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Münster, 26.3.2019
Eine rettende Vision zur Weihnachtszeit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 23. Dezember 2014 um 12:35 Uhr

Bäume mit beleuchtetem WeihnachtsschmuckOb Gott existiert, ist bekannte Streitfrage zwischen Gläubigen und Atheisten. Folgende Geschichte aus der lettischen Volksliteratur hat wohl beiden Parteien etwas zu sagen. Sie stammt aus der großen Sammlung "Lettische Märchen und Sagen" von Pēteris Šmits, die ins Deutsche übersetzt wurde. Die Mitarbeiter der Lettischen Volkskundlichen Sammelstelle haben bislang die Bände 13 bis 15 zweisprachig im Internet veröffentlicht. Die kleine Erzählung von einem Mann, der sich nachts im Wald verirrt, ist dem 13. Band, dem Kapitel "Gott erbarmt sich der Gehorsamen", entnommen. Atheisten mögen die nächtliche Erscheinung des Irrenden für bloße Einbildung halten, doch es ist eine göttliche Vision, die ihn in der Verzweiflung rettet. Sie passt also zur weihnachtlichen Botschaft. Hier geht es zur Geschichte.

Weihnachtsbeleuchtung im Rigaer Stadtpark, Foto: LP

 
Weihnachtszeit in Riga 2013 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 21. Dezember 2013 um 00:00 Uhr

Blau beleuchtete Eisenbrücke in Riga

Der protestantische Lette weiß sich die düstere Jahreszeit fein zu beleuchten. Wie der katholische Pole scheut er die Farbe nicht. Und so beglitzert eine bunte Pracht die nächtlichen Gefilde der lettischen Hauptstadt. Nicht nur der Weihnachtsschmuck glänzt rund um Milda, die hiesige Nationalheilige. Die neue stattliche Bibliothek, die sich "Lichtburg" nennt, macht ihrem Namen bereits alle Ehre. Und der Glastower von Lettlands größter Bank, das höchste Haus der Stadt, gibt sich als Unschuldsengel. Wer die Bildergalerie unter "Weiterlesen" betrachtet, wird feststellen: In Riga ist es ähnlich vorfrühlingshaft wie in Berlin. Da ist es nichts mit weißer Weihnacht, doch wo der Schnee fehlt, frieren dem Fotografen die Däumchen nicht ein. So mancher Deutsche fragt sich schon, woher der Lette, der doch wacker sparen soll, das Geld für einen solch funkelnden Lichterglanz herhat: Die Rigaer Fahrradrikschafahrer versammeln sich in dieser Jahreszeit in der Sporthalle, stellen die Hinterachse hoch und treiben für einen Teller Graupensuppe die städtischen Stromgeneratoren an. Es ist eben Aprilwetter.

Foto: LP

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Lettland: Fehlende Radarkontrollen und mehr Verkehrstote PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 14. Dezember 2013 um 00:00 Uhr

Auto unter Brückenauffahrt in RigaLettland ist nach wie vor ein gefährliches Pflaster. Bereits Mitte November verzeichneten die Statistiker mehr Unfallopfer als im vergangenen Jahr. Den Polizisten fehlen derzeit Kontrollmöglichkeiten. Die neuen stationären Radargeräte wurden wieder aus dem Verkehr gezogen, weil sich die Regierung mit dem deutschen Produzenten nicht über die Vertragsbedingungen einigen konnte. Nun ist die Gefahr, bei zu sportlicher Fahrweise erwischt zu werden, deutlich geringer. In einer jüngst publizierten Umfrage halten Letten das Niveau der Fahrkultur in ihrem Land für mäßig. Sozialpsychologe Ivars Austers erklärt das rücksichtslose Fahren mit der speziellen Mentalität postsowjetischer Gesellschaften.

Autogerechtes Riga, Foto: LP

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Das Unglück von Zolitude: Größte Tragödie seit der Unabhängigkeit Lettlands PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 23. November 2013 um 09:02 Uhr

Ein Land befindet sich im Ausnahmezustand: Konzerte werden abgesagt, die Regierung verkündet eine dreitägige Staatstrauer mit Schweigeminute. Das Fernsehen sendet seine Nachrichten mit Trauerflor. Der Einsturz des Maxima-Supermarkts von Zolitūde ist das größte Unglück, das Lettland seit der Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit 1991 heimsuchte. Es ist eines der schwersten der letzten Jahrzehnte auf dem europäischen Kontinent. Bislang sind 52 Opfer zu betrauern, die die Feuerwehrleute tot oder sterbend aus den Trümmern zogen. Unter den Toten befinden sich auch drei ihrer Kollegen, die sich bewusst in höchste Gefahr begeben hatten, um andere zu retten. Auch in der zweiten Nacht nach dem Dacheinsturz erhellten Scheinwerfer den Himmel über den Rigaer Vorort, noch ist die 1500m² große Trümmerlandschaft nicht vollends durchsucht.

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