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Münster, 22.4.2018
Lettische Kunstausstellungen im Januar 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 06. Januar 2018 um 12:34 Uhr

Wechselbeziehungen zwischen Kunst, Künstlern und ihrer Umwelt

OzolinsSchafft ein Künstler aus dem Nichts? Ist er das Originalgenie, das völlig unabhängig vom Erlernten und von seiner Umgebung seine Werke schafft? Einige Ausstellungen, die in Lettland am Jahresanfang zu sehen ist, verneinen solche Fragen. Künstler tauschen sich aus, treten mit ihren Werken miteinander in Dialog. Auch zwischen völlig verschiedenen Kunstbereichen herrscht ein inspirierendes Verhältnis. Und nicht zuletzt beeinflusst das soziale Milieu die Bilder, Videos und Skulpturen, die der Künstler herstellt. Beispiele dafür bieten derzeit Ausstellungen zum künstlerischen Verhältnis zwischen dem Balletttänzer Arvids Ozolins und der Malerin Aleksandra Belcova, zur Geschichte und Gegenwart des lettischen Metalldesigns und zu den besonderen Umständen, unter denen Kunst im Kaliningrader Gebiet entsteht. Hier die Zusammenfassung aus PR-Mitteilungen lettischer Museen für den Januar.

Arvids Ozolins in Aktion, Foto: LNMM

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Lettland: Staatspräsident Raimonds Vejonis begnadigt Ilmars Poikans PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 04. Januar 2018 um 00:00 Uhr

Ermutigung für Whistleblower

Poikans„Obwohl Ilmars Poikans mit seiner Tat das Gesetz übertreten hat, ist der gesellschaftliche Gewinn seiner Aktion beträchtlich größer gewesen als die negativen Folgen. Sie bewirkte Offenheit und Transparenz in der staatlichen Verwaltung, zudem richtete sie die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit der staatlichen Informationssysteme.“ Mit diesen Worten begründete Staatspräsident Raimonds Vejonis am 18. Dezember 2017 seine Entscheidung, Poikans` Antrag auf Begnadigung zu entsprechen (president.lv). Der Informatiker war nach jahrelangem Rechtsstreit in letzter Instanz dazu verurteilt worden, 60 Stunden gemeinnützige Arbeit zu verrichten.

Ilmars Poikans, Foto: CC BY 2.0, Saite

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Lettland: Jahresrückblick 2017, Teil 2 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 30. Dezember 2017 um 00:00 Uhr

Das Erinnern bestimmt die Zukunft

Gedenkstätte Gogola ielaDer Sozialpsychologe Harald Welzer erläuterte 2010 auf einer Podiumsdiskussion im Rigaer Goethe-Institut die Psychologie des Erinnerns: Der Mensch erinnert sich nicht objektiv, sondern derart, dass es ihm gelingt, mit dem Erinnerten Gegenwart und Zukunft zu meistern (LP: hier). Das, was daran hindert, verdrängt oder verzerrt er. Das was ihm für sein Selbstbild nützt, aber nur auf Bildern gesehen oder aus Erzähltem gehört hat, hält er für persönlich Erlebtes. Auch die kollektive Erinnerung ist subjektiv. Die Erinnerungskultur der Letten war in den letzten Jahrzehnten davon geprägt, die Zeit der Sowjetunion zu bewältigen. Inzwischen entsteht Raum für Erinnerungen an Ereignisse, bei denen Letten nicht Helden oder Opfer, sondern Mittäter waren. Am 30. November trafen sich mehrere hundert Letten am Nationaldenkmal, um den Holocaustopfern unter deutscher Besatzung zu gedenken. So wird die Sicht auf die eigene Historie vielfältiger. Das passt zur Entwicklung einer offenen Gesellschaft, wie sie sich Staatspräsident Raimonds Vejonis wünscht.

Am lettischen Holocaust-Gedenktag am 4. Juli waren Vertreter des deutsch-österreichisch-tschechischen Riga-Komitees in die lettische Hauptstadt gekommen. Diese Vereinigung vertritt 56 Städte, aus denen jüdische Bürger nach Riga deportiert worden waren. Sie nahmen u.a. an einer Gedenkveranstaltung auf dem Gelände der zerstörten Synagoge an der Gogloa iela teil. Foto: Reinis Inkēns, Saeimas Administrācija

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