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Münster, 16.12.2019
Der lettische Dirigent Mariss Jansons ist am 30. November 2019 in Sankt Petersburg gestorben PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 02. Dezember 2019 um 00:00 Uhr

„Eine starke Persönlichkeit ist etwas anderes als ein Diktator“

Mariss JansonsSein Tod wurde am Wochenende international in den Feuilletonsparten verkündet. Uwe Friedrich nennt ihn in seinem Nachruf „einen der bedeutendsten Dirigenten und Musiker unserer Zeit“ (dlf.de), der mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt wurde. Mariss Jansons arbeitete seit 2003 als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Laut Wolfgang Schreiber sei ihm unter seiner Leitung „der zusätzliche Qualitätssprung eines ganz emphatischen Musizierens“ gelungen (sueddeutsche.de). Doch zunächst stellte sich bei seiner Geburt 1943 die Frage, ob er überhaupt überleben würde.

Mariss Jansons, Foto: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria - Maestro Mariss Jansons, wahrscheinlich bester lebender Dirigent, CC BY-SA 2.0, Link

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Lettische Kunstausstellungen im Dezember 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 30. November 2019 um 00:00 Uhr

Lucija Zamaica – eine Meisterin der Nichtvereinnahmbarkeit

Lucija ZamaicaDie neuen Ausstellungen thematisieren den engen Bezug der unterschiedlichen Künste, zeigen, wie sich bildende Kunst und Dichtung wechselseitig beeinflussten und inspirierten. Die Dichterin Lucija Zamaica, ein Paradiesvogel und Bürgerschreck, pflegte eine innige Freundschaft zur Malerin Aleksandra Belcova, die ihre standhafte Freundin in sowjetischer Zeit unterstützte. In der Kunsthalle Arsenals ist zu sehen, wie Science-Fiction-Autoren bildende Künstler inspirierten, aber auch, wie dieses Genre für die sowjetische Ideologie instrumentalisiert wurde. Maija Tabaka, eine der bekanntesten zeitgenössischen Malerinnen Lettlands, ist eine Ausstellung zu ihrem 80. Geburtstag gewidmet. Hier die Zusammenfassung aus PR-Texten lettischer Kunstmuseen für den Monat Dezember.

Lucija Zamaica in den 20er Jahren, Foto: LNMM

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Lettland: Großrazzia auf dem Rigaer Zentralmarkt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. November 2019 um 00:00 Uhr

Zigaretten für 50 Cent, steuerfrei

Rigas ZentralmarktIn vielen Hauptstädten der Welt werden die wichtigsten Plätze umgebaut. Die Fremdenführer erzählen: `Hier war mal der Markt!` In Riga ist er immer noch da! Mitten in der Stadt, am Fluss Daugava,“ schreibt Rigas Stadt-PR (liveriga.com). Die fünf großen Hallen des Rigaer Zentralmarkts sind ein Touristenmagnet, ihre Gewölbe zieren so manche Broschüre. Die Rahmenkonstruktionen der 240 Meter langen und etwa 20 Meter hohen Hallen stammten vom 180 Kilometer entfernten Vainode in Kurland. In der Zeit des Ersten Weltkriegs hatte die deutsche Reichswehr das westlettische Gebiet besetzt und in Vainode einen Flugplatz mit Hangaren für Luftschiffe errichtet. Mit solchen `Dirigeables` bombardierten die Deutschen russische Gebiete. In den 20er Jahren ließ Stadtarchitekt Pavils Dreijmanis diese Kriegs-Hinterlassenschaft nach Riga überführen. Seine Bauarbeiter benötigten sechs Millionen Ziegelsteine, 2.460 Tonnen Stahl und 60.000 Fass Zement, um aus den luftigen Zeppelingaragen die damals größten und modernsten Markthallen Europas zu formen. Trotz ihrer Größe können sie nicht die gesamte Ware fassen, die zwischen der Maskava-, Gogola- und Turgeneva-iela gehandelt wird. Rundherum finden sich Stände und Verkaufsbuden, die Kleidung, Schuhe, Blumen, Haushaltswaren und vieles weitere anbieten – darunter Illegales, wie eine Aufsehen erregende Großrazzia nun Mitte November ergab. Polizisten, unter ihnen Spezialkräfte der Antiterror-Einheit Omega, hatten 89 Orte auf dem Marktgelände und anderen Stätten Rigas durchsucht. Sie erwischten zwölf Personen beim Verkauf von Schmuggelware: Über 8000 Zigaretten ohne Steuerzeichen, sechs Schusswaffen und 249 nachladbare Teile, also Munition. Die Schmuggel-Buden, die als Textilgeschäfte getarnt waren, befanden sich auf dem Gelände, das der Vorstand des städtischen Zentralmarkts an eine Privatfirma verpachtet hat.

Rigas Zentralmarkt, Foto: Benutzer: Brunswyk, CC BY-SA 3.0, Link

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