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Münster, 15.11.2018
Die Bundeskanzlerin sprach in Vilnius mit Dalia Grybauskaite, Maris Kucinskis und Jüri Ratas PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 15. September 2018 um 12:22 Uhr

Angela Merkel rechtfertigt Nord Stream 2 nun klimapolitisch

Merkel, Grybauskaite, KucinskisWährend die Tagesschau sich am 14. September nur dafür interessierte, wie Angela Merkel in Vilnius die neuesten Querelen in ihrem Kabinett kommentiert (tagesschau.de) , berichteten lettische Medien ausführlicher über ihr Treffen mit der litauischen Staatspräsidentin und den Regierungschefs aus Lettland und Estland. Ein Anlass des Besuchs war das 100jährige Staatsjubiläum Litauens. Die Deutschen übergaben nun den Litauern eine Abschrift ihrer Unabhängigkeitserklärung von 1918, die lange Zeit unentdeckt im Archiv des Auswärtigen Amtes lagerte - und deren Übergabe in deutschen Historikerkreisen für Unmut gesorgt hatte (welt.de). Mit den baltischen Politikern sprach Merkel über diverse Themen: Das zukünftige EU-Budget, Nord Stream 2, Militär- und Geopolitik.

Pressekonferenz in Vilnius, von links: Jüri Ratas, Angela Merkel, Dalia Grybauskaite und Maris Kucinskis, Foto: Valsta kanceleja, Lettische Staatskanzlei

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Missbrauchsvorwürfe nun auch gegen einen lettischen katholischen Priester PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 11. September 2018 um 00:00 Uhr

Bischof Janis Bulis hält Vorwürfe für eine Provokation, die ihn an Tscheka-Zeiten erinnern

Janis BulisDie Katholiken der lettgallischen Stadt Rezekne sind erschüttert. Ein bekannter und beliebter Geistlicher, der leitende Positionen in der Diözese Rezekne-Aglona einnimmt, wird bezichtigt, einen Mann mit geistiger Behinderung sexuell missbraucht zu haben. Laut Informationen der Polizei hatte eine Nicht-Regierungs-Organisation, deren Name der Öffentlichkeit bislang unbekannt ist, den Fall angezeigt. Fahnder der Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (ONAP) nahmen daraufhin am 29. August drei Männer fest, zwei werden des Menschenhandels beschuldigt, die dem Geistlichen als den dritten Festgenommenen das Opfer für sexuellen Missbrauch verkauft hätten (lsm.lv). Diese Schlagzeilen bringen die katholische Kirche Lettlands wenige Tage vor dem Papstbesuch in eine unangenehme Situation. Manche halten die Beschuldigungen gegen einen beliebten Geistlichen für eine Intrige gegen die Kirche, gegen die Region Lettgallen und gegen Lettland überhaupt und sie protestieren gegen die Festnahme.

Bischof Janis Bulis verteidigt den im Verdacht stehenden Geistlichen, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Kanceleja, cropped by Maliepa - Ināra Mūrniece piedalās Vissvētākās Jaunavas Marijas debesīs uzņemšanas svētkos Aglonā, CC BY-SA 2.0, Link

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Lettland führt gesetzliche Krankenkasse ein PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 08. September 2018 um 00:00 Uhr

Staatliche Unterversorgung

Proteste der Ärzte und KrankenschwesternDie lettische Regierung will die steuerfinanzierte medizinische Versorgung ab nächstes Jahr auf ein Kassensystem umstellen. Dann haben nur noch jene Anspruch auf volle medizinische Versorgung, die entweder sozialversicherungs-pflichtig beschäftigt sind oder zu jenen Gruppen zählen, für die der Staat die Beiträge übernimmt, beispielsweise Minderjährige, registrierte Erwerbslose, politisch Repressierte, Menschen mit Behinderungen, Rentner oder auch Mönche. Wer kein Kassenmitglied ist, hat nur noch Anspruch auf den Rettungssanitäter, Geburtshilfe, Behandlung bei Hausärzten, auf einige Vorsorgeuntersuchungen, wenige freie Medikamente und in Fällen, in denen die Erkrankung Folgen für die Gesellschaft hat: Etwa bei psychischen Problemen oder Infektionskrankheiten (vm.gov.lv). Trotz der großzügigen Ausnahmeregelungen besteht die Gefahr, dass ähnlich wie in Deutschland Behandlungsbedürftige durchs Rost fallen werden, beispielsweise gering verdienende Scheinselbständige, die das Geld für eine freiwillige Mitgliedschaft nicht aufbringen können. Bereits ab 1. Januar sollen für die freiwillige Mitgliedschaft 206,40 Euro für die Jahre 2018 und 2019 erhoben werden (diena.lv). Die Gebühr soll in den folgenden Jahren weiter steigen.

Proteste des medizinischen Personals vor dem Parlament, Foto: LP

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