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Münster, 14.12.2018

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Event-Kalender

Veranstaltung 

Titel:
Riga: Das Porträt in Lettland
Wann:
02.11.2018 - 24.02.2019 
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

Portrets Latvija. 20. Gadsimts. Sejas izteiksme. - Das Porträt in Lettland. Das 20. Jahrhundert. Der Ausdruck des Gesichts.

Dreifachausstellung im Hauptgebäude des Lettischen Nationalmuseums der Kunst, Großer Ausstellungssaal, Jana Rozentala laukums 1, Riga; Ausstellungshalle Arsenals, Großer Saal, Torna iela 1, Riga; Romans Suta und Aleksandra Belcova Museum, Elizabetes iela 57a, Wohnung 26, vom 2.11.18 bis 24.2.2019

Das Nationalmuseum organisiert zum Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten eine Großausstellung in gleich drei Mueumssälen. Sie ist der Geschichte der lettischen Porträtmalerei gewidmet, die zugleich die historische Entwicklung des Landes widerspiegelt. Zu sehen sind Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien und Videoinstallationen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Die Exponate stammen nicht nur aus dem Bestand des Nationalmuseums, sondern auch aus den Museen für Literatur und Musik, dem städtischen Museum von Tukums und aus privaten Sammlungen. Für Kuratorin Ginta Gerharde-Upeniece stellt sich die Frage über den Status der Porträtmalerei im 20. Jahrhundert bis in unsere Zeit: „Das Porträt ist das künstlerische Vermögen, einen Dialog mit dem Modell zu schaffen. Es drückt eine kritische Einstellung zum Abgebildeten und sich selbst aus, daher stellt es viel mehr dar als ein fotografisches Dokument oder eine psychologische Erzählung. Indem es Jahrtausende alte Grenzen überschreitet, umfasst das Porträt des 20. Jahrhunderts sowohl Traditionen symbolischer und kanonischer Art als auch kodierte, zwischen den Zeilen zu lesende geheime Botschaften sowie die strukturellen Gegensätze des zeitgenössischen Kunstprozesses.“ Im Hauptgebäude des Nationalmuseums werden die Werke von Porträtmalern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgestellt, unter ihnen Bilder von Janis Rozentals, Johans Valters, Gustavs Skilters, Jekabs Kazaks, Jazeps Grosvalds, Teodors Zalkalns, Oto und Uga Skulmes, Valdemars Tone, Ludolfs Liberts u.a. In der Ausstellungshalle Arsenals kann man Porträts betrachten, die nach 1950 entstanden sind, darunter Werke von Janis Pauluks, Dzemma Skulme, Imants Lancmanis, Miervaldis Polis, Liga Purmale, Maija Tabaka, Boriss Berzins, Biruta Baumane, Lea Davidova-Medene, Karlis Zemdega, Karlis Baumanis, Arta Dumpe, Janis Mitrevics, Glebs Pantelejevs, Egons Spuris, Gunars Binde, Inta Ruka u.a. Zudem sind im Romans Suta und Aleksandra Belcova Museum Karikaturen der letzten 100 Jahre zu betrachten. Gerharde-Upeniece betont, dass das Porträt auch die historische Entwicklung Lettlands widerspiegelt: „Das Porträt dokumentiert in direkter oder indirekter Art die Ausformung der Geschichte, Gesellschaft, des sozialen und kollektiven Gedächtnisses Lettlands, den Ausdruck nationaler Identität, die Entstehung des Staates, politische Zusammenhänge und den Tribut an Ideologien, vom staatlichen Auftrag bis zur freien Interpretation, von der Repräsentation bis zur Privatheit und Intimität. Die Ausstellung zeigt das 20. Jahrhundert als vergangene Epoche – eine Zeit, in der der lettische Staat entstanden ist und gestaltet wurde, in der er seine Unabhängigkeit verlor und sie erneuert wurde.”


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