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Münster, 24.5.2017
Lettische Kunstausstellungen im Februar 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 10. Februar 2017 um 00:00 Uhr

purvisabalva.lv

Am 17.2.2017 erfährt die Öffentlichkeit, wer den diesjährigen Purvītis-Preis (Purvīša balva) erhält. Dieser ist mit 28.500 Euro dotiert und damit die kapitalste Auszeichnung, mit der Lettland moderne Künstler ehrt. Der Wettbewerb findet seit 2008 statt. Alle zwei Jahre werden lettische Künstler ausgewählt, deren Ausstellungen das Wohlgefallen der Juroren weckte. Ziel des Preises ist es, neue Ideen in der lettischen Kunst zu fördern. Der Namensgeber ist Vilhelms Purvītis (1872–1945). Er war Lettlands bekanntester Landschaftsmaler und ein einflussreicher Kulturschaffender. Er leitete die Rigaer Kunstschule und das Kunstmuseum, war erster Rektor der Kunstakademie sowie Mitglied der Petersburger Kunstakademie. Der Rigaer Architekturstudent und spätere NSDAP-Ideologe Alfred Rosenberg war sein Zeichenschüler (Wären die Nazis doch beim Malen geblieben). Auch Purvītis förderte also den künstlerischen Nachwuchs und daher ist der Preis in seinem Sinne. Die Jury nominierte für die Ausstellungen der letzten beiden Jahre sieben Künstler und eine Künstlergruppe. Am Tag, an dem vor ausgewähltem Publikum die Gewinnerin oder der Gewinner bekanntgegeben wird, beginnt im Lettischen Nationalmuseum der Kunst (Riga, Jaņa Rozentāla laukumā 1, ab 19 Uhr) eine Ausstellung mit den Werken der Nominierten. Sie ist bis zum 9.4.2017 zu besichtigen. Die Museums-PR präsentiert schon mal Bilder und Jury-Kommentare der ausgewählten Künstler.

Das Logo des Purvītis-Preises, Foto: LNMM

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Deutsch-Baltische Auslandshandelskammer engagiert sich für die berufliche Bildung PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 04. Februar 2017 um 00:00 Uhr

Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und lettischen Ausbildern

AHK-SeminarDie Deutsch-Baltische Auslands-handelskammer (AHK) mit Sitz in Riga kümmert sich unter anderem um die berufliche Ausbildung. So organisierte sie mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes Ende des vergangenen Jahres zwei Workshops, am 6.12.2016 in Riga und zwei Tage später in der nordlettischen Stadt Valmiera. Die AHK lud Ausbilder, Auszubildende und Praktikumsleiter von Firmen und Berufsschulen ein, sich über ihre Erfahrungen mit der praxisorientierten Ausbildung auszutauschen. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche von Betrieben und Berufsschulen. Ziel der Veranstaltung war es, die Kooperation untereinander zu fördern, wie auch die Ausbilderkompetenzen zu vertiefen. Eine enge Zusammenarbeit im Rahmen der praxisorientierten Ausbildung wird in Valmiera bereits von einer Molkerei, einem Metallverarbeiter und einem Glasfaserproduzenten praktiziert. Die drei Unternehmen bilden gemeinsam Maschinen- und Anlageführer aus. Die Seminarteilnehmer informierten sich über diese und ähnliche Kooperationen. Die LP befragte die AHK-Projektleiterin Diāna Krastiņa über den Diskussionsstand unter lettischen Ausbildern.

AHK-Seminar zur beruflichen Ausbildung in Valmiera, Foto: AHK Baltische Staaten

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Lettland: Spirituosendealer versklavten hilflose Kunden PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 03. Februar 2017 um 00:00 Uhr

Wer nicht zahlen kann, wird eingesperrt

Flschen mit AlkoholDas weiße Winterlicht erhellt durch ein betagtes Sprossenfenster einen Raum menschlichen Elends: Die ehemals weiß getünchte Wand hat rußige Flecken, der halbhoch gestrichene dunkle Lack blättert. Das Mobiliar auf dem matten Holzboden, auf dem noch einige Lackstellen glänzen, besteht aus ein paar alten Schemeln, einem Stühlchen, einem schmutzigen Gasherd, der wahrscheinlich noch in sowjetischer Zeit hergestellt wurde, einem noch älteren rostigen Küchenkohleherd, auf dem mehrere rostige Töpfe stehen. Darüber ist nachlässig eine Kordel gespannt, von der zwei schmutzige Plastikbürsten baumeln, eine von ihnen gleicht einer Klobürste. Zwischen den Kochstellen steht an der Wand ein kleiner Tisch, der mit einer blauen Plastikplane bedeckt und mit einem Ziegelstein beschwert ist. Auf ihm und dem Gasherd sind alte große und kleine Töpfe mit und ohne Deckel verteilt, die alle rostig und beschmutzt sind. Auf dem Boden und auf den Schemeln stehen größere und kleinere Glasbehälter, die teilweise mit Flüssigkeit gefüllt sind, daneben große und kleine Schüsseln oder Eimer. Alles wirkt unsauber, mit Schmutz überzogen. An den Fensterrändern hängen Gardinenreste. Diese naturalistische Regieanweisung bildet die Kulisse zu einem Sozialdrama, das sich leider in der Wirklichkeit abgespielt hat: In der Gemeinde Līvbērze bei Jelgava benutzte eine Bande einen verlassenen Kindergarten, um dort ihre „Kunden“ wie Sklaven zu halten.

Hochprozentiger Alkohol, Foto: LP

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