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Münster, 16.10.2019
Letten ehren die Möhre zum Erntedankfest PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 25. September 2011 um 15:11 Uhr

Mister BurkansRund um den Michaelstag dankt der Christ seinem Schöpfer für die vollbrachte Ernte. Auch die protestantischen Letten kennen diesen Brauch und sind dabei recht einfallsreich. Heiden können mitfeiern, denn es ist die Zeit der Tagundnachtgleiche. Vor dem Rathausplatz ehrten Letten erstmals eine ganz besondere Frucht, die Hasen und Kaninchen ebenso froh macht wie Kinder und Erwachsene. Das hat die Möhre nun wirklich verdient. Im Supermarkt ist sie ein lieblos präsentierter Allerweltsartikel, der vor allem preisgünstig sein muss. Ihre Billigkeit steht dem Anspruch jedes Lebewesens auf dieser Welt, etwas Besonderes zu sein, entgegen. Doch am 24. und 25. September richteten die Letten ihrem wichtigen Grundnahrungsmittel ein großes Fest aus. Künstler entdeckten die Möhre als Werkstoff. Kinder schauten vergnügt zu, wie sich Kaninchen in ihrem Dorf die schlankeste aller Rübengewächse einverleibten. Ein Herr Burkāns, also ein Herr Möhre, führte durch eine kleine Bühnenshow. Mit dem gelungenen Möhren-Festival, das nun alljährlich stattfinden dürfte, möchten sich die Letten auch ihren Gästen aus aller Welt präsentieren. "Das Burkānu-Festival bietet die Möglichkeit, Rigas Gästen zu zeigen: Wir sind kreativ und gastfreundlich, das in Lettland produzierte Gemüse ist das leckerste der Welt!” So schreiben es die städtischen Kulturschaffenden auf ihrer Webseite. Der Geschmack ist eine delikate Angelegenheit. Der Leser möge die Behauptung im nächsten Jahr selbst vor Ort überprüfen.

 

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Riga im Spätsommer 2011: Der Domplatz ist um eine Attraktion reicher - Aus Rigas Börse wird ein Kunstmuseum PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 28. August 2011 um 06:46 Uhr

Rigas Börse

Die Altstadt von Riga glänzt noch in den Farben des Sommers. Noch hält sich das Grün der Alleebäume. Die lettischen Schüler genießen die letzten Ferientage. Da heißt es: Taubenfüttern im Park oder ein Sonnenbad am Stadtkanal nehmen. Dieser ist seit mehreren Jahren eine Wasserstraße, nicht nur für Paddel- und Tretboote. Sogar motorisierte Personenschifffahrt findet nun Platz im engen Gewässer. Die Größe eines Vaporettos, eines venezianischen Wasserbusses, erreichen Rigas Barkassen nicht. Dennoch weisen die Rigenser stolz auf italienisches Flair. An den Ufern flaniert ein Brautpaar mit den Gästen. Sie installierten gerade an der kleinen Brücke am Basteiberg ein weiteres Liebesschloss. Auf diese Weise versperren hochzeitswillige Paare auch die Brückengeländer von Florenz und Rom. Nach zwei Jahrzehnten Unabhängigkeit ist der alte Hanse-Stadtkern von sowjetischen Funktionsbauten befreit. Die Fassaden der meisten Bürgerhäuser und Stadtpaläste sind restauriert. Im späten August kann der Tourist sein lettisches Bier noch draußen genießen. Gerade der Domplatz lädt dazu ein. “Platz” heißt auf Lettisch “Laukums” und auf Italienisch “Piazza”. Und der Platz unter Rigas größter Kirche hat von allen dreien etwas: Vom Biertisch aus fällt dem Riga-Besucher der frisch renovierte Palazzo ins Auge. Er war jahrelang hinter Baugerüsten verschwunden. Die Reiseführer verrieten zwar, dass es sich um “Rigas Börse” handele, doch der rätselnde Tourist vermisste jegliches hektische Broker-Getriebe.

Rigas Börse - Der restaurierte Palast ist nun für die Öffentlichkeit zugänglich, Foto: LP

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. September 2011 um 07:21 Uhr
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Osterzeit in Kuldiga PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 22. April 2011 um 08:34 Uhr

Osterdekoration in KuldigaKuldiga (deutschbaltisch: Goldingen) frohlockt in der Ostersonne. Diese malerische historische Kleinstadt im Zentrum Kurzemes (Kurland) ist ein passender Ort, um die höchsten christlichen Feiertage in angemessenem Rahmen zu begehen: Ruhig, idyllisch und friedlich, dennoch nicht verschlafen und langweilig. Zahlreiche Cafés, Restaurants und Hotels locken den Reisenden. Dieser kann durch die historische Altstadt mit ihren gut erhaltenen Holzhäusern schlendern. Regisseur Werner Herzog, der typische Fassaden einer Stadt vor dem Weltkrieg benötigte, nutzte Kuldiga als Kulisse für seinen Film Invincible. Der historisch Interessierte wird in Kuldiga auf den Spuren des Herzogs Jakob Kettler wandeln.

Osterdekoration auf der Hauptstraße in Kuldiga, Foto: LP

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. April 2011 um 08:35 Uhr
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Riga im Frühjahr 2011 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 16. April 2011 um 03:57 Uhr

Rote SchützenDie Roten Schützen schauen reichlich skeptisch auf den Touristenbus. Ob sie angemessen erwähnt werden? Jetzt ist nicht die Zeit für finstere Gesichter. Die Sonne erleuchtet das Geäst, bald werden sich auch in Lettland die Knospen regen. Noch zeigt sich die Landschaft kahl und wenig glanzvoll. Der Lette nutzt die Zeit, um braunes Laub und morsches Gehölz in den Gärten zu verfeuern. Zwischen der laubgesägten Biene Maja und dem lustigen Windrad steigen Rauchschwaden empor. Die Landschaft wird geputzt, bald wird in ihr neues Grün leuchten.

Denkmal der Roten Schützen vor dem Okkupationsmuseum, Foto: LP

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. September 2013 um 05:32 Uhr
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