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Münster, 24.4.2019
Lettland richtet mit Estland und Dänemark den Divisionsstab „Ziemeli“ (Nord) ein PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. März 2019 um 00:00 Uhr

„Ein Teil des Stabspersonals wird sich beständig auf lettischem Territorium aufhalten“

Nato-Flaggen in BrüsselWährend des Nato-Treffens in Brüssel unterschrieben die Verteidigungsminister Lettlands, Estlands und Dänemarks am 14. Februar 2019 ein Memorandum. Es sieht die Einrichtung eines Kommandostabs vor, der sowohl im lettischen Militärstützpunkt Adazi als auch im dänischen Karup Quartier beziehen wird. Dieser Stab „Nord“ soll im Ernstfall eine Truppe in Divisionsstärke (Soldaten in fünfstelliger Zahl) befehligen. Er wird dem Multinationalen Korps Nordost unterstellt, dessen Hauptquartier sich in Stettin befindet. Mindestens 300 Führungskräfte der drei Nato-Rahmenstaaten sollen nach Adazi abkommandiert werden. Weitere Offiziere können aus Kanada, Großbritannien und Litauen hinzukommen. Mit diesen Verbündeten wurde bereits im letzten Sommer diese neue Militärpräsenz in der Nähe der russischen Grenze vereinbart. Seit September letzten Jahres wird Lettlands bekanntester Truppenstandort für diesen Zweck hergerichtet, ab Mitte 2020 soll die neue Kommandozentrale voll einsatzfähig sein.

Flaggen vor dem Brüsseler Hauptquartier der Nato, Foto: Senior Master Sgt. Adrian Cadiz - Secretary of defense visits NATO, Gemeinfrei, Link

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Lettische Kunstausstellungen im März 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. Februar 2019 um 00:00 Uhr

Die Wege der Kunst zur Wahrheit

Klebahs, TundraIst wahre Kunst schön? Ist schöne Kunst wahr? Ist sie schön, auch wenn sie Hässliches darstellt? Mit solchen Fragen beschäftigten sich 15 internationale Künstler auf ihrer Ausstellung im Mark-Rothko-Zentrum in Daugavpils. Wie dem auch sei, Kunst ist das stetige Ringen, neue Zugänge zur Realität zu erschließen, suchend, experimentierend. Henrijs Klebahs, der 1998 starb, suchte nach neuen Darstellungsformen für Städte und Landschaften. Das Experimentieren mit neuen Mitteln und Techniken kennzeichnet auch die Nachwuchsgeneration. Von ihnen wurden sieben Künstlerinnen und Künstler sowie eine Kunstgruppe für den Purvitis-Preis nominiert. Ihre Arbeiten sind bald im Nationalen Kunstmuseum zu sehen. Hier die Zusammenfassung aus PR-Texten lettischer Kunstmuseen für den Monat März.

Henrijs Klebahs, Tundra, Foto: Martins Straupenieks-Brancis, LNMM

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Missbrauchsvorwurf gegen katholischen Geistlichen erhärtet sich: Nun ermittelt der Staatsanwalt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 23. Februar 2019 um 00:00 Uhr

„Dann ist eben alles, wie es ist“

Katholische Kirche in RezekneDie lettische Polizei hat den Fall eines lettischen Geistlichen, der des sexuellen Missbrauchs verdächtigt wird, am 22. Februar 2019 der Staatsanwaltschaft übergeben. Im August des vergangenen Jahres hatte eine Nichtregierungs-Organisation, dessen Name der Öffentlichkeit nicht bekannt ist, Anzeige erstattet. Die Polizei nahm drei Männer zwischen 60 und 73 Jahren fest, zwei von ihnen stehen im Verdacht, Menschenhandel betrieben und sexuelle Gewalt angewendet zu haben. Der dritte beschäftigt die Öffentlichkeit besonders: Er ist hochrangiger katholischer Geistlicher des Bistums Rezekne-Aglona, der Hochburg des katholischen Glaubens in Lettland. Er soll sich am sexuell motivierten Menschenhandel beteiligt haben. Inzwischen ermittelte die Polizei ein weiteres Opfer, einen Mann, der in der Zeit des Missbrauchs noch minderjährig gewesen sei. Wenn sich die Anschuldigungen vor Gericht beweisen lassen, drohen den Tätern lange Haftstrafen.

Eine der katholischen Kirchen in Rezekne, in denen der Angeschuldigte predigte, Foto: Jānis Sedols, CC BY 3.0, Saite

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