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Münster, 11.7.2020
Lettische Regierung will Corona-Ausnahmezustand nicht verlängern, aber Sonderbestimmungen bleiben in Kraft PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. Mai 2020 um 00:00 Uhr

Deutschland noch nicht im grünen Bereich

llettisch-estnischer GrenzpfahlDie lettische Regierung will den Corona-Ausnahmezustand, der noch bis zum 9. Juni 2020 in Kraft ist, nicht weiter verlängern. Doch gewisse Sonderregeln sollen bestehen bleiben, erklärte Ministerpräsident Krisjanis Karins in einem TV3-Interview (tvnet.lv). Jurijs Perevoscikovs, Vertreter des Kontrollzentrums für Krankheiten und Prophylaxe (SPKC), warnt vor einer zu schnellen Wiederaufaufnahme des Flugverkehrs (tvnet.lv). Das SPKC empfiehlt nach derzeitigem Stand, nur in dringenden Angelegenheiten nach Deutschland zu reisen.

Grenzpfahl an der lettisch-estnischen Grenze, Foto: Pudelek (Marcin Szala) - Paša darbs, CC BY-SA 3.0, Saite

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Lettische Airbaltic fliegt wieder PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 23. Mai 2020 um 09:32 Uhr

Airbaltic-Manager bleiben auf Wachstumskurs

Airbaltic-AirbusSeit dem 18. Mai fliegt die lettische Fluggesellschaft, deren Drehkreuz sich in Riga befindet, wieder die benachbarten Hauptstädte Tallinn und Vilnius an. Mit Genehmigung des Verkehrsministeriums planen die Airbaltic-Manager, ab dem 25. Mai auch wieder Flüge nach Westeuropa, u.a. nach Hamburg, Düsseldorf und Wien. Für Passagiere gelten allerdings zahlreiche Auflagen. Derzeit ist die Zukunft für die meisten Airbaltic-Beschäftigten ungewiss. Vorstandschef Martin Gauss beabsichtigt indessen, die staatliche Fluggesellschaft nach überstandener Corona-Krise zu vergrößern.

Airbus A220-300 (ehemals Bombardier) im Dienst der lettischen Fluggesellschaft Airbaltic, Foto: Kārlis Dambrāns from Latvia - airBaltic CS300 Bombardier YL-CSA, CC BY 2.0, Saite

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Die vergessenen Deutschbalten: Der “landische Mittelstand” der Ostseeprovinzen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 21. Mai 2020 um 00:00 Uhr

Vom adelsgleichen Gutspächter bis zur Ausspeiserin

Brotze, AscheradenDie Vorstellungen über Deutschbalten sind mit Herrenhäusern und Adelstiteln verbunden; der Kundige erinnert sich zudem noch an das Leben und Werk von “Literaten”, die in Dorpat (heute Tartu) studiert hatten und die in der gesellschaftlichen Hierarchie gleich hinter dem Adel rangierten. Diese privilegierte Doppel-Oberschicht schrieb die Geschichte aus ihrer Perspektive. Aber nur eine kleine Minderheit unter den Deutschbalten waren Barone, Baronessen oder Akademiker. Die meisten Deutschbalten, die auf dem Land lebten und arbeiteten, gehörten zur breit gefächerten Mittelschicht, die von adelsgleichem Wohlstand bis zu ärmlichen Verhältnissen reichte. Arthur Hoheisel veröffentlichte 1998 einen Aufsatz zum “landischen Mittelstand”.1 Er bezog sich auf überlieferte Statistiken und beschrieb die Berufe, die Deutschbalten und deutsche Zuwanderer ausübten. Für Kurland, wo die Zarenregierung 1797 eine Volkszählung durchgeführt hatte, um die Kopfsteuer einzuführen, liegen genauere Angaben vor. Demnach waren in dieser Ostseeprovinz 9 Prozent der Deutschen adelig, 5 Prozent Literaten, 3 Prozent Beamte und 83 Prozent “freie teutsche Leute”- also die Mittelschicht, die im Gegensatz zu den Letten sich nicht als Erbuntertänige deutscher Gutsherren verdingen musste, 17.109 Personen. “Es ist erstaunlich, daß eine zahlenmäßig so starke Bevölkerungsgruppe von den beiden im Land führenden deutschen Schichten - Adel und den Literaten - unbeachtet geblieben ist,” meint Hoheisel.

Zeichnung Johann Christoph Brotzes von 1809: Oben: die Burgruine von Ascheraden, unten Krug und Kirche von Ascheraden, Foto: Neaizsargāts darbs, Saite

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