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Münster, 24.2.2020
Rede der Parlamentspräsidentin Inara Murniece zum 101. Jahrestag der lettischen Republik PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 20. November 2019 um 00:00 Uhr

„Den Staat gestalten wir gemeinsam, unabhängig von der Volkszugehörigkeit“

Inara MurnieceDer 18. November ist der höchste Nationalfeiertag Lettlands. Vor nunmehr 101 Jahren wurde an diesem Tag in Riga, im (heutigen) Nationaltheater, die lettische Republik verkündet. Dieser Feiertag bedeutet für die Repräsentanten des Staates viel Arbeit. Zu den alljährlichen Ritualen gehört die feierliche Sitzung des Parlaments mit einer Festansprache der Vorsitzenden. Dieses Amt hat seit 2014 Inara Murniece (Nationale Allianz, NA) inne. Zur diesjährigen Jubiläumsrede ließ sie sich von Janis Rainis inspirieren (saeima.lv). Murniece zitierte zu Beginn Verse aus dem Epos „Daugava“, das Lettlands bekanntester Dichter 1919, im entscheidenden Jahr des nationalen Befreiungskampfes, veröffentlichte: „Wir wollen eine lettische Seele!/ Wir wollen eine eigene lettische Sprache!/ Wir wollen ein eigenes lettisches Land!/ Wir wollen frei sein!/ Wir wollen ein eigenes Leben in Freiheit!/ Und wir werden es erlangen!“ Murniece bezeichnete Rainis` Text als eines der glänzendsten poetischen Werke, das das Ziel des lettischen Volkes zum Ausdruck bringe, nämlich den eigenen lettischen Staat. „Dieses Ziel begeisterte im Unabhängigkeitskrieg [von 1919] und es begeistert uns noch heute.“ Der Einsatz und der Kampf für die eigene Unabhängigkeit, die eigene Sprache und die lettische Seele strukturierte die Rede Murnieces, die verdeutlicht, wie eng die heutigen politischen Einschätzungen mit den historischen Erfahrungen verbunden sind.

Parlamentspräsidentin Inara Murniece bei ihrer Ansprache am 18.11.2019, Foto: Saeima

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Lettische Grüne aus der EU-Fraktion Grüne/EFA ausgeschlossen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 12. November 2019 um 00:00 Uhr

Lettischer Grünen-Parteivorsitzender Edgars Tavars wirft westeuropäischen Grünen einen „aggressiven Neoliberalismus“ vor

Parteilogo der lettischen Grünen

Auf die Frage, weshalb sich Grüne in Osteuropa „so schwer tun“, gab Reinhard Bütikofer, der bisherige deutsche Mitvorsitzende der Europäischen Grünen Partei (EGP), der Süddeutschen Zeitung folgende Antwort: Starke grüne Parteien seien im „progressiven Spektrum angesiedelt“. Im Osten finde das keine Resonanz, „weil die Emanzipation vom sowjetischen Modell nicht von links kam, sondern von rechts.“ (sueddeutsche.de). Allerdings beteiligte sich am Kampf gegen die Sowjetunion auch die lettische Umweltbewegung, aus der am 13. Januar 1990 die Partei der Grünen hervorging, die 2004 für einige Monate mit Indulis Emsis den weltweit ersten grünen Regierungschef stellte. Abgesehen von einem Kern umweltpolitischer Themen hat diese Partei aber nur wenig mit dem progressiven Anspruch der westeuropäischen Grünen gemeinsam. Man darf ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft in der EGP als west-östliches Missverständnis betrachten, denn die lettischen Grünen sind eine durch und durch konservative Partei. Nun wurde sie auf dem Kongress der EGP am 10. November 2019 im finnischen Tampere ausgeschlossen. Die lettischen Grünen hatten angeblich selbst ihren Austritt erwogen.

Parteilogo der lettischen Grünen, Foto: Unbekannt - selbst vektorisiert, Vorlage: offizielle Website, Gemeinfrei, Link

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Attentäter von Halle nutzte die Internetseite eines Letten: meguca.org PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 09. November 2019 um 12:59 Uhr

Rechtsextremisten haben in unbeaufsichtigten Webforen leichtes Spiel

Synagoge von HalleViele haben die Bilder der Massenmedien vom 9. Oktober 2019 noch vor Augen: Am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, versuchte ein Rechtsextremist in der Stadt Halle an der Saale die Zufahrtstür einer Synagoge aufzusprengen, um mit vier selbst gebauten Schusswaffen bewaffnet in das Gotteshaus einzudringen, „um möglichst viele Personen jüdischen Glaubens [zu] töten.“ (generalbundesanwalt.de) Doch das verriegelte Tor hielt dem selbst gebastelten Sprengstoff stand und wurde so zur Rettung der 51 Versammelten.

Links im Hintergrund die Synagoge von Halle; im Vordergrund der Eingang zum Jüdischen Friedhof, Foto: Allexkoch - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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