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Münster, 17.8.2018
Der aufschlussreiche 6. Juni 2018: Weniger Fracht für lettische Häfen, weniger russische Investitionen, Lob und eine Aufforderung von der US-Regierung PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 09. Juni 2018 um 00:00 Uhr

Russischer Botschafter Lukjanow: Situation ist unbeständig und widersprüchlich

Hafen von VentspilsAm 6. Juni 2018 warfen zufällig einige Verlautbarungen denkwürdige Schlaglichter auf die west-östliche Handels- und Sanktionspolitik. Inga Antane beispielsweise, ehemalige Vorsitzende des Transport- und Logistikverbandes, warnte an diesem Tag im Lettischen Radio (lsm.lv) vor erheblichen Frachtrückgängen in lettischen Häfen. Im Vergleich zum ersten Viertel des Vorjahres ging die Gesamtmenge von 18,5 Millionen auf 15,6 Millionen Tonnen zurück. Das sind 15,9 Prozent weniger. Die Kohlefracht verringerte sich um 21,4 Prozent, Flüssigkeiten um 26 Prozent und die Menge der verfrachteten Ölprodukte um 27,9 Prozent. Diese Zahlen stammen von der Zentralen Lettischen Statistikbehörde. Weniger Waggons aus Russland erreichen lettische Häfen. Im Streit mit dem Westen, der ökonomisch ausgetragen wird, transportieren die Russen ihre Kohle- und Erdölexporte nun lieber über die eigenen Seehäfen.

Die Hafenanlagen von Ventspils, Foto: Laima Gūtmane,  CC BY-SA 3.0, Link

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Lettland: Auftragsmord am Brüderfriedhof PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 07. Juni 2018 um 18:26 Uhr

Insolvenzverwalter Martins Bunkus in Riga erschossen

BrüderfriedhofDie Blumenhändler am Ehrenfriedhof im Rigaer Norden wurden am 30. Mai 2018 kurz vor neun Uhr morgens durch Schüsse aufgeschreckt. Am Ort des Geschehens sahen sie einen Range Rover, der sich in den Friedhofszaun gebohrt hatte, die Tür stand offen. Davor lag ein toter Mann, dessen weißes Hemd völlig mit Blut durchtränkt war. Polizisten sperrten den Tatort an der Aizsaules iela 1 ab. In der Nähe fanden sie einen ausgebrannten VW-Kastenwagen mit gefälschtem Nummernschild, der wahrscheinlich für die Mordtat benutzt worden war. Es stellte sich heraus, dass der Tote Martins Bunkus ist. Die Fahnder sind davon überzeugt, dass es sich um einen Auftragsmord handelte, der mit der beruflichen Tätigkeit des Opfers in Zusammenhang steht (lsm.lv). Als Insolvenzverwalter musste Bunkus viel Geld eintreiben und war gewiss der Schrecken mancher Schuldner. Doch in den Medien wird auch spekuliert, ob Bunkus selbst nicht immer gesetzestreu gehandelt hat.

Brüderfriedhof in Riga, Foto: Zhagatasligzda - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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Lettische Kunstausstellungen im Juni 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. Juni 2018 um 07:15 Uhr

Einst Tonband, heute Smartphone - Zeiten und Identitäten ändern sich

lnmm, GolevskisDer Sommer beginnt mit Textilkunst. Im Rahmen des Jubiläumsjahrs der lettischen Republik gerät die Rigaer Triennale der webenden, strickenden oder schneidernden Künstler besonders üppig: 84 Künstler aus 24 Ländern nehmen teil. Sie hatten den Auftrag, sich mit dem Thema "Identität" zu beschäftigen, ein Begriff, der ständig im Fluss ist. Ein lettischer Textilkünstler, Egils Rozenbergs, hat zusätzlich eine eigene Ausstellung: Sein Garn besteht aus Video- und Audiobändern als Nachweis dessen, wie vergänglich das gerade noch Moderne ist. Auch Rusudan Khizanishvili hat eine Affinität zum Textilen: Ihre Bilder entstehen auf Canvasen, große Tücher aus groben reißfesten Fäden, die auch als Segel benutzt werden können. Die Georgierin reagiert neo-expressionistisch auf die Transformation in eine digitale Welt. Hier die Zusammenfassung aus PR-Artikeln lettischer Kunstmuseen für den Juni.

Ilze Godlevskis, Zusammenhänge, Foto: LNMM

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