.

In Jurmala lauert noch so manches Dschungelgewürm auf den Topkiller, Foto: UB

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. September 2013 um 09:18 Uhr
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Lettland: Die himmlischen Grauschleier von Engure PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 24. Oktober 2009 um 10:40 Uhr

 

Faszinierendes Blaugrau über Engures Küste
Foto: UB

Wer in Engure ankommt, hat es geschafft. In frischer Ostseebrise atmet der Reisende auf. Er hat die Ausfallstraßen Rigas endgültig verlassen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. September 2013 um 16:24 Uhr
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"Die Schiffe liegen schon vor Riga! - Rigenser gedachten der deutschbaltischen "Umsiedlung" PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 23:43 Uhr

Umsiedlung ins besetzte Land Polen

War es freiwillige „Umsiedlung“, wie die Nazis beschönigend propagierten, oder nicht doch eher erzwungener Verlust der Heimat? Das geheime Zusatzprotokoll, das Hitler und Stalin im August 39 vereinbarten, um Osteuropa im nächsten Krieg unter sich aufzuteilen, ließ in Lettland und Estland keinen Raum für Deutschbalten, denn dort planten die Sowjets den Einmarsch. Hitler hingegen, der völkisch homogene Territorien wünschte, plante die „Rückführung der Völkersplitter“ aus den Ländern, die er zunächst einmal seinen bolschewistischen Feinden überließ. Mehr als 60.000 Deutschbalten sahen sich gezwungen, ab Oktober 1939 Lettland und Estland zu verlassen. Die Deutsche Evangelisch-lutherische Kirche in Lettland und das deutschbaltisch-lettische Zentrum Domus Rigensis gedachten am 14.10.2009 ihrem Schicksal.

Ungewisse Zukunft für Deutschbalten in Polen, Foto: Bundesarchiv Koblenz
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. März 2014 um 20:02 Uhr
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