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Münster, 17.8.2018
Die Turmspitze des Rigaer Doms strahlt im frischen Kupferglanz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 31. Oktober 2015 um 00:00 Uhr

Rigas kupferne DomspitzeÜber den Dächern der Rigaer Altstadt leuchtet seit einigen Woche die Domspitze. Monatelang war sie wegen Restaurierungsarbeiten verhüllt. Nun ist das erfreuliche Ergebnis sichtbar. Das vormals düstere Dach hat nun eine helle Kupferschicht. Schmied Pēters Koroļs verlieh auch dem Wetterhahn neuen Goldglanz. Die städtische Luftverschmutzung hatten seinem blechernen Gefieder schwer zugesetzt. Nun muss er wieder in 90 Metern Höhe seinen Kamm nach dem Wind richten. Die Dacherneuerung ist Teil der dringend notwendigen Restaurierungsarbeiten, die größtenteils aus dem Regionalen Entwicklungsfonds der EU finanziert werden.

Rigas erneuerte Domspitze, Foto: LP

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Lettland: Temperaturrekorde und Klimawandel PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 22. August 2015 um 00:00 Uhr

Wolken über LettlandLetten benutzen zuweilen das Wort "Anti-Rekords" für ein Höchstmaß, über das sich niemand freuen mag. Ob jüngste Hitzerekorde mit dem Vor-Wort "Anti" versehen werden sollten, muss die Leserin oder der Leser entscheiden. Anfang August verzeichnete der lettische Wetterdienst an einigen Orten Tagestemperaturen, die zuvor noch nie gemessen wurden. Hitzefans freuen sich darüber, wenn die Sonne auch in gemäßigten Breiten so richtig einheizt und die Thermometer mehr als 30 Grad anzeigen. Andere ermatten in der Schweißnässe und sehnen eine Witterung herbei, bei der auf den ausgespannten Regenschirmen mancher lustiger Zeitgenossen "Scheißwetter" zu lesen ist. Die Frage, ob tropische Tage an der Ostsee auf Klimawandel deuten, dürften Meteorologen mit einem Achselzucken beantworten. Ein Tagesrekord macht noch keine Klimakatastrophe. Allerdings registrierten die Forscher über Jahrzehnte einen Anstieg der lettischen Durchschnittstemperatur.

Wolkengebilde über Lettland, Foto: LP

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Riga Card - die lettische Hauptstadt zu Schnäppchenpreisen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 20. August 2015 um 00:00 Uhr

Altstadtgasse in RigaWir, die wir aus dem Lande der schwäbischen Hausfrau stammen, die Europa und der Welt die Schwarze Null gebar, wir kennen den Stress, rein zum privaten Vergnügen und ohne steuerabzugsfähige Spesenabrechnungen im Ausland unterwegs zu sein. Dort, nicht nur in Griechenland, befinden sich bekanntlich zahlreiche Ausländer, die an unser schönes Geld wollen. Da gilt es, die Banknoten im Brustbeutel fest zusammen zu halten, das Preis-Leistungs-Verhältnis des Gebotenen genauestens zu prüfen. Doch weil der Erwerb von gut und vor allem billig Ding auf diese Art ziemlich viel Weile haben will, wird der Kurztripper aus lauter Not um seinen Zahlungsverkehr vieles verpassen. Die Rigaer Tourismusagentur macht ihm daher seit diesem Sommer ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Die Riga Card. Die ist so recht nach Billigheimers Geschmack: Der Tourist spart um so mehr, je intensiver er diese Karte nutzt. Nach ersten Pressemeldungen wird Riga Card vor allem von deutschen Besuchern eifrig gekauft...

Rigas Altstadt lässt sich nun günstig mit Riga Card erkunden, Foto: LP

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Von Nutz und Frommen des Glockengeläuts PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 03. April 2015 um 00:00 Uhr

Macke-Bild: Straße mit KircheAn den Kar-Tagen schweigen die Kirchenglocken. Den Rheinländern wird erzählt, dass in dieser Zeit die Glocken nach Rom fliegen. Vor vielen Jahren, als der 1. April auf einen Karfreitag fiel, berichtete der WDR einmal, wie am Kölner Dom die Glocken abmontiert und zum Flughafen transportiert werden. Manchen, die zu nahe an einer Kirche wohnen und das Geläut als Lärm vernehmen, ist die Karzeit mehr Erlösung als Passion. Doch diese Leidgeprüften sind vermutlich in der Minderheit. Vielen Gläubigen und Ungläubigen würde etwas fehlen, wenn keine Glocken mehr in der Dämmerung zu hören wären, wenn sie für die Ewigkeit schwiegen. Der melancholische Klang rührt auch so manchen an, den Christliches sonst ungerührt lässt. Der eigenartige Glockenklang appelliert ans Seelische, an Hoffnungen und Verzweiflungen, die auf keinen klaren Begriff zu bringen sind. Den Zwergen einer lettischen Sage behagte das nicht. Sie beschlossen, die benachbarte Kirche zu zerstören, um dem unerträglichen Läuten das Ende zu bereiten. Die kleine Sage enthält nicht unbedingt eine christliche Botschaft, sie erzählt vielmehr vom Widerstreit zwischen Heidnischem und Christlichem, sogar von profanen Geldstücken ist die Rede. Das Ende erscheint so absurd, wie sich uns Erdenmenschen das Weltgeschehen eben darstellt. Vielleicht gefällt der Glockenklang, weil er der menschlichen Klage Töne verleiht, dass dieses absurde Beckett`sche Weltgetriebe, das nur mit grotesker Komik zu ertragen ist, nicht alles sein sollte. Unter "weiterlesen" finden Sie die deutsche Übersetzung der lettischen Sage "Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde ruhen", die, was der Titel nicht verrät, von einer Kirche, ihrer Glocke und einem sonderbaren Mädchen zur Osterzeit erzählt.

Bild: „Straße mit Kirche in Kandern“ von August Macke - Städtische Museen Freiburg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

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