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Münster, 09.12.2019

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Event-Kalender

Veranstaltung 

Titel:
Riga: Ein nicht verabredetes Treffen
Wann:
29.11.2019 - 23.01.2020 
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

Riga: Nenorunatas tiksanas – Ein nicht verabredetes Treffen

Ausstellungshalle Arsenals, Großer Saal, Torna iela 1, Riga, bis 23.1.2020

Diese Gastausstellung des Zentrums für Zeitgenössische Kunst (LMMC) widmet sich der Frage, wie sich das Genre Science Fiction auf die Kunsttheorie ausgewirkt hat, sowohl historisch als auch in zeitgenössischen Arbeiten. Den Titel übernahmen die Kuratorinnen von einem Sammelband der russischen Bestseller-Autoren Arkadi und Boris Strugazki, der 1987 in Riga erschienen ist. Die sowjetischen Machthaber förderten Science Fiction, ihre wissenschaftlichen und technischen Visionen schienen zur eigenen Ideologie zu passen. Doch auch diese Kunst und Literatur war einer strikten Zensur unterworfen, die es nicht gestattete, Meinungen kundzutun, die das Herrschaftssystem infrage gestellt hätten. Als Beispiele für eine solche Kunst, die unter ideologischer Kontrolle stand, werden vier Ausstellungen zum Thema „Wissenschaft und Science Fiction“ dargestellt, die zwischen 1975 und 1982 in Riga zu sehen waren. Die Künstler visualisierten in ihren Arbeiten die Eroberung des Weltraums, Revolutionen wissenschaftlicher und technischer Art, aber auch ökologische Gefahren und andere Interpretationen der Zukunft. Ebenso kritisch betrachten die Ausstellungsmacher heutige Entwicklungen, mit denen sich die zeitgenössischen Künstler befassen: „Andererseits erfolgt heutzutage eine noch nicht dagewesene technologische Entwicklung, deren Aufschwung mit einem ebenso raschen sozialpolitischen Prozess in Richtung eines rechten Konservatismus` kontrastiert. Ebenso wie an verschiedenen Wendepunkten der Geschichte wächst auch heutzutage das Interesse an einer wissenschaftlichen Fantastik, die sich in progressiven Utopien ausdrückt oder mit bedrohlichen Dystopien provoziert. Parallel zum Zusammenhang der Science Fiction mit Wissenschaft und Technologie, die in Utopien dargestellt sind, werden jene Fragen wie Kolonialismus, Klassen, rassische und geschlechtliche Ungleichheit und die drohenden ökologischen Katastrophen erörtert.“ An der Ausstellung beteiligen sich folgende Künstlerinnen und Künstler: Ieva Balode, Anton Vidokle, Kristaps Epners, Zenta Logina, Viktors Timofejevs, Deimantas Narkevicius, Arturs Virtmanis, Pakui Hardware, Ylva Westerlund, Ann Lislegaard, Sif Westerberg, Vladislav Shapovalov, Nash Glynn, Driant Zeneli, Arturs Rinkis, Auseklis Bauskenieks, Bahar Noorizadeh u.a.


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