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Münster, 16.7.2018
Lettland – Vor dem Kulturjahr 2014 wird Rigas Altstadt von Bettlern befreit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. Juli 2012 um 17:57 Uhr

Bettlerin in der Altstadt von RigaTouristen schwärmen nicht selten von Rigas Altstadt, dieser fein sanierten Hansestadt mit Bauwerken, die von den Gemeinsamkeiten lettischer und deutschbaltischer Geschichte zeugen. Da hält der Flaneur gern inne, um auf den Plätzen an der Kalķu iela sich ein kühles Bier oder eine Soljanka-Suppe zu genehmigen. Doch beim Genuss lettischer Spezialitäten oder beim Kauf von Bernstein-Schmuck konnte dem Riga-Besucher zuweilen Furcht und Mitleid überkommen. Denn am Straßenrand saßen, hockten oder lagen vereinzelt Bettler mit ihren Pappbechern in oft jämmerlichem Zustand. Das erweckte Mitleid, denn jeder kann sich vorstellen, was es heißt, sein Leben auf diese Art fristen zu müssen. Das erweckte aber auch Furcht: Lettische Bettler sind häufig Senioren, denen nur diese Einkommensquelle bleibt. Da wird - angesichts immer schlanker werdender Sozialstaaten - so mancher noch begüterte Urlauber sich so seine Gedanken um den eigenen Lebensabend gemacht haben. Dass ihm nun der Anblick bemitleidenswürdiger Gestalten erspart bleibt, ist leider kein Erfolg jüngster lettischer Konjunktur, sondern basiert auf einem schlichten Beschluss: Der Rigaer Stadtrat hat das Betteln in der Altstadt verboten.

Das Betteln in der Altstadt ist fortan verboten, Foto: LP

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Lettland: Riga zur Blütezeit vor Johannis - eine umstrittene Erfolgsgeschichte PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 21. Juni 2012 um 00:00 Uhr

Wolken spiegeln sich im AsphaltDas Flanieren im Frühsommer, kurz vor dem Johannis-Sonnwendfest, ist in Lettland gewohnte Gangart. In Riga wandeln Familien auf der Promenade von Ķengarags, dem Stadtteil an der neuen Südbrücke. Sie beobachten die Badegäste im Ufergras an der Daugava. Diese sieht man zwar nicht im Fluss baden, doch Badehose und Bikini lassen viel Platz für die zu bräunende Haut. Der lettische Sommer gewährt durchaus Temperaturen bis zu 30 Grad. Lettland teilt seine Breitengrade mit Dänemark und Südschweden. Das heißt: Lettland ist nicht der Wintergarten vom Nordpol. Das ist zuweilen in Deutschland noch erklärungsbedürftig. Die flache Ostsee erreicht im Sommer zuweilen Badetemperaturen – wenn Sonnengöttin Saule gut gelaunt ist. Doch Saule ist launisch, weint häufig, weil ihr Mann Mēness, der Mond, sich in der Nacht mit fremden Planeten herumtreibt, besonders die Venus hat es ihm angetan.

Wolkenasphalt in Riga, Foto: LP

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Lettland: Radfahrer sind immer häufiger Verkehrsopfer PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 00:00 Uhr

Fahrradweg an der DaugavaDie lettische Polizei teilte am 15.2.12 mit, dass Radfahrer in den letzten beiden Monaten häufiger bei Unfällen verletzt oder gar gestorben sind. Vom 1. Dezember bis 15. Februar starben auf Lettlands Straßen fünf Radfahrer. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum verloren zwei Fahrradfahrer ihr Leben. Obwohl im Winter bei Wind und Eis weniger Letten das Rad nutzen, verzeichnen die Behörden mehr Opfer. Vertreter der Polizei weisen auf mangelndes Sicherheitsbewusstsein hin.

Denkmal für den neuen Fahrradweg am Daugava-Ufer in Ķengarags in Riga. Die lettische Hauptstadt wird allmählich fahrradfreundlicher. Aber es gibt noch viel zu tun, Foto: LP

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Klirrende Kälte in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 11:08 Uhr

SchneespurenDas Quecksilber hat sich ins Thermometer-Kügelchen verkrochen. Wer jetzt seine Ohren nicht schützt, hat bald keine mehr. Der lettische Winter bleibt abwechslungsreich. Glich er zum Jahreswechsel noch einem verregneten und stürmischen Herbst, verwandelt er nun das zarte Ostseeklima in sibirische Kälte, deren Ende noch nicht absehbar ist. Diese gibt sich sonnig schön, macht aber bei Temperaturen bis minus 20 Grad und mehr, wie sie im ostlettischen Lettgallen mancherorts zu messen sind, den Spaziergang ohne Mütze, Schal, zweiten dicken Pullover unter dem Mantel, Handschuhe, lange Unterhose und gleichsam dicke Socken in festen Schuhen zum riskanten Unterfangen. Bereits diese Anziehprozedur verleidet den Gang ins Freie. Zehn Minuten reichen, um sich ungeschützt Gliedmaßen abzufrieren. Die Medien geben Tipps, wie man sich vor Erfrierungen schützt. Besonders Obdachlose sind betroffen.

Schnee bedeckt nun allenthalben Lettland, Foto: LP

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