logo
Münster, 23.5.2019
Lettgaller wegen einer geplanten radioaktiven Lagerstätte in Litauen besorgt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 10. Mai 2019 um 00:00 Uhr

Die radioaktive Vermüllung der Welt als unlösbares Problem

Akw Ignalina"Unsere Verpflichtung auf Bewahrung des Mülls für ein Minimum von 15.000 Jahren Halbwertzeit macht jetzt bereits alles zeitliche Handeln zu einer Verwirklichung von Ewigkeit. Wir stiften Ewigkeit," meint der Fluxus-Theoretiker Bazon Brock, der eine eigene „Denkerei“ betreibt (bazonbrock.de). Die Lagerung des Atommülls ist für ihn, nicht nur für ihn, ein unlösbares Problem, das sich die Menschheit, die dem Konsumismus frönt, selbst geschaffen hat. Da radioaktive Abfälle das nachhaltigste sind, was jemals von der Spezies produziert wurde, die sich so stolz Homo „Sapiens“ nennt, – selbst Pyramiden können mit der Haltbarkeitsdauer des Atommülls nicht konkurrieren – muss ein Weg gefunden werden, mit diesem Problem umzugehen – und zwar während einer Dauer, die für die Menschheit nahezu Ewigkeit bedeutet. „Damit Zukunft wahrscheinlich wird und die potentielle Zerstörung des genetisch verankerten Reproduktionsprogramms des Lebens verhindert werden kann, sind also bestimmte Formen der fürsorglichen Verehrung des endzeitgelagerten radioaktiv strahlenden Mülls zu entwickeln,“ meint Brock. Was er unter der „fürsorglichen Verehrung“ versteht, erfahren Sie am Ende des Artikels. Zuvor handelt letzterer aber profan von aktuellen Besorgnissen in der ostlettischen Region Lettgallen: Dort fürchten die Anwohner der lettisch-litauischen Grenze ein geplantes Lager für radioaktive Abfälle, das in den nächsten Jahren in der Nähe des abgeschalteten Atomkraftwerks Ignalina entstehen soll.

Das stillgelegte Akw von Ignalina, die Abbrucharbeiten sollen bis 2038 dauern, Foto: Julo - Eigenes Werk, Gemeinfrei, Link

Weiterlesen...
 
Lettland: Auf dem Übungsgelände von Adazi starb eine Soldatin, zwei wurden verletzt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 07. Mai 2019 um 08:09 Uhr

Ursache des Unglücks noch ungeklärt

Wappen albanische ArmeeLeonids Kalnins, Oberbefehlshaber der lettischen Streitkräfte, berichtete am 6. Mai 2019 von einem "schweren Zwischenfall", der sich am Morgen um 9 Uhr 30 auf dem militärischen Übungsgelände in Adazi ereignet hatte: Bei einer Minenexplosion war eine Soldatin gestorben, zwei wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Die drei gehörten der albanischen Armee an und waren als Minenentschärfer bei einer Übung im Einsatz.

Das Wappen der albanischen Armee, Foto: AceDouble, Gemeinfrei, Link

Weiterlesen...
 
Riga: Deglavs-Brücke ab 4. Mai wieder eingeschränkt befahrbar PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 04. Mai 2019 um 00:00 Uhr

Für städtische Busse wieder frei

Degalvs-Brücke nach SperrungInnenminister Sandis Girgens (KPV LV) ließ am 25. April 2019 die Deglavs-Brücke von der Polizei sperren (LP: hier). Die verkehrsreiche Überführung verbindet Rigas Innenstadt mit dem Viertel Purvciems. Girgens warf dem Verkehrsdezernat der Stadt Riga vor, dass diesem Menschenleben nicht wichtig seien (diena.lv). Zuvor hatte die nationale Bauaufsicht BVBK die Sperrung für motorisierte Fahrzeuge empfohlen. Seitdem erleben Rigas Verkehrsteilnehmer eine Zeit der Staus und der Verspätungen. Das Baudezernat ließ weitere Messungen und Probebohrungen durchführen, um die BVKB von der hinreichenden Stabilität zu überzeugen. Der Bau von 1966 darf ab Samstag, 5 Uhr, wieder eingeschränkt genutzt werden. Die Experten der nationalen Bauaufsicht einigten sich mit Vertretern der Stadt Riga und der Polizei am 3. Mai darauf, die Brücke wieder für den öffentlichen Nahverkehr freizugeben.

Die Deglavs-Brücke nach der Sperrung am 25.4.2019, Foto: ScAvenger (Jānis Vilniņš) - Paša darbs, CC BY-SA 3.0, Saite

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 2 von 359

(C)2006-2011 Lettische Presseschau Impressum || Kontakt ||