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Münster, 28.9.2020

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Event-Kalender

Veranstaltung 

Titel:
Riga: Rakan, Japans Okimono-Kunst
Wann:
05.09.2020 - 11.10.2020 
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

Riga: Asiens Kunstgeschichten: Rakan/ Japans Okimono-Figur

Beständige Ausstellung im Kunstmuseum Rigas Birza, Doma laukums 6, Riga, bis 11.10.2020

Ausnahmsweise lässt sich hier etwas von einer Dauerausstellung berichten. Im internationalen Kunstmuseum ist noch bis zum 11. Oktober die japanische Okimono-Figur “Rakan” zu betrachten, die um die vorletzte Jahrhundertwende geschaffen wurde. Okimono bezeichnet eine besondere japanische Schnitzkunst aus Elfenbein oder Buchsbaum, die in der Zeit des Kaisers Mutsuhito (1868-1912) in Mode kam. Seine Regierungszeit gilt als Epoche staatlicher Reformen, der Orientierung an den Westen, aber auch der Militarisierung des Landes. Okimono-Figuren waren im Westen begehrt, wo der “Japanismus” das künstlerische Interesse am fernöstlichen Inselstaat signalisierte.

Rakan ist die Bezeichnung für einen Schüler Buddhas, der das höchste Bewusstseinsstadium erreicht hat und die Weisheit seines Lehrers teilt. Viele Details der Figur symbolisieren Buddhas Lehre. Dieser Rakan stammt aus dem Nachlass des lettischen Künstlers Gederts Eliass, der in Brüssel und Paris studiert und viele westeuropäische Museen besucht hatte. Ihn hatte neben dem Japanismus offenbar ein ganzer “Asiatismus” überwältigt: In seiner Sammlung befanden sich neben japanischen auch viele chinesische und indische Arbeiten. Seit 1987 sind sie im Besitz des Nationalen Kunstmuseums.

Anlässlich der Rakan-Präsentation erklärt Kuratorin Kristine Milere den Sinn und die Machart dieser Dauerausstellung: “Der Ausstellungszyklus `Asiens Kunstgeschichten` ermuntert, bestimmte Sujets, Techniken, Funktionen bestimmter Kunstwerke ebenso wie ihre philosophische, religiöse, ästhetische und kontextuelle Bedeutung offenzulegen und nachzuvollziehen. Asiatische Kunst ist für westliche Besucher stets faszinierend aufgrund ihrer ungewöhnlichen Vielfalt der Formen und Funktionen und der nur die asiatischen Kulturen kennzeichnenden ästhetischen Sichtweise. Die LNMM-Asienkollektion bewahrt mehrere tausend Kunstwerke aus Ländern des Nahen und Fernen Ostens, in der Galerie des Ostens sind allerdings nur ein Teil von ihnen ausgestellt. Im Rahmen des Zyklus` machen wir ungewöhnliche Geschichten zugänglich, die sonst oft unbeachtet bleiben, indem wir ein bestimmtes Kunstwerk oder eine Gruppe von Exponaten zeitweise ausstellen.“


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