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Münster, 20.4.2018
EU-Abgeordneter Sven Giegold fordert „strenge“ EZB-Eingangsprüfung für Citadele-Bank PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 20. April 2018 um 08:20 Uhr

„Sumpf des schmutzigen Geldes“

Citadele-Zentrale in RigaGiegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen/ EFA-Fraktion, schrieb der Vorsitzenden der EZB-Bankenaufsicht, Daniele Nouy, am 17. April 2018 einen Brief. Darin fordert er die Bankenprüferin auf, die Citadele-Bank besonders gründlich zu kontrollieren. Nach der Pleite der ABLV ist nun die Citadele die drittgrößte lettische Bank. Nouys Behörde kontrolliert die drei größten lettischen Kreditinstitute, neben der Swedbank und der SEB nun auch die Citadele. Nach Giegolds Auffassung habe der SSM, der Single Supervisory Mechanism – so lautet der offizielle Name der Bankenaufsicht – im Falle der ABLV versagt: „Nach dem unrühmlichen Scheitern der ABLV-Bank muss ein weiteres peinliches Aufsichtsversagen um jeden Preis vermieden werden. Citadel hat einen beträchtlichen Anteil an ausländischen Kunden. Die EZB sollte eine gründliche Eingangsprüfung durchführen, bevor sie die direkte Aufsicht über die Citadel Bank übernimmt. Die Eingangsprüfung sollte als vollständige Überprüfung der Qualität der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der Geldwäscherisiken durchgeführt werden.“ (sven-giegold.de)

Die Citadele-Zentrale in Riga, Foto: LP

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Programm der Domus-Rigensis-Tage vom 6. bis 8. Juli 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 14. April 2018 um 00:00 Uhr

100 Jahre lettische Republik

Kirche von KalnciemsBereits zum 27. Mal organisiert der deutsch-lettische Kulturverein Domus Rigensis im Juli sein umfangreiches Kulturprogramm, die Domus-Rigensis-Tage. Er ist diesmal dem 100jährigen Jubiläum der lettischen Staatsgründung gewidmet. Vereinsmitglieder und Gäste können sich auf Vorträge, Musik und Tanz sowie einen Ausflug zu historischen Stätten der gemeinsamen lettisch-deutschbaltischen Geschichte freuen. Vortragende sind diesmal zwei bekannte Intellektuelle des lettischen Geisteslebens: Der Sozialwissenschaftler Ivars Ijabs erörtert das umstrittene Wirken des Geistlichen Andrievs Niedra, der im Auftrag der deutschen Reichswehr zeitweilig eine Marionettenregierung anführte. Der Kunsthistoriker Ojars Sparitis, Leiter der Wissenschaftlichen Akademie und selbst langjähriges Domus-Rigensis-Mitglied, wird die Aufzeichnungen des deutschbaltischen Arbeiterkindes Dagmar Kopfstahl präsentieren, welche sie als Heranwachsende zur Zeit des Ersten Weltkriegs und der Staatsgründung anfertigte. Hier das Programm der diesjährigen Veranstaltung.

Die Kirche von Kalnciems, auf dem Kirchhof befinden sich deutsche, lettische und russische Soldatengräber, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gepflegt werden. Die Kirche ist ein Ausflugsziel der diesjährigen Domus-Rigensis-Tage (LP: hier), Foto: Saite

 

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Lettische Regierung will Konten für Offshore-Firmen untersagen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 12. April 2018 um 00:00 Uhr

Geldwäsche an der Daugava zukünftig verboten

Panama-City"Wir sind näher als die Schweiz," so warb die lettische Parex-Bank in den 90er Jahren in russischen Medien. Das war eine Einladung für alle unehrlichen Kapitalanleger, die Geld vor dem Fiskus auf einem Konto jenseits der Grenze verbergen wollten, also dort, wo die Besteuerung gering und die Kontrollen lax waren. Kurz nach der Unabhängigkeit zählte man in Lettland 67 Banken. Die Kunden kamen häufig aus anderen Ländern. Sie besaßen mehr als die Hälfte aller Geldeinlagen. Es war ein Geschäft mit Risikoklienten und unsicherem Ausgang. Die Parex-Bank stand Ende 2008 vor der Pleite. Sie galt als systemrelevant, musste mit Steuermilliarden `gerettet` werden. Die lettische Wirtschaft geriet nach der Bankenkrise der 90er Jahre abermals in eine schwere Rezession. Der Versuch lettischer Politiker, Banker und Lobbyisten, mit Offshore-Inseln um anrüchiges Geld zu konkurrieren, ist gescheitert. Jetzt zieht die Regierung die Konsequenz. Noch in diesem Monat will sie ein Gesetz durch das Parlament bringen, das lettischen Bankern verbietet, für Offshore-Firmen Konten einzurichten.

Das Bankenviertel von Panama-City - Es wurde durch die Panama-Papers und als Sitz von Offshore-Firmen, die auch mit Lettland Geschäftsbeziehungen unterhalten, bekannt, Foto: Von Dronepicr - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Link

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