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Münster, 05.6.2020
Corona-Virus: Lettische Regierung beschließt den Ausnahmezustand PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 12. März 2020 um 17:36 Uhr

Rückkehrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen sich in Quarantäne begeben

Auf einer Pressekonferenz vom 12. März 2020 (lsm.lv) verkündeten Ministerpräsident Krisjanis Karins und Gesundheitsministerin Ilze Vinkele drastische Maßnahmen, um die Verbreitung des Corona-Virus` in Lettland hinauszuzögern: Wer aus Ländern anreist, in denen sich in den letzten zwei Wochen der Virus verbreitet hat, muss sich in Quarantäne begeben, Schulen und Hochschulen bleiben bis zum 14. April 2020 geschlossen, Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 200 Teilnehmern sind untersagt. Krisjanis Karins erwähnte am Anfang seiner Rede, dass die UN-Weltgesundheitsorganisation die Verbreitung des Virus` für pandemisch hält. Um eine Überbelastung des lettischen Gesundheitssystems zu vermeiden, müsse der Anstieg der Infektionsrate abgebremst werden. Die Regierung möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Wochen voneinander Distanz halten und sich nicht unnötig auf diversen Veranstaltungen begegnen. Zu den beschlossenen Maßnahmen bitte auf “Weiterlesen” klicken.

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Erste Corona-Infizierte nun auch in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 10. März 2020 um 18:30 Uhr

Tourismusbranche meldet bereits hohe Umsatzverluste

Neuseeländisches SchutzplakatBis zum 10. März 2020 meldete das staatliche Lettische Zentrum für Krankheits-Prophylaxe und -Kontrolle (SPKC) acht Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben (spkc.gov.lv). Die meisten von ihnen waren Mitglieder einer Reisegruppe, die sich im norditalienischen Cervina aufgehalten hatte, unweit des Matterhorns. Sie waren am 7. März mit dem Airbaltic-Flug BT-630 von Mailand nach Riga zurückgeflogen, mit 37 weiteren Passagieren. Die 25 Letten, die sich an Bord befanden, wurden von Epidemiologen des SPKC betreut; die positiv Getesteten befinden sich in Quarantäne. Auch die übrigen Fluggäste ohne lettischen Pass könnten infiziert sein. Nun fragt man sich auch in Lettland, was in naher Zukunft überhaupt noch stattfinden kann.

Neuseeländische Empfehlungen, Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

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Personalmangel bei lettischen Grenzschützern PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. März 2020 um 00:00 Uhr

Unattraktive Gehälter halten Stellenbewerber fern

PujatsWenn in den östlichen EU-Ländern ein Politiker in Bezug auf Flüchtlinge und Migranten über europäische Solidarität redet, meint er “die Sicherung der Außengrenzen”, also die Abschottung des Kontinents, nicht eine solidarische Aufteilung von Obdachsuchenden unter den Mitgliedstaaten. Daher wenden sich die Regierungen von Tallinn bis Sofia gegen EU-Flüchtlingsquoten und verhalten sich abweisend, wenn NGO-Schiffe vor Italien bitten, Gerettete aufzunehmen oder griechische Inselbewohner fordern, dass die EU endlich eine Lösung für völlig überfüllte Flüchtlingslager findet. Einst flüchteten Letten zu Tausenden vor der Roten Armee in westliche Länder, fanden Asyl in den USA, Australien und Westeuropa. Doch jene, die sich heutzutage gegen die Aufnahme von Geflüchteten oder Migranten wenden, argumentieren, dass zwischen den Asylsuchenden aus den islamischen Ländern und den Bewohnern des christlichen Abendlands zu große kulturelle Unterschiede bestünden. Lettische Nationalkonservative, Vertreter des sogenannten “Ethnopluralismus”, der jeder Ethnie seinen eigenen Raum zuweist, schüren die Furcht vor Islamisierung und islamistischem Terror und die Kölner Silvesternacht gilt ihnen als abschreckendes Beispiel, wohin die naive Politik der “Gutmenschen” führt. Die Politiker des rechten Randes können das Trauma der sowjetischen Besatzung reaktivieren, als die Rote Armee in die lettische Republik einfiel und die sowjetische Ansiedlungspolitik der nächsten Jahrzehnte beinahe bewirkt hätte, Letten zur Minderheit im eigenen Land zu machen. Damals waren Letten angehalten, eine fremde Sprache zu sprechen und eigene kulturelle Traditionen aufzugeben, wenn sie von der fremden Sowjetmacht nicht erwünscht waren, von Hinrichtungen und Deportationen ganz zu schweigen. Dass sich die heutige globale Situation anders darstellt und Lettland als Mitglied von EU und NATO mitverantwortlich ist, was in anderen Erdteilen geschieht, erläutern Politiker dieser Fasson natürlich nicht. Dass beispielsweise vom Westen gelieferte Waffen und begonnene Kriege (an denen sich auch die lettische Armee beteiligt) das Elend in der arabischen Welt zum erheblichen Teil mitverursachen und den Terror, der angeblich bekämpft werden soll, durch eigene Drohnenmorde und "Kollateralschäden" erst provozieren und dass die von den Industrieländern ausgelöste Klimaerwärmung in manchen Regionen Afrikas bereits Dürre und Hunger bewirken (LP: hier) - das alles scheinen zu komplexe, vor allem unliebsame Zusammenhänge, um im täglichen Nachrichten-Overkill dargestellt zu werden. Nun stellt sich heraus: Lettlands Grenzschützer sollten "illegale" Grenzübertreter lieber nicht abweisen oder einsperren, sondern in den eigenen Reihen zum Dienst verpflichten, denn bei ihnen herrscht selbst Fachkräftemangel.

Guntis Pujats, Foto: JolantaBabisko - Paša darbs, CC BY-SA 4.0, Saite

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