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Münster, 28.9.2020
Lettische Ministerien sind sich bei der "Vom Hof auf den Tisch"-Strategie der EU uneins PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. September 2020 um 00:00 Uhr

Das Landwirtschaftsministerium klagt über Wettbewerbsverzerrungen durch EU-Umweltziele

WeizenDer Saeima-Unterausschuss für Umwelt und Klima machte sich am 15. September 2020 mit dem Programm der EU-Kommission “Vom Hof auf den Tisch” vertraut, das innerhalb von zehn Jahren vorsieht, die Pestizidmengen auf den Feldern zu halbieren und 20 Prozent weniger Düngemittel zu verbrauchen (ec.europa.eu). Chemische Pflanzenschutzmittel führten ebenso wie übermäßiger Nährstoffeintrag zur Verschmutzung der Böden, des Wassers und der Luft, gefährde die Artenvielfalt und leiste “dem Klimawandel Vorschub”. Außerdem will die EU-Kommission den Einsatz von Antibiotika in der Viehhaltung reduzieren. Zukünftig sollen vom Hof auf den Tisch ein Viertel der Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft kommen. Arturs Toms Pless (AP), Vorsitzender des Unterausschusses, nannte das Ziel lettischer Umwelt- und Agrarpolitik: “Wir haben den Willen gezeigt, zu jenen Ländern Europas zu gehören, die Flagge zeigen und bestrebt sind, anderen ein Beispiel zu geben, wie der Klimawandel zu begrenzen ist, doch das ist nicht ohne eine Änderung der Agrarpolitik möglich.” (saeima.lv) Pless kann sich auf die Unterstützung des Umweltministeriums verlassen, dem sein Parteifreund Juris Puce vorsteht. Das Landwirtschaftsministerium hingegen, das von einem Minister der Nationalen Allianz geführt wird, von Kaspars Gerhards, vertritt gegenüber den EU-Zielen eine skeptische Haltung, hält sie für “deklarativ” und in den nächsten zehn Jahren für unerreichbar.

Weizen, Foto: Gemeinfrei, Link

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Covid-19-Länderliste des SPKC vom 18.9.2020 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 18. September 2020 um 16:27 Uhr

Jetzt hat es auch die Litauer erwischt: Auch Einreisende aus diesem Nachbarland müssen fortan in lettische Quarantäne. Nun haben sich fast alle, die in Lettland einreisen, in Quarantäne zu begeben. Ausnahmeregeln bestehen nur für Geschäftsreisende und Transportunternehmen. Für jene, die sich in die Selbstisolation begeben müssen, gibt es einen Lichtblick: Die lettische Regierung hat beschlossen, ab sofort die Qurantänezeit von 14 auf 10 Tage zu verkürzen. Unter "weiterlesen" kommen Sie zur aktuellen Liste.

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Eröffnung der Dauerausstellung zu Janis Apals im Araisu-Park PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 17. September 2020 um 00:00 Uhr

Von Mythen, die sich archäologisch bewahrheiteten

Inselsiedlung AirasiVor fünf Jahren berichtete die Lettische Presseschau von den Plänen der Gemeinde Amata bei Cesis (Wenden), die Rekonstruktion der mittelalterlichen Inselsiedlung im Airasi-See zu sanieren und das Gelände attraktiver zu gestalten (LP: hier). Die Bemühungen hatten Erfolg: Inzwischen hat sich die Fläche im Gauja-Nationalpark zu einem archäologischen Park entwickelt, in dem sowohl Reste der livländischen Ordensburg Arrasch als auch rekonstruierte Siedlungen zu sehen sind, die zum Teil noch aus der Steinzeit stammen. Im Mittelpunkt des Parks steht aber die Inselsiedlung, die der lettische Archäologe Janis Apals in den 60er und 70er Jahren mit seinem Team aufwändig erforschte und rekonstruierte. Ihm ist die Daueraustellung gewidmet, die seit Juli im neu errichteten Besucherzentrum zu sehen ist.

Inselsiedlung mit Plattform, Foto: CC BY-SA 4.0, Link

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