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Münster, 23.4.2017
Lettland: Verfassungsrichter prüfen umstrittenes Loyalitätsgebot im Bildungsgesetz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 00:00 Uhr

Der patriotische Erziehungsauftrag lettischer Pädagogen

Lacplesis20 Abgeordnete der Oppositionspartei Saskaņa haben sich am 10.1.2017 an das Verfassungsgericht gewandt, um das Loyalitätsgebot im Bildungsgesetz zu überprüfen. Pädagogen können entlassen werden, wenn sie sich nicht loyal zur lettischen Republik verhalten. Die Saeima-Mehrheit hatte eine entsprechende Gesetzesänderung Ende des letzten Jahres beschlossen. Bildungsminister Kārlis Šadurskis ließ sie innerhalb der Haushaltsdebatte verabschieden. Den Parlamentariern blieb also keine Zeit, über die umstrittene Gesetzesstelle speziell zu debattieren. Nun äußern sich die Kritiker außerparlamentarisch, auch Gewerkschafter befürchten Zensur.

Der Lāčplēsis, der Bärentöter, hier auf dem lettischen Nationaldenkmal in Riga verewigt, gehört zu den mythologischen Figuren des lettischen Patriotismus, Foto: Peters J. Vecrumba - Paša darbs, CC BY 3.0, Saite

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Lettische Kunstausstellungen im Januar 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. Januar 2017 um 00:00 Uhr

Belcova im silbernen Kleid Die Pressequeen von 1927, eine halbe Tonne Silbergeschirr, energetische Salzkristalle und politisch unverdächtige Hakenkreuze

Die lettischen Kunstmuseen bieten zum Jahresanfang Traditionelles und Modernes. Das Angebot reicht von überlieferten Zeichen auf alten Textilien, einem kostbaren Service, das Katharina II. der Stadt Riga zur Verfügung stellte, den von Künstlern gestalteten Pressebällen der zwanziger und dreißiger Jahre bis zur Konzeptkunst von Juris Boiko.

Aleksandra Beļcova auf dem Presseball von 1927. Foto: Salon “Klio” (Vilis Rīdzenieks). SBM-Kollektion

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Taizé-Jugendtreffen 2016 in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 02. Januar 2017 um 13:56 Uhr

Frère Alois: „Es ist höchste Zeit, dass die Menschen in den westlichen Ländern ihre Angst vor Fremden und vor anderen Kulturen überwinden“

Taize-Kreuz„Es ist eine große Freude, hier in Riga zu Gast zu sein! Wir kommen aus ganz Europa, aus vielen Ländern, die zwischen Portugal und Russland liegen, aus Polen und der Ukraine. Einige kommen sogar von noch weiter her, von anderen Kontinenten, wie zum Beispiel aus Südkorea und Hongkong. Angesichts der instabilen Lage der heutigen Welt ist es wichtig, sich über die Grenzen hinweg wie Geschwister zu begegnen. Es ist ein ermutigendes Zeichen der Hoffnung, dass Jugendliche aus ganz Europa in Lettland, einem der drei baltischen Länder, zusammenkommen können,“ sagte Frère Alois nach dem Abendgebet am 28.12.2016 zu den Versammelten. (taize.fr) Der Prior leitet seit 2005 die Gemeinschaft von Taizé. Damals wurde sein Vorgänger Roger Schütz ermordet. Der Schweizer hatte in diesem kleinen französischen Dorf den ersten Männerorden gegründet, der sowohl protestantische als auch katholische Mitglieder hat. Das war nach Kriegsende. Die Brüder kümmerten sich um Kriegsgefangene und Flüchtlinge. Taizé entwickelte sich später zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Nun fand vom 28.12.2016 bis zum 1.1.2017 zum 39. Mal das alljährliche Jugendtreffen statt, zum ersten Mal in einem baltischen Land.

Das Taizé-Kreuz, Foto: Surfnico - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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