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Münster, 25.6.2018
Lettland: ABLV-Aktionäre beantragen die Insolvenz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 01. März 2018 um 05:26 Uhr

Folgen der Bankpleite noch nicht absehbar

ABLV-EingangsschildNachdem die US-Behörde FinCEN der ABLV u.a. vorgeworfen hatte, an der Finanzierung des nordkoreanischen Raketenprogramms beteiligt zu sein (LP: hier), will die drittgrößte lettische Bank nun einen Insolvenzantrag stellen. Die Bank verzeichnete nach eigenen Angaben einen Geldabfluss von 600 Millionen Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) erachtet die Rigaer ABLV-Zentrale und deren Luxemburger Filiale als "ausfallend" oder "wahrscheinlich ausfallend" und überlässt die Abwicklung den nationalen Finanzbehörden (bundesbank.de). Die lettische Finanzaufsicht FKTK begrenzte am 19. Februar 2018 die Geschäftstätigkeit der Bank (fktk.lv), deren Einlagen überwiegend von "Hochrisikoklienten" stammen, also von Kunden, die in Offshore-Geschäfte und Geldwäsche verwickelt sein könnten. Die Folgen für die lettische Wirtschaft sind noch nicht abzuschätzen.

Unauffälliges Eingangsschild der ABLV-Zentrale an einem Patrizierhaus in der Rigaer Elizabetes iela, Foto: LP

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Valentina Freimane gestorben PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 24. Februar 2018 um 06:12 Uhr

Die lettische Filmwissenschaftlerin Valentina Freimane ist am 16. Februar 2018 an ihrem langjährigen Wohnort Berlin gestorben. Sie wurde 1922 in Riga geboren, hat dann als Jüdin mit Hilfe ihrer Mitbürger die deutsche Besatzung Lettlands von 1941-1944 überlebt. Vor einigen Jahren wurde ihre Autobiographie "Adieu, Atlantis" ins Deutsche übersetzt. Hierzu die LP-Rezension:

Wie Propaganda die Menschen entmenschlicht - Valentīna Freimanes Autobiographie "Adieu, Atlantis" - eine Rezension

Frau Freimanes Leben war sogar schon Stoff einer Oper, die auch in Berlin aufgeführt wurde:

Oper Valentina - Gastaufführung am 19.5. in Berlin

 

 
Vorübergehende Festnahme des Präsidenten der lettischen Nationalbank Ilmars Rimsevics PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 20. Februar 2018 um 19:10 Uhr

Unübersichtliches Gerangel auf dem lettischen Finanzmarkt

Ilmars RimsevicsGegen den Präsidenten der lettischen Nationalbank (Latvijas Banka) und Ratsmitglied der EZB, Ilmars Rimsevics, ermittelt die lettische Anti-Korruptionsbehörde KNAB. Nach einem Auslandsaufenthalt hatte Rimsevics am 17. Februar 2018 gleich das Büro der KNAB-Fahnder aufgesucht. Dort wurde er für 48 Stunden festgenommen, dann nach Zahlung einer Kaution wieder freigelassen. Die Ermittler hatten zuvor sein Privathaus und seinen Arbeitsplatz durchsucht. Sie werfen dem Zentralbank-Chef vor, mindestens 100.000 Euro Bestechungsgeld angenommen zu haben. Eine lettische Bank sei nicht involviert. Zur gleichen Zeit nahm KNAB den Unternehmer Maris Martinsons fest, ob ein Zusammenhang besteht, ist bislang unklar. Rimsevics wies am 20. Februar 2018 auf einer Pressekonferenz die Vorwürfe zurück. Derweil spekulieren die lettischen Medien über die Gründe der KNAB-Aktion und gestatten Einblicke in ein unübersichtliches Gerangel zwischen den Akteuren auf dem lettischen Finanzmarkt mit wechselseitigen Klagen und Beschuldigungen.

Ilmars Rimsevics, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Kanceleja - https://www.flickr.com/photos/saeima/8496969455, CC BY-SA 2.0, Saite

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