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Münster, 26.7.2017
Lettische Hausärzte beginnen unbefristeten Streik PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 04. Juli 2017 um 13:25 Uhr

„Die staatliche Medizin ist verkommen“

Freund Hein vor der SaeimaSeit dem 3.7.2017, Punkt 12 Uhr mittags, müssen sich lettische Patienten umsehen. Seitdem ist es für viele schwierig, einen Arzt zu finden, der ein Rezept ausstellt, eine Krankheit bescheinigt oder Kopfschmerzen kuriert. 600 „gimenes arsti“, „Familienärzte“, deren Tätigkeit jener deutscher Hausärzte entspricht, streiken seitdem, bieten Hilfe nur noch in lebensbedrohlichen Notfällen. Etwa die Hälfte der lettischen Hausärzte befindet sich somit in einem unbefristeten Ausstand. Das ist insbesondere für Betroffene auf dem Land ein Problem, wo das nächste Krankenhaus weit entfernt ist. Die Regierung zeigt Verständnis für den Unmut der Mediziner, bittet aber um Geduld.

Freund Hein in der Farbe der Union der Grünen und Bauern vor der Saeima während einer Protestaktion der Krankenschwestern im letzten Jahr, Foto: LP
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Lettische Kunstausstellungen im Juli 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 01. Juli 2017 um 16:22 Uhr

Künstler, die Feuer spucken, den ruhenden Punkt suchen oder sich elegisch erinnern

Vedron, FilipovicsAuch im Juli präsentieren die lettischen Kuratorinnen Künstler, die schon mal in Deutschland ausgestellt haben. Oļegs Tillbergs kam in der wechselvollen Zeit der achtziger Jahre nach Westberlin, um den Deutschen erstmals lettische Avantgarde-Kunst zu zeigen. Die Fotografin Iveta Vaivode hat ebenfalls Deutschland-Erfahrung. Sie erhielt von der C/O Berlin Foundation im Jahr 2013 einen Förderpreis. In ihrer aktuellen Ausstellung “Schwertlilien” lichtet sie die Überreste ihrer Kindheit auf elegischen Bildern ab. Die Malerin Paula Zariņa-Zēmane sucht nach dem ruhenden Punkt, an dem sich die Gegensätze dieser Welt annähern und ausgleichen. Hier die Zusammenfassung aus PR-Texten lettischer Museen zu neuen Kunstausstellungen im Juli 2017.

"Vedron" von Jānis Filipovičs, Foto: laac.lv
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Lettische Regierung will progressive Einkommenssteuer einführen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 29. Juni 2017 um 00:00 Uhr

Abschied von der „Flattax“

Reizniece-Ozoliena und DombrovskisDie lettische Öffentlichkeit debattiert schon lange über das Steuersystem, das niedrige und mittlere Einkommen zu stark belastet. Finanzministerin Dana Reizniece-Ozola (Union der Grünen und Bauern, ZZS) machte Ende Februar u.a. den Vorschlag, die Einkommenssteuer von 23 auf 20 Prozent zu senken. Doch der Koalitionspartner Vienotiba wollte ihr Konzept nicht unterstützen, weil es kein zusätzliches Geld für die medizinische Versorgung vorsah. Der Staat zahlt für die Ausstattung der Krankenhäuser und für die Gehälter des medizinischen Personals zu wenig. Für die nächsten vier Jahre wird ein zusätzlicher Bedarf von 500 bis 600 Millionen Euro beziffert. Am 14.6.2017 verkündete die Regierung ihre Reformpläne für Steuern und Sozialabgaben: Sie bedeutet den Abschied von der sogenannten Flattax, dem Einheitssteuersatz, der Arme und Wohlhabende prozentual gleichermaßen belastet.

Die lettische Finanzministerin Dana Reizniece-Ozola in einer öffentlichen Diskussion mit EU-Kommissar Valdis Dombrovskis, Foto: fm.gov.lv

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