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Münster, 23.9.2018
Lettland: Landwirten macht die Trockenheit zu schaffen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 16. Juni 2018 um 00:00 Uhr

Seit Wochen wärmer als in Spanien

Dürre"Sommer, Sonne, Sonnenschein" (youtube.de) - diesen nervtötenden Partygesang einfliegender Touristenhorden mussten bislang die Einwohner an der Costa del Sol oder auf Mallorca ertragen. Der gegrölte Imperativ lautete "Ab in den Süden," doch zukünftig könnte es heißen: "Ab in den Norden." Seit Mai herrschen an der baltischen Ostseeküste mediterrane Temperaturen um die 30 Grad, heißer als mancherorts in Spanien (lsm.lv). Das erfreut die Sonnenhungrigen unter den Balten, wird aber den Landwirten empfindliche Ernteeinbußen bereiten.

Trockener Boden, Foto: Stefan Kühn, CC BY-SA 3.0, Link

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Letten gedenken des 14. Juni 1941 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 14. Juni 2018 um 15:50 Uhr

Bis heute lettisch-russischer Streit um die Deutung des "kommunistischen Genozids"

Karte 1940"Es sind irgendwelche Ängste, die mich nicht verließen, selbst als ich nach Lettland zurückkam. Furcht vor dem Blitz. In Sibirien waren die Blitze sehr groß und es war schrecklich, wenn wir in solch einer Zeit draußen auf der Weide waren mit allen 200 Kühen, die meine Schwester und ich hüteten. Außerdem mag ich keine Züge, sie erinnern mich an die Viehwaggons, mit denen wir transportiert wurden. Zudem fürchte ich mich vor großen Menschenmassen..." Diese Zeilen schrieb die Schülerin Luize Burmistrova aus Bauska. Die Erinnerungen von Inta Dzelzskaleja, die 45 Jahre als Bibliothekarin in Luizes Gymnasium tätig war, hatten sie dazu inspiriert. Die sowjetischen Besatzer deportierten Dzelzskaleja einst nach Sibirien. Luizes Sätze zeigen, dass sie sich in ihr Schicksal einfühlen konnte. Das Zitat stammt aus einem Text, mit dem sich die Siebtklässlerin an einem Schreib-Wettbewerb zum 77. Jahrestag der Massendeportation vom 14. Juni 1941 beteiligt hat. Die Journalistin Elita Veidmane entdeckte es und veröffentlichte den kurzen Abschnitt (nra.lv). Die Erinnerungen an die Schrecken der sowjetischen Okkupationszeit sind lebendig. Die seelischen Wunden werden vom uneinsichtigen großen Nachbarn Russland geschürt, wo viele die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts für die mittelosteuropäischen Länder bis heute verharmlosen.
Die Aufteilung Mittelosteuropas zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion 1940, Foto: The original uploader was Mosedschurte at angļu Vikipēdija. - Transferred from en.wikipedia to Commons by Trần Nguyễn Minh Huy., CC BY-SA 3.0, Saite
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Der aufschlussreiche 6. Juni 2018: Weniger Fracht für lettische Häfen, weniger russische Investitionen, Lob und eine Aufforderung von der US-Regierung PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 09. Juni 2018 um 00:00 Uhr

Russischer Botschafter Lukjanow: Situation ist unbeständig und widersprüchlich

Hafen von VentspilsAm 6. Juni 2018 warfen zufällig einige Verlautbarungen denkwürdige Schlaglichter auf die west-östliche Handels- und Sanktionspolitik. Inga Antane beispielsweise, ehemalige Vorsitzende des Transport- und Logistikverbandes, warnte an diesem Tag im Lettischen Radio (lsm.lv) vor erheblichen Frachtrückgängen in lettischen Häfen. Im Vergleich zum ersten Viertel des Vorjahres ging die Gesamtmenge von 18,5 Millionen auf 15,6 Millionen Tonnen zurück. Das sind 15,9 Prozent weniger. Die Kohlefracht verringerte sich um 21,4 Prozent, Flüssigkeiten um 26 Prozent und die Menge der verfrachteten Ölprodukte um 27,9 Prozent. Diese Zahlen stammen von der Zentralen Lettischen Statistikbehörde. Weniger Waggons aus Russland erreichen lettische Häfen. Im Streit mit dem Westen, der ökonomisch ausgetragen wird, transportieren die Russen ihre Kohle- und Erdölexporte nun lieber über die eigenen Seehäfen.

Die Hafenanlagen von Ventspils, Foto: Laima Gūtmane,  CC BY-SA 3.0, Link

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