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Münster, 26.6.2017
Die Johannisnacht in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 24. Juni 2017 um 09:27 Uhr

Feiern mit Eichenlaub, Blumenkränzen und Folkrock

Ligo-Schrift an der HaupttribühneAm Ligo-Tag, am 23. Juni, ist der ganzen Stadt anzumerken, dass sich die Einwohner auf ein großes Fest vorbereiten. Eichenlaub ziert den Kühlergrill mancher Autos, Busse und Bahnen sind mit dem Stadtwappen beflaggt, aus den Taschen der Frauen ragen Wiesenblumen. Man kann sie an den Marktständen kaufen. Diesmal haben die Städter Glück. Jene, die der eigentliche Star und Kultobjekt dieses Festes ist, strahlt, verbirgt sich diesmal nicht hinter dunklen Wolken: Die Sonne zeigt sich an einem ihrer längsten Tage, nur ist es windig und schon am frühen Abend recht frisch.

Ligo-Schriftzug an der Haupttribühne auf der Rigaer Großveranstaltung zum Johannisfest vom 23. bis 24. Juni 2017, Foto: LP

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Streit um die Besitzverhältnisse der Rigaer Petrikirche PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 18. Juni 2017 um 00:00 Uhr

Nationalkonservative geben der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (LELB) den Vorzug

Petrikirche in RigaIhr schlanker, zierlicher Turm ist mit 123 Metern der höchste in der Rigaer Altstadt und ein markanter Punkt in deren Skyline. Er überragt den Rigaer Dom, den ehemaligen Sitz des katholischen Bischofs. Der Bau der Petrikirche im 13. Jahrhundert war ein architektonisches Zeichen der Kaufleute, der bischöflichen Macht etwas entgegenzusetzen. Hier wurde Andreas Knöpken 1524 Archidiakon und damit begann hierzulande die Reformation. Zur selben Zeit wurden die Gotteshäuser von Bilderstürmern heimgesucht. Auch der Altar der Petrikirche wurde zerstört. Ein Altarbild des Luther-Fans Albrecht Dürer ging entweder bei dieser Gelegenheit oder bei den späteren Kalenderunruhen verloren. Überhaupt war das gotische Bauwerk Objekt mancher Zerstörungen und Umbauten. Der hölzerne Turm wurde durch Blitzeinschlag, Brand und zuletzt beim Angriff der deutschen Wehrmacht 1941 zerstört. In der Sowjetzeit wurde die Kirche wieder aufgebaut, der Turm als sichere Metallkonstruktion neu errichtet. Fortan diente die Petrikirche nicht sakralen, sondern profanen Zwecken: Für Konzerte und Ausstellungen. Seit der Unabhängigkeit ist nicht endgültig geklärt, wer der Besitzer dieses historischen Bauwerks ist. Derzeit ist lediglich die Stadt Riga im Grundbuch eingetragen. Das Dezernat für Bildung, Kultur und Sport organisiert die Veranstaltungen, der lettische Staat finanziert Restaurierungsarbeiten. Nun schlug die Nationale Allianz vor, die Kirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (LELB) zu übereignen. Doch dieser Plan stößt auf Widerstand.

Die Petrikirche in Riga mit ihrem markanten Turm, dahinter der Dom, Foto: By User:Moralist - Paša darbs, Neaizsargāts darbs, Saite

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Erstmals gewinnt eine lettische Sportlerin ein Grand Slam-Turnier im Tennis PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Sonntag, den 11. Juni 2017 um 10:04 Uhr

Jelena Ostapenko

Wer ist Jelena Ostapenko?

Am 8. Juni ist Jelena Ostapenko zwanzig geworden. Sie bekam ein ganz besonderes Geburtstagsständchen, dargebracht von einer begeisterten Menge im ausverkauften Pariser Stadion Roland-Garros. Die so Geehrte ließ sich nicht lumpen: Im Halbfinale der Offenen Tennismeisterschaften von Frankreich besiegte die ungesetzte Lettin anschließend, in einem Duell zweier krasser Außenseiterinnen, die auf Position 30 gesetzte Schweizerin Timea Bacsinszky. Deren Name hört sich ungarisch an, aber die im Vergleich zu Ostapenko auf den Tag genau zehn Jahre ältere Eidgenossin ist in Lausanne geboren. Das Ständchen galt also beiden Akteurinnen.

Die lettische Tennisspielerin Jelena Ostapenko, Foto: Carine06 from UK - Jelena Ostapenko, CC BY-SA 2.0, Link

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