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Münster, 28.9.2020
Das weißrussische Atomkraftwerk Astrawez wird mit Brennstäben bestückt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 29. August 2020 um 00:00 Uhr

Lukaschenkos “schöner Bau” bald fertig

Atomkraftwerk AstrawezIm Schatten der weißrussischen Unruhen bleibt von der internationalen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, dass das Atomkraftwerk Astrawez (oder Ostrovets) kurz vor der Fertigstellung steht. Seit 2011 plant Alexander Lukaschenko, dessen Land besonders heftig von der Tschernobyl-Katastrophe heimgesucht wurde, sein an sowjetische Zeiten erinnerndes Prestige-Projekt. Es werde schön gebaut und es sei in seiner Konstruktion und Effizienz beispielhaft, meinte er vor einigen Jahren (LP: hier). Weißrussische Behörden informierten am 7. August 2020 ihre litauischen Kollegen, dass das Akw jetzt mit Kernbrennstäben bestückt werde. Nun wachsen in Litauen und Lettland die Befürchtungen. Die Balten werfen dem Nachbarland vor, internationale Sicherheitsstandards nicht zu beachten. Der lettische Ministerpräsident Krisjanis Karins will keinen Strom mehr aus Weißrussland beziehen, falls Astrawez am Jahresende ans Netz gehen sollte. Litauens Regierung appelliert an die USA, nun ähnlich wie bei Nord Stream 2 auch in dieser Angelegenheit einzugreifen.

Baugelände des Akw Astrawez im Jahr 2016, Foto: CC BY-SA 4.0, Link

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Covid-19-Länderliste des SPKC vom 28.8.2020 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 28. August 2020 um 14:54 Uhr

Laut Angaben des lettischen SPKC steigen die Infektionszahlen weiter. Nun führt die Liste nur noch wenige europäische Staaten auf, von denen aus weiterhin nach Lettland eingereist werden darf, ohne in 14tägige Quarantäne zu müssen, falls noch eine Möglichkeit besteht, bei Transitreisen die Risikoländer zu umgehen. Unter “weiterlesen” finden Sie die aktuelle Liste.

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Riga: Keine “Covid-19-Radwege” in diesem Jahr PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 27. August 2020 um 00:00 Uhr

Planung provisorischer Radwege gescheitert

Schlechter Fahrradweg in Riga“Wenn ein derart entwickeltes Land wie Deutschland in der Lage ist, vom Autoverkehr abgetrennte Radwegenetze innerhalb von zehn Tagen nach dem Beschluss einzurichten, dann hat Lettland überhaupt keine Ausrede, das nicht noch schneller zu vollbringen,” meinte Rigas Bürgerinitiative “Eine Stadt für die Menschen” (pilsetacilvekiem.lv) Ende April und forderte die Verantwortlichen auf, wegen der Covid-19-Pandemie provisorische Radwege zwischen dem Zentrum der lettischen Hauptstadt und den dicht besiedelten Außenvierteln vom Autoverkehr abzugrenzen. Die Initiative hatte dazu bereits virtuelle Bilder auf ihrer Webseite veröffentlicht. Die Umweltschutzorganisation Zala Briviba verlangte in einem Brief an die lettische Regierung, es Neuseeland gleichzutun: “Viele Städte in der Welt, darunter Berlin, Budapest, Paris, Montpellier, Denver, Vancouver, Montreal, Winnipeg, Portland haben begonnen, provisorische Radwege einzurichten, Neuseeland ist das erste Land der Welt, dessen Regierung einen solchen Ausbau der Infrastruktur zu 90 Prozent mitfinanziert.” (zalabriviba.lv) Der Stadt Riga jedoch will es nicht gelingen, zu den Weltmetropolen aufzuschließen; in ihr müssen sich die Radlerinnen und Radler mit einem ohnehin nur 68 Kilometer langen Radwegenetz begnügen, also mit einem, das kaum größer ist als dasjenige von Kleinstädten wie Ventspils oder Jurmala (Zum Vergleich: Mönchengladbach hat 420 Kilometer und gilt in Deutschland als ziemlich unattraktive Stadt für Radfahrer). Wegen Termin- und Planungsstreitigkeiten kündigte das Verkehrsdezernat den Vertrag mit dem Ingenieurbüro, das die provisorischen Radwege planen sollte. Fahrradfahrer hatten in der Verkehrsplanung der Rigaer Behörden jahrzehntelang keine Bedeutung.

Lettlands Fahrradfahrer auf schlechten Wegen, Foto: LP

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