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Münster, 19.9.2020

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Event-Kalender

Veranstaltung 

Titel:
Daugavpils: Caro Jost
Wann:
07.02.2020 - 14.04.2020 
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

 

Daugavpils: Caro Jost – Die letzten Spuren abstrakter Expressionisten

Mark-Rothko-Zentrum, Daugavpils, vom 7.2. bis 12.4.2020

Ihre Werke nennt die in München geborene Künstlerin „Ground Zero, New York“, dessen Bedeutung dem Betrachter bekannt sein dürfte, aber auch „Central Park West / 61th Street, New York“ oder „Burdenko 8, Moskau“. Bei diesen Adressen kommt wohl auch mancher Kunstbeflissene ins Rätseln (laut wikipedia.de handelt es sich um den Sterbeort Max Beckmanns bzw. um ein ehemaliges Wohnhaus Wassily Kandinskys). Jost nutzt solche Orte für ihre Streetart-Kunst, die sie im Jahr 2000 entwickelte. Sie nimmt an bedeutungsvollen Orten Abdrücke von Straßen, Wegen und Bürgersteigen, um aus ihnen Kunstwerke zu gestalten. Für die Kuratorin Tatjana Cernova ist das „eine spezifische Methode, um unsichtbare Spuren der Vergangenheit wieder sichtbar zu machen, indem sie sie authentisch darstellt und in einen laufenden zeitgenössischen Kontext stellt.“ Cernova weist auf die Bedeutung des abstrakten Expressionismus` in Bezug auf die Künstlerin hin, die u.a. die Arts Students League in New York besuchte, an der George Grosz ein Lehrer und Man Ray, Roy Lichtenstein und Mark Rothko Schüler gewesen waren: „Die Bewegung des Abstrakten Expressionismus, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in New York auftauchte, hatte unleugbar einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst und wurde für Caro Jost ein Gegenstand ihres Interesses. Sie besuchte die ehemaligen Ateliers von Mark Rothko, Hans Hofmann, Peggy Guggenheim, Jackson Pollock, Clyfford Still, Willem de Kooning, Arshile Gorky, Adolph Gottlieb, Franz Kline, Barnett Newman und Ad Reinhardt, entdeckte Spuren, machte `Streetprints` und Filme, die an die Orte erinnerten. Dieser Aufwand erbrachte die Filmdokumentation „Letzte Spuren des Abstrakten Expressionismus“ als Ergebnis. Die Künstlerin betrachte ihre Arbeit als eine Darstellung der Zeit, der Bewegung, der Flüchtigkeit und der erfolglosen Versuche, einen Moment für die Ewigkeit festzuhalten. „Caro Jost dokumentiert nicht durch realistische Fotografie, Zeichnungen oder kartographische Erinnerungen, sondern sie konzeptualisiert die Relikte der Vergangenheit in einem abstrakten Bild,“ erläutert Cernova. Caro Jost wurde durch Ausstellungen in Berlin, München und Ingolstadt bekannt. Ihre Arbeiten sind in Museen Mexiko Citys, New Yorks, Maines, Münchens und Venedigs zu sehen.


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