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Münster, 24.6.2018
"Die Schiffe liegen schon vor Riga! - Rigenser gedachten der deutschbaltischen "Umsiedlung" PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 23:43 Uhr

Umsiedlung ins besetzte Land Polen

War es freiwillige „Umsiedlung“, wie die Nazis beschönigend propagierten, oder nicht doch eher erzwungener Verlust der Heimat? Das geheime Zusatzprotokoll, das Hitler und Stalin im August 39 vereinbarten, um Osteuropa im nächsten Krieg unter sich aufzuteilen, ließ in Lettland und Estland keinen Raum für Deutschbalten, denn dort planten die Sowjets den Einmarsch. Hitler hingegen, der völkisch homogene Territorien wünschte, plante die „Rückführung der Völkersplitter“ aus den Ländern, die er zunächst einmal seinen bolschewistischen Feinden überließ. Mehr als 60.000 Deutschbalten sahen sich gezwungen, ab Oktober 1939 Lettland und Estland zu verlassen. Die Deutsche Evangelisch-lutherische Kirche in Lettland und das deutschbaltisch-lettische Zentrum Domus Rigensis gedachten am 14.10.2009 ihrem Schicksal.

Ungewisse Zukunft für Deutschbalten in Polen, Foto: Bundesarchiv Koblenz
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. März 2014 um 20:02 Uhr
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Ligatne: Eine historische Arbeitersiedlung zwischen bewaldeten Hügeln PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 14. September 2009 um 07:38 Uhr

Bewaldete Kiefernhügel in LigatneLīgatne hält sich vor Touristen noch gut versteckt. Kaum etwas weist auf Līgatne hin – weder im Reiseführer noch auf den Wegweisern. Erst einmal muss der Autofahrer die richtige Stelle finden, um vom Straßendorf Līgatne in Richtung idyllisches Līgatne abzubiegen. Es sind kilometerweit entfernt liegende Orte, die unter gleichem Namen firmieren. Von der hektischen Rennbahn Riga-Valmiera kommt man in die ruhige und wellige Landschaft Vidzemes. Zu jeder Jahreszeit hat der Gauja-Nationalpark seine speziellen Reize: Im Winter lockt die Schneedecke, die die Wälder und Felder dick überpudert. Wie große Tropfen hängt der Schnee an den Kiefern. Aus diesem weißen Meer ragen Gehöfte mit dunklen Holzhäusern. Der weiße Rauch der Kamine steigt in den blauen Himmel, vermischt sich mit der weißen Wolkenwatte.

Der idyllische Ort verbirgt sich zwischen bewaldeten Hügeln, Foto: Udo Bongartz

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Oktober 2014 um 18:16 Uhr
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"Jani" in Deutschland PDF Druckbutton anzeigen?
Freitag, den 19. Juni 2009 um 17:33 Uhr
Die einen nennen es im Deutschen "Sommersonnenwende", die anderen "Johannisnacht", aber gemeint ist in beiden Fällen die kürzeste Nacht des Jahres vom 23. auf den 24. Juni, lettisch: "Jāņi". Wenn man Glück hat und es sprichtwörtlich "nicht regnet wie zu Johannis", dann ist es in Lettland die Nacht der Nächte. Lagerfeuer am Boden und das flackernde, nach geheimnisvollen Rezepturen befüllte Teerfaß auf der hohen Stange symbolisieren das Licht. Selbstgemachter Käse und Pīrāgi (Piroggen) gehören als Schmaus dazu, aber auch lecker Bier.
 
Jāņi (von Jānis Jaunsudrabiņš)
So illustrierte der lettische Schriftsteller Jānis
Jaunsudrabiņš 1914 seine Geschichte "Jāņi"... 
 
Die Frauen tragen leichte Kränze aus Blumen und Gräsern, für die Herren sind solide Ausführungen aus stolzer Eiche angesagt. Stunde auf Stunde gehen oft genug improvisierte, auf konkrete Personen zugeschnittene Lieder einen gepfefferten Wettstreit ein, Junge gegen Alte, vor allem aber Männlein gegen Weiblein, da liegt Erotik in der Luft. Und wer in der Menge nicht genug davon bekommen kann, der kann sich mit seiner besseren Hälfte in den geheimnisvollen Wald begeben, auf der Suche nach der "Blüte des Farnkrauts". Aber man muß nicht einmal nach Lettland fahren, um "Jāņi" zu feiern, auch in Deutschland besteht Möglichkeit dazu. Unter anderem bereits am 20. Juni in Berlin oder exakt am Johannisabend in Bonn-Bad Godesberg. Näheres dazu im Event-Kalender. Līgo!
 
-OJR-
 
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