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Münster, 20.4.2018
Vorübergehende Festnahme des Präsidenten der lettischen Nationalbank Ilmars Rimsevics PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 20. Februar 2018 um 19:10 Uhr

Unübersichtliches Gerangel auf dem lettischen Finanzmarkt

Ilmars RimsevicsGegen den Präsidenten der lettischen Nationalbank (Latvijas Banka) und Ratsmitglied der EZB, Ilmars Rimsevics, ermittelt die lettische Anti-Korruptionsbehörde KNAB. Nach einem Auslandsaufenthalt hatte Rimsevics am 17. Februar 2018 gleich das Büro der KNAB-Fahnder aufgesucht. Dort wurde er für 48 Stunden festgenommen, dann nach Zahlung einer Kaution wieder freigelassen. Die Ermittler hatten zuvor sein Privathaus und seinen Arbeitsplatz durchsucht. Sie werfen dem Zentralbank-Chef vor, mindestens 100.000 Euro Bestechungsgeld angenommen zu haben. Eine lettische Bank sei nicht involviert. Zur gleichen Zeit nahm KNAB den Unternehmer Maris Martinsons fest, ob ein Zusammenhang besteht, ist bislang unklar. Rimsevics wies am 20. Februar 2018 auf einer Pressekonferenz die Vorwürfe zurück. Derweil spekulieren die lettischen Medien über die Gründe der KNAB-Aktion und gestatten Einblicke in ein unübersichtliches Gerangel zwischen den Akteuren auf dem lettischen Finanzmarkt mit wechselseitigen Klagen und Beschuldigungen.

Ilmars Rimsevics, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Kanceleja - https://www.flickr.com/photos/saeima/8496969455, CC BY-SA 2.0, Saite

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Lettische Medaille in Pyeongchang: Kein Grund zum Jubeln PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Dienstag, den 20. Februar 2018 um 07:58 Uhr

MelbardisOskars Melbardis holt nur Bronze im Zweierbob

Am Ende sahen Oskars Melbardis und Janis Strenga nicht wie strahlende Medaillengewinner aus. Eher wie erleichterte. Immerhin gewannen sie Bronze, noch dazu Lettlands erstes Edelmetall bei diesen Winterspielen. Andererseits mussten sich die Beiden eingestehen: Es gab nur Bronze! Nach vier Rennen auf der olympischen Bobbahn in Pyeongchang wurde jedem neutralen Beobachter klar: Da war mehr drin! Wer etwas anderes behauptet, hat keine Ahnung vom Bobsport.

Oskars Melbardis, Foto: CC BY-SA 2.0, Saite

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US-Finanzkontrollbehörde Fincen wirft der lettischen ABLV-Bank Beteiligung an der Finanzierung des nordkoreanischen Raketenprogramms vor PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 16. Februar 2018 um 14:38 Uhr

„Geldwäsche als Säule ihrer Geschäftspraxis institutionalisiert“

DollarSigal Mandelker, Staatssekretärin des US-Finanzministeriums, sorgte am 13. Februar 2018 im fernen New York für lettisches Aufsehen. An diesem Tag befand sie sich auf einer Konferenz gegen Geldwäsche, die vom Lobbyverband Sifma (Securities Industry and Financial Markets Association) organisiert worden war. Dort sagte sie: "Die ABLV hat Geldwäsche als Säule ihrer Geschäftspraxis institutionalisiert. Illegale Finanzaktivitäten dieser Bank umfassen Transaktionen mit Personen und Institutionen, die auf der UN-Sanktionsliste stehen, einige von ihnen sind in die Beschaffung oder den Export nordkoreanischer Langstreckenraketen verwickelt. Außerdem ermöglichte die ABLV Transaktionen für als politisch korrupt entlarvte Personen und hat Milliarden Dollar für öffentliche Korruption und Vermögensverlagerung auf Offshore-Konten eingesetzt. Die ABLV versäumte es, die Risiken einzudämmen, die von solchen Konten ausgehen. Sie beinhalten im großen Umfang illegale Transaktionen, die mit Aserbaidschan, Russland und der Ukraine verbunden sind." (eng.lsm.lv) Mandelkers Vorwürfe basieren auf einem Papier der US-Behörde Fincen (Financial Crimes Enforcement Network). Die US-Finanzkontrolleure wollen nun US-Banken jegliche Geschäftsbeziehung mit der ABLV untersagen.

Der Dollar ist beliebte Währung bei ausländischen Geldanlagen, die zuweilen auch der Geldwäsche dienen, Foto: Gemeinfrei, Link

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