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Münster, 03.8.2020

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Event-Kalender

Veranstaltung 

Titel:
Riga: Una Hamilton Helle, Eltons Kuns, Uma Breakdown, Erik Martinson - Alles Leben ist grün
Wann:
02.07.2020 - 23.08.2020 
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

 

Riga: Kim?”, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Sporta iela 2 k-1, Riga, bis 23.8.2020

Das Künstlerquartett ließ sich vom Science-Fiction-Genre inspirieren. Im Roman “All Flesh is Grass” von 1965 erzählt Clifford D. Simak von einer Kleinstadt, die auf unerklärliche Weise durch eine unsichtbare Barriere vom Rest der Welt abgeschnitten wird. Der Hauptfigur Brad Carter gelingt es, mit den eigenartigen Kreaturen, die die sonderbare Sperre errichteten, Kontakt aufzunehmen. Er wird zum Botschafter dieser außerirdischen Lebewesen, die eine blütenartige und purpurfarbene Gestalt haben. Er plädiert dafür, dass alle Lebewesen des Alls friedlich koexistieren. Der Spruch “All Flesh is grass” (Alles Fleisch ist Gras) ist eine traditionelle Grabinschrift, die den Toten gewidmet ist, die sich wieder mit der Erde vereinigt haben, um den Lebenszyklus zu erneuern. Pflanzen sind auch Protagonisten des Films “The plants are Watching (The Kirlian Witness)” von 1979. Regisseur Jonathan Sarno drehte diesen Streifen, der als erster botanischer Thriller der Filmgeschichte gilt. Rilla, die Hauptfigur, will den frühzeitigen Tod ihrer Schwester aufklären, entdeckt dabei deren Zuneigung zu Blüten und Blattwerk. Durch ein Buch, das sich mit dem geheimen Leben der Pflanzen beschäftigt, wird Rilla auf ein bestimmtes Gewächs aufmerksam, das stiller Zeuge des Mordes an ihre Schwester ist. Rilla versucht, sich mit der Pflanze zu verständigen, um den Mörder zu finden.

Inspiriert durch diese Vorlagen gestalten die Vier die Kim?-Räume als Stätte für Live-Theater und Online-Spiele. Sie richteten ein stilisiertes Laboratorium ein, ein Synthesizer sorgt für sphärische Klänge, mit Erde gefüllte Gefäße sind zu betrachten, die Geigen-Feige (Ficus Iyrata) präsentiert sich vor dem grünen Hintergrund eines Bildschirms. Im Lauf der Ausstellung werden nach und nach weitere Objekte die Räume anfüllen. Das Spiel berücksichtigt sowohl physische als auch virtuelle Szenarien und soll zuletzt öffentlich erprobt werden. Die ausgedachten Grenzen einer artübergreifenden Kommunikation werden als Ausgangspunkt für spekulatives Material betrachtet und jede Verbindung mit Lebewesen wird mit Achtung begegnet.

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