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Münster, 17.8.2018
Waldbrand in Lettland: Torfgebiet von Valdgale könnte bis zum Herbst weiter schwelen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 25. Juli 2018 um 19:13 Uhr

Torfbrand in Valdgale

Torfbrand in der Gemeinde Valdgale, Foto: Arturs Andrejs Blomkalns, Valsts policija

Deutsche Privatfirma bietet der lettischen Feuerwehr Helikopter an

Feuer und Rauch über dem Wald- und Torfgebiet der westlettischen Gemeinde Valdgale halten seit dem 17. Juli die Feuerwehr in Atem. Zwar wehte am Mittwoch kaum Wind, so dass er keine neuen Brandherde entfachte, aber im Torfgebiet schwelt das Feuer weiter, vermutlich auch unterirdisch. Die Schwelbrände im Moor- und Torfgebiet lassen sich nur aus der Luft bekämpfen. Die eigenen Armee-Hubschrauber müssen aber nach Dauereinsatz gewartet werden, deshalb forderte die lettische Regierung am Montag Hilfe bei der EU-Koordinierungsstelle ERCC an. Doch verfügbare Löschhubschrauber oder -flugzeuge waren bereits in Schweden oder bei der tragischen Brandkatastrophe in Griechenland im Einsatz. Deshalb wandte sich die lettische Feuerwehr an Weißrussland. Auch eine deutsche Privatfirma bietet ihr Fluggerät für Löscheinsätze an.

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Großer Waldbrand in der westlettischen Region Kurzeme PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 20. Juli 2018 um 21:14 Uhr

Rauch noch im 100 Kilometer entfernten Saldus zu spüren

WaldbrandSeit Dienstag kämpfen Feuerwehrleute gegen Rauch und Flammen in einem westlettischen Wald- und Torfgebiet an. Nationalgardisten und Mitarbeiter des staatlichen Forstbetriebs unterstützen sie dabei. Einige Helikopterpiloten des Grenzschutzes, der Armee und vom litauischen Rettungsdienst beobachten das betroffene Gebiet in der Nähe der Gemeinde Valdgale und löschen über den unzugänglichen Brandherden. Die Brandbekämpfung erweist sich als schwierig: Wechselnder Wind treibt das Feuer in verschiedene Richtungen, in den Torfgebieten kann es sich unterirdisch ausdehnen, der Rauch gefährdet noch in weiter Entfernung die Gesundheit. Am Mittwoch mussten die 130 Bewohner von Stikli evakuiert werden, weil starker Rauch durch die Ortschaft trieb. Es besteht aber nach offiziellen Angaben nicht die Gefahr, dass das Feuer auf diese Siedlung übergreift. Nach Meldungen vom 20.7.2018 hat der Brand inzwischen eine Größe von etwa 700 Hektar erreicht. Er zählt damit zu den größten Bränden, die in den letzten Jahrzehnten in Lettland beobachtet wurden. Die westlettische Region Kurzeme (Kurland) blieb in den letzten Wochen ungewöhnlich trocken, die Meteorologen hatten vor Waldbränden gewarnt.

Ein Waldbrand, Foto: Neaizsargāts darbs, Saite

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Lettland: Hitzewelle kommt zurück PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 18. Juli 2018 um 00:00 Uhr

Badefreuden und ihre Schattenseiten

 Brauner RasenNach einigen Tagen der Bewölkung und schwerer Unwetter ist die Hitzewelle an die Rigaer Bucht zurückgekommen. In Dobele und Stende wurden am 17. Juli 2018 mit 30,5 bzw. 29,6 Grad neue Temperatur-Tagesrekorde gemessen. In ganz Lettland stieg das Thermometer an diesem Tag auf mindestens  27 Grad. Am heißesten war es im kurländischen Küstenort Pavilosta, wo 32 Grad erreicht wurden – allerdings war das für Pavilosta kein Rekord, denn hier wurden am 17. Juli 2010 bereits 33,3 Grad gemessen (lsm.lv). Die Letten genießen ideale Badetemperaturen. Die Ostseeküste erwärmt sich derzeit in den Nachmittagsstunden auf 23 Grad (meteo.lv), fast so warm sind die Nächte, die man bei solchen Temperaturen „tropisch“ nennt. Mit anderen Worten: Ein Traumwetter für Sonnenhungrige an baltischen Stränden - Sommer, Sonne, Sonnenschein eben. Doch wo viel Licht ist, gibt’s viel Schatten: Die Zahl jener Menschen, die in Lettland wegen Überhitzung ärztliche Hilfe benötigen, hat sich pro Tag von zwei bis drei auf 15 Patienten erhöht (lsm.lv). Lettische Landwirte rechnen nach langer Trockenheit mit Ernteausfällen (LP: hier). Jüngst meldete die Nachrichtenagentur Leta, dass auch die lettische Weizenernte um neun Prozent geringer ausfallen dürfte als im Vorjahr (lsm.lv). Der lettische Straßenbetriebsdienst appelliert an die Autofahrer, auf Schäden im Asphalt zu achten, die durch Temperaturen von über 50 Grad verursacht werden (lsm.lv). Anzeichen für die allgemeine Erwärmung?

Brauner Sommerrasen - hier nicht in Rom, sondern in Riga, Foto: LP

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