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Münster, 11.7.2020
Die Zukunft des Richard-Wagner-Saals in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 25. April 2020 um 00:00 Uhr

Verein will mit Spendengeldern sanieren

Wagner-Saal in RigaDie einen preisen ihn als das große Genie des “Gesamtkunstwerks”. Die anderen kritisieren ihn als Antisemiten und rücksichtlosen Egomanen, der Freundschaften missbrauchte und vor Gläubigern floh. Richard Wagner (1813-1883) spaltet bis heute in Anhänger und Gegner. Touristen, die Rigas Altstadt besuchen, entdecken den Bezug des Komponisten zur baltischen Metropole: An der kleinen Riharda-Vagnera-Iela befindet sich der gleichnamige Konzertsaal. Dort wirkte Wagner von 1837 bis 1839 als Kapellmeister, führte Werke von Beethoven, Mozart oder Rossini auf. Hier arbeitete der Twen an seiner ersten eigenen Oper, die noch nichts Teutonisches, sondern einen altrömischen Volkstribun zum Inhalt hatte: Rienzi. Damit sollte der ehrgeizige Musikschaffende die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts auslösen: Die holden Klänge verzauberten Adolf Hitler derart, dass er sich berufen fühlte, als Reinkarnation Rienzis Deutschland zu retten: „In jener Stunde begann es!“ soll der verkannte Künstler seiner Freundin Winifried Wagner verraten haben. Der schillernde Name des Hausherrn der Villa Wahnfried bewirkte allerdings, dass das öffentliche Interesse am denkmalgeschützten Konzerthaus nicht verloren ging. Zunächst wurde es als Theater im Zeitalter der Aufklärung kultureller Treffpunkt der damals deutschbaltisch geprägten Stadt, der nach dem Bau größerer Theater- und Opernhäuser seine Bedeutung einbüßte. Derzeit steht das Gebäude leer und ist baufällig. Der Rigaer Wagnerverein will es retten und wiederbeleben.

Historische Abbildung des Wagner-Saals, Foto: Alte Abbildung des Wagner-Saals, Foto: Saite

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Wie Corona die lettische Wirtschaft abbremst PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 23. April 2020 um 00:00 Uhr

Neue Emigrationswelle befürchtet

Rigas BalzamsDer Corona-Ausnahmezustand verursacht einen Exportrückgang von 20 bis 30 Prozent, verkündete Kaspars Rozkalns, Leiter der staatlichen Lettischen Investitions- und Entwicklungagentur (LIIA), in einer virtuellen Pressekonferenz vom 22. April 2020, an der sich auch der neue Wirtschaftsminister Janis Vitenbergs (KPV) beteiligte. Vitenbergs prognostiziert für dieses Jahr eine Rezession von minus acht Prozent. Besonders betroffen ist die Tourismusbranche, da Lettland ausländischen Touristen die Einreise verwehrt. Beide Vertreter der lettischen Wirtschaft betrachten staatliche Investitionen als möglichen Ausweg. Derweil plant Sozialministerin Ramona Petravica leichteren Zugang zum gerade beschlossenen Kurzarbeitergeld und einen Mindestsatz. Janis Hermanis, Finanzexperte des Lettischen Arbeitgeberverbandes (LDDK) zweifelt allerdings, ob Erwerbslose bei den geringen lettischen Sozialleistungen im Land bleiben werden und fürchtet eine neue Emigrationswelle, wenn die Grenzen wieder geöffnet werden.

Lettlands berühmteste Likörfabrik verkündete am Beginn der Corona-Krise, Desinfektionsmittel herzustellen, Foro: M.Strīķis, CC BY-SA 3.0, Saite

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Lettischer Umweltminister Juris Puce beteiligt sich am Appell an die EU-Kommission, die Corona-Krise mit grünem Wachstum zu bewältigen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 18. April 2020 um 00:00 Uhr

"Green Deal" als Ausweg aus der Krise

Juris PuceAm 9. April 2020 veröffentlichten Umweltminister aus zehn EU-Ländern einen gemeinsamen Appell. Dänen, Österreicher, Finnen, Italiener, Luxemburger, Niederländer, Portugiesen, Spanier und Schweden fordern eine nachhaltige, umweltverträgliche Erneuerung der Wirtschaft, um die Corona-Krise zu bewältigen. Als einziger osteuropäischer Mitgliedsstaat beteiligte sich auch Lettland an dieser Initiative. Etwas später schlossen sich die Ressortkollegen aus Deutschland, Frankreich und Griechenland an. Die Umweltpolitiker bekunden damit die Absicht, nicht einfach zum umweltschädlich Gewesenen vor der Pandemie zurückkehren zu wollen. Sie fordern die Abkehr von einer Ökonomie, die mit fossilen Brennstoffen betrieben wird und setzen sich für ein nachhaltiges grünes Wachstum ein, dessen Realisierbarkeit allerdings von Kritikern bezweifelt wird.

Der lettische Umweltminister Juris Puce, Foto: Saeima - 13.Saeimas deputātu svinīgais solījums, CC BY-SA 2.0, Saite

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