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Münster, 09.12.2019
Lettland: Nicht mal jedes zweite Bier stammt noch aus einheimischer Produktion PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 05. September 2019 um 17:55 Uhr

Weniger Konsumenten, weniger Umsatz

Waldschloeßchen-EtikettAigars Rungis, Besitzer der Brauerei Valmiermuizas alus, wies jüngst in einem Artikel darauf hin, dass er und seine lettischen Kollegen nicht mal mehr die Hälfte des heimischen Biermarkts beliefern (db.lv). Inzwischen trinken hiesige Bierfreunde häufiger Importbiere, besonders aus den Nachbarländern Litauen und Estland, wo Großhersteller günstiger produzieren lassen. 2013 hatte der damalige Marktführer „Aldaris“ aus Riga beschlossen, die Massenherstellung ins Ausland zu verlagern. Die Brauer beklagen, dass der lettische Gesetzgeber sie gegenüber der Konkurrenz benachteilige.

Etikett der Brauerei Waldschlößchen, die später in Aldaris umbenannt wurde, Foto: Saite

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Lettische Kunstausstellungen im September 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 31. August 2019 um 00:00 Uhr

Die Frau, die NS-Beutekunst zurück nach Lettland brachte

Merija GrinbergaSelten sind jene, die Kunst und Kultur organisieren, selbst Thema einer Ausstellung. Ab 7. September ist im Lettischen Nationalen Kunstmuseum die Geschichte einer Frau zu sehen, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Bestand lettischer Museen rettete. Die Deutschen hatten kurz vor ihrem Rückzug Kunstwerke und sonstige wertvolle Exponate in Kisten abtransportiert. Die Beutekunst fiel in München den Besatzern in die Hände. Die Museumsangestellte Merija Grinberga wurde damit beauftragt, mit einem Zug die lettischen Museumsschätze auf einer gefährlichen Reise zurückzuholen. Die Ausstellung dokumentiert die Reise und Grinbergas Biographie. Einen Weltkrieg zuvor mussten die Schüler der Rigaer Kunstschule ihre Anstalt verlassen, weil sie in den Kriegswirren geschlossen wurde. Einige von ihnen setzten ihre Ausbildung im fernen russischen Pensa fort, wo die Dozenten ihre Bilder schätzten und ausstellten. Aus der Pensa-Gruppe ging ein Kreis lettischer Maler hervor, die Lettlands künstlerische Moderne geprägt haben. Sandra Vinge schafft aus Elementen des urbanen Lebens Collagen mit kräftigen Farben, die eine neue Wahrnehmung der einzelnen Elemente ermöglicht. Hier die Zusammenfassung von PR-Texten lettischer Kunstmuseen für den Monat September.

Merija Grinberga im Geschäft ihrer Mutter 1928, Foto: LNMM

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In Grenctale feierten Litauer und Letten 30 Jahre „Baltischer Weg“ PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 25. August 2019 um 11:19 Uhr

Levits: Europa braucht eine gemeinsame baltische Handschrift

Baltischer WegDie Bilder waren vor 30 Jahren weltweit in Nachrichtensendungen zu sehen: Die baltische Bevölkerung hatte sich am Abend des 23. August 1989 auf den Straßen versammelt, um zwischen Vilnius, Riga und Tallinn eine 670 Kilometer lange Menschenkette zu bilden. Aufnahmen aus dem Hubschrauber belegten, dass die Kette, für die sich die Versammelten 15 Minuten lang an der Hand hielten, vollständig geschlossen war. Laut Schätzungen hatte etwa jeder dritte Balte an dieser Demonstration teilgenommen. Der „Baltische Weg“ war ein Höhepunkt der friedlichen Protestformen, mit denen Litauer, Letten und Esten die Unabhängigkeit von der UdSSR einforderten. Das Datum erinnerte an ein historisches Unrecht: Ein halbes Jahrhundert zuvor hatten Nazi-Deutschland und die Sowjetunion die mittelosteuropäischen Länder im Hitler-Stalin-Pakt unter sich aufgeteilt und bald darauf gewaltsam besetzt. Für die Balten folgten nach der Verwicklung in den Krieg der Großmächte Jahrzehnte der Fremdbeherrschung mit willkürlichen Hinrichtungen, Holocaust, Deportationen und Repressionen sowie die Unterdrückung der Sprache und der Kultur. Das friedliche Ereignis vom Spätsommer 1989 gelangte sogar auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Balten gedachten des baltischen Wegs am letzten Freitag mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen. Ein Ort der Feierlichkeiten war das Dorf Grenctale, vier Kilometer von der lettisch-litauischen Grenze entfernt.

Die 670 Kilometer lange Menschenkette zwischen Vilnius und Tallinn, Foto: Fair use, Saite

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