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Münster, 09.12.2019

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Event-Kalender

Veranstaltung 

Titel:
Riga: Iwan Aiwasowski
Wann:
02.11.2019 - 05.01.2020 
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

 

Riga: Die Metaphysik des Lichts - Die Malerei Iwan Aiwasowskis (1817-1900)

Kunstmuseum Rigas Birza, Großer Ausstellungssaal, Doma laukums 6, Riga, bis 5.1.2020

Aiwasowski stammte aus einer armen armenischen Händlerfamilie, dennoch gelang ihm mit Hilfe von Förderern, die Petersburger Kunstakademie zu absolvieren. Der Legende nach war man auf ihn aufmerksam geworden, weil er es verstand, mit Kohle Hauswände zu bemalen. Auf Wunsch von Zar Nikolaus I. wurde der französische Marinemaler Philippe Tanneur sein Lehrer. Der Zarenhof finanzierte ihm Reisen durch Europa, eine führte ihn über Berlin, Dresden, Wien, Triest, Venedig und Florenz nach Rom. Danach präsentierte er in Amsterdam seine erste Einzelausstellung. Nach seiner Rückkehr nach Petersburg empfing ihn Nikolaus I. Der Zar ernannte ihn zum Maler des Marinestabes. Aiwasowski ist einer der populärsten russischen Maler des 19. Jahrhunderts. Etwa 6.000 Bilder soll er gemalt haben. Trotz ihrer Masse erzielen sie auf Auktionen hohe Preise. Kuratorin Ksenija Rudzite: „Grundlage der Ausstellungskonzeption ist die Absicht, Werke aus verschiedenen Perioden des Meisters zu zeigen, wobei das Licht und Lichteffekte die wichtigsten Kompositionselemente bilden. Den Kern der Ausstellung bilden Gemälde aus Museumssammlungen Lettlands, Estlands und der Ukraine, die ein Thema eint: Die Variationen des Lichts. Aiwasowskis Kunst, die solche unfasslichen Erscheinungen wie Wasser und Licht gestaltet, zeugt vom vertieften Interesse des Urhebers an der Erforschung von Naturerscheinungen, einem phänomenalen Gedächtnis und einer entwickelten Maltechnik. Um die wahrgenommenen Lichteffekte oder die Durchsichtigkeit des Wassers zu gestalten, benutzte Iwan Aiwasowskis eine komplizierte Lasurtechnik und einen besonderen Pinselstrich. Sonnenauf- und -untergang, Sonne im Zenit, das verstreute Licht des Nachmittags, Mondschein – diese vielgestaltigen Lichtmetamorphosen bedingen die besondere farbige Feinheit und die Stimmungsnuancen von Aiwasowskis Gemälden. Das Licht, das in den Wassern des Meeres leuchtet oder durch die Wellen glänzt, ist eines der charakteristischsten Merkmale dieser Malerei, die alle Schaffensperioden des Künstlers auszeichnet.“ Die Ausstellung umfasst 23 Werke verschiedener Genre: Marine, historische Kompositionen und Landschaften, darunter: „Meereslandschaft (Abend)“ von 1855, „Blick auf den Vesuv vor dem Ausbruch“ von 1885, „An Puschkins Küste des Schwarzen Meeres“ von 1897. Zudem ist das Bild „Nebel auf dem Meer“ zu sehen, das Aiwasowski anlässlich seiner Werkausstellung in Riga im Jahr 1886 der Stadt überreichte.


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