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Münster, 29.3.2020
Lettischer Fonds für Natur kritisiert mangelnde Berücksichtigung ökologischer Kriterien in der Forstwirtschaft PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 09. Januar 2020 um 00:00 Uhr

Widersprüche zwischen Ökologie und herkömmlicher Ökonomie

Leuchtturm SlitereAuf den ersten touristischen Blick ist Lettland ein grünes Land mit weitgehend unversehrter Natur. Charakteristisch sind die großen Kiefernwälder, die gleich hinter dem menschenleeren Sandstrand an der Ostseeküste beginnen. Zwischen den kleinen Dörfern im Landesinneren muss der Wanderer weite Wege zurücklegen, um über Wald- und Feldwege die nächste Siedlung zu erreichen. Der Anteil des Waldes an der Gesamtfläche Lettlands beträgt 54 Prozent, in der EU sind nur Finnland und Schweden bewaldeter. Mit durchschnittlich 30,7 Einwohnern leben in Lettland nicht einmal halb so viele Menschen auf einem Quadratkilometer wie in Mecklenburg-Vorpommern, dem bevölkerungsärmsten Land der deutschen Bundesrepublik. Doch Umweltschützer sehen die ökologische Situation Lettlands kritischer. Sie weisen auf Berichte der OECD und der EU-Kommission. Demnach reichen die Maßnahmen des Gesetzgebers nicht aus, um Biodiversität zu gewährleisten, Arten zu schützen und den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren. Vor Weihnachten bewertete der Lettische Fonds für Natur (Latvijas Dabas fonds, LDF) die lettische Umweltpolitik (ldv.lv). Das ökologische Fazit ist gemischt: Die Umweltschützer loben die Absichtserklärungen der Regierung von Krisjanis Karins und auch das Bestreben der neuen Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, mit dem „European Green Deal“ die Mitgliedstaaten bis 2050 auf Klimaneutralität zu verpflichten. Doch bei einzelnen Maßnahmen entdecken die Ökologie-Experten sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene viel Widersprüchliches.

Landschaft mit Leuchtturm im Slitere-Nationalpark in Westlettland, Foto: Edgars Šulcs - Paša darbs, CC BY-SA 4.0, Saite

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Deutschbaltische „Umsiedlung“ vor 80 Jahren PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 04. Januar 2020 um 00:00 Uhr

"Im Ergebnis verlor Lettland mit der Repatriierung der Deutschbalten sehr viel“

KDF-Dampfer Vor 80 Jahren fuhren aus Liepaja (Libau) die letzten Schiffe ab, die lettische Deutschbalten in die besetzten Territorien Westpolens „umsiedelten“, wie es in der NS-Propaganda hieß. Nach Kriegsbeginn und Polenfeldzug hatte Hitler am 30. Oktober 1939 einen Vertrag mit dem lettischen Diktator Karlis Ulmanis geschlossen, der die mit Nachdruck betriebene Massenemigration regelte. Für viele Deutschbalten war der Auszug weder „Umsiedlung“ noch „Repatriierung“, wie die Letten diese Aktion nannten, sondern der Verlust einer jahrhundertealten Heimat. Doch manche glaubten an die nationalsozialistische Propaganda und erhofften sich eine glückliche Zukunft als „Baltendeutsche“ im Warthegau, dem von der Wehrmacht besetzten Teil Westpolens. Die Lsm-Journalistin Liba Mellere erkundigte sich in Liepaja, unter welchen Umständen der Abtransport aus der Hafenstadt erfolgte (lsm.lv).

Der KDF-Dampfer "Der Deutsche" beteiligte sich an der sogenannten "Umsiedlung" der Deutschbalten, Foto: Unbekannt - Arnold Kludas: Die Geschichte der deutschen Passagierschiffahrt 1850–1990, Band 5: Eine Ära geht zu Ende 1930 bis 1990, S. 128., Gemeinfrei, Link

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Lettische Kunstausstellungen im Januar 2020 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 02. Januar 2020 um 00:00 Uhr

Prächtige Farben, magische Inschriften und beflügelnde Träume

Edite Pauls-VignereIm Januar dokumentieren einige Ausstellungen die technische und thematische Vielfalt lettischer Künstlerinnen. Edite Pauls-Vignere gehört zu den international bekannten Textilkünstlerinnen. Ihre farbenreichen und großformatigen textilen Wandbilder sind noch bis Ende Februar im Museum für dekorative Kunst und Design zu betrachten. Ieva Kraule-Kuna inspirierten die Inschriften, die sie in verschiedenen Höhlen fand und Inara Liepa vertraut der Kraft der Verwandlung, die Fantasie, Träume und Kunst der Seele verleihen und die Möglichkeit bieten, Realität zu verändern. Hier die Zusammenfassung aus PR-Texten lettischer Museen für den Januar.

Leben, Fragment von Edite Pauls-Vignere, Foto: LNMM

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