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Münster, 17.8.2018
Lettland: Holocaust-Gedenktag am 4. Juli PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 05. Juli 2018 um 11:08 Uhr

Die Gespenster des 20. Jahrhunderts mit Bildung vertreiben

Kranzniderlegung am 4. Juli 2018"Das zwanzigste Jahrhundert hat in der lettischen Geschichte mehrere tiefe Narben hinterlassen. Eine von ihnen ist der 4. Juli 1941, als die ersten Opfer in der angezündeten Synagoge zugrunde gingen, dieser Tag wies den Weg zu den Massenmorden in den Wäldern von Bikernieki und Rumbula. Leider sind auch heute die Gespenster des zwanzigsten Jahrhunderts nirgends verschwunden. Konflikte und Krieg ereignen sich sowohl in nahen als auch in fernen Regionen. Im gesellschaftlichen und öffentlichen Raum bereitet sich der Boden für Fremdenfeindlichkeit, Hass und Intoleranz gegenüber allen anderen. Die Hoffnung des heutigen Tages basiert darauf, sich die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit zu vergegenwärtigen." (president.lv) Mit diesen Worten gedachte Staatspräsident Raimonds Vejonis der Holocaustopfer an der Synagogen-Ruine auf der Gogolstraße in Riga. Der 4. Juli ist Lettlands nationaler Holocaust-Gedenktag als Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Besatzer, bei denen einige hundert Letten im Arajs-Kommando kollaborierten.

Kranzniederlegung am 4.7.2018 am Denkmal für jene Letten, die Juden retteten: Neben Parlamentspräsidentin Inara Murniece: Staatspräsident Raimonds Vejonis und Ministerpräsident Maris Kucinskis, Foto: Ieva Abele, saeima.lv

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Lettland: Berliner "Buddies" bitten um Spenden für die medizinische Behandlung von Kindern PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 30. Juni 2018 um 00:00 Uhr

Auf dem Rigaer Domplatz ist demnächst der Bär los

Buddy in CharlottenburgBerlins Wappentiere, die Bären, gehen seit 2002 in einer knuffligen Teddy-Variante auf Weltreise, um als Botschafter des Friedens und der Völkerverständigung ein sympathisches Deutschlandbild zu vermitteln (buddy-bear.com). Jede dieser zwei Meter hohen Kunststoffskulpturen werden von Künstlern, vereinzelt auch von Schülergruppen bemalt. Inzwischen hat diese Berliner Bärenfamilie mehr als 2000 "Buddies", so ihr offizieller anglophiler Name, der so viel wie "Kumpel" oder "Freund" bedeutet. Die Buddies sind in allen Teilen der Erde zu finden, sie besuchen Ausstellungen, Kunstevents oder begrüßen Besucher vor deutschen Botschaften. Etwa 150 von ihnen (die Zahlen schwanken), welche die Mitglieder der Vereinten Nationen verkörpern, gehen regelmäßig auf Welttournee. Sie haben sogar etwas gemacht, was bislang nicht einmal Donald Trump gewagt hat: Sie besuchten 2008 die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang. Vom 12. Juli bis 22. August 2018 werden die Bären-Kumpel auf dem Rigaer Domplatz aufgestellt. Dies ist ein offizielles Geschenk der Bundesrepublik Deutschland zum 100jährigen Staatsjubiläum der lettischen Republik.

Berliner Buddy "Freund Nr. 2" vor dem Rathaus Charlottenburg, Foto: Angela M. Arnold, Berlin - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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Gespaltene EU: Nicht Immigration, sondern Emigration ist Lettlands Problem PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 27. Juni 2018 um 00:00 Uhr

Der Staat, der seine Bürger im Stich ließ

Zollamt WylUngewollte Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer, aussichtslose EU-Gipfel zum Thema Geflüchtete und Merkels Regierungskrise - das alles wird in den lettischen Medien nur am Rande vermerkt. Lettland nimmt nur wenige Menschen aus den Kriegs- und Krisengebieten auf und jene, denen ein Aufenthaltsrecht gewährt wird, wollen nicht bleiben, weil sie von staatlichen Stellen nicht derart unterstützt werden, dass sie den beruflichen Neubeginn schaffen (LP: hier). Lettland hat kein Immigrations-, sondern ein Emigrationsproblem: Seit Jahrzehnten verlassen lettische Einwohner ihre Heimat, um in den reicheren westeuropäischen Ländern ein besseres Auskommen zu finden. Neben den niedrigen Gehältern und der schlechten sozialen Absicherung ist auch mangelnde Wertschätzung für die geleistete Arbeit ein Grund, Lettland den Rücken zu kehren.

Sollen die Zollhäuser wie hier in Kranenburg an der deutsch-niederländischen Grenze wieder eröffnet werden? Dies widerspräche dem Freizügigkeitsprinzip innerhalb der EU. Die Arbeitsmigration ist eine Realität, der sich die Gesetzgebung auf nationaler und internationaler Ebene nur mangelhaft angepasst hat, Foto: Von Kranenburger - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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