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Münster, 10.7.2020
Lettische Kunstausstellungen im Juni/Juli 2020 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 18. Juni 2020 um 00:00 Uhr

Grenzgänger

Geikins: Mann und FrauDie lettischen Museen erwachen allmählich aus dem Corona-Schlaf. Nun werden wieder Ausstellungen angekündigt, seit Mitte Mai hat das Nationalmuseum der Kunst in Riga wieder geöffnet, wobei die Besucher allerdings Schutzbestimmungen beachten sollten (lnmm.lv). Noch sind die Ausstellungen „Skuja Braden“ (bis 27. September im Museum für dekorative Kunst und Design in Riga) und „Kabuki“, japanische Kunst des 19. Jahrhunderts (Kunstmuseum Rigas Börse bis 16. August), zu sehen. Das kleine Museum zum Gedenken an Romans Suta und Aleksandra Belcova öffnet erst im Juli wieder und die Kunsthalle Arsenals ist nicht wegen Corona, sondern wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Künstler, denen die lettischen Kuratorinnen die nächsten Ausstellungen widmen, haben Grenzen überschritten - geographisch, kulturell und künstlerisch. Austra Ozolina-Krauze gilt als “eigentümliche Persönlichkeit voller Widersprüche”, Romualds Geikins ist bestrebt, disparate Erscheinungen der Kulturen und Epochen zu vereinen und Hsiao Chin erlebte als Wanderer zwischen den Welten Asiens und Europas einen Kulturschock. Nun ist der Grenzübertritt nach Corona-Sperrungen wieder erlaubt, Riga für Touristen wieder erreichbar. Hier die Zusammenfassung aus den PR-Texten lettischer Museen für Juni/Juli 2020.

Romualds Geikins, Mann und Frau, Foto: Ilze Putniņa/ LNMM

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Lidl Latvijas Baupläne verärgern die Anwohner PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 13. Juni 2020 um 00:00 Uhr

Nicht so einen “halbgaren Mist”

Lidl-Eröffnung in VilniusDer Autor dieser Zeilen erinnert sich noch an den ersten Supermarkt in den frühen siebziger Jahren, der den Tante-Emma-Laden seines Viertels in die Pleite trieb: Der Selbstbedienungsladen fand noch im Parterre eines Mehrfamilienhauses Platz, seine Einkaufswagen glichen aus heutiger Sicht Kinderspielzeug. Autofahrer mussten sich mit einem Dutzend Stellflächen auf dem Hinterhof begnügen. Heutzutage benötigen profitable Lebensmittel-Discounter andere Dimensionen: Die Einkaufswagen haben inzwischen ein Fassungsvermögen, das reicht, um Prepper mit Vorräten für die bevorstehende Apokalypse zu versorgen (zum Ärger jener, die hinter ihnen an der Kasse stehen). Und rund um die Einheitsarchitektur herum erstreckt sich das mit weißen rechteckigen Kästchen verzierte hektargroße Grau asphaltierter Stellflächen, auf dem Kunden die ergatterten Preisschlager in ihre SUVs oder sonstige Blech-Vehikel laden. Eine solche Architektur möchte Lidl Latvija auch in Lettland etablieren. Der deutsche Konzern plant, demnächst die ersten zehn Filialen zu eröffnen. Doch mancherorts stoßen seine Bebauungspläne auf den Widerstand der Anwohner: Sie wollen nicht, dass für Parkplätze Bäume gefällt werden und auch nicht, dass die Kalnciema Straße im Rigaer Viertel Agenskalns, die eine Reihe historisch wertvoller Holzhäuser und eine Allee aufweist, durch einen unförmigen Lidl-Quader verschandelt wird.

Lidl-Eröffnung im litauischen Vilnius 2016, Foto: Captcha-LT - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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Lettland: Viele Corona-Schutzbestimmungen bleiben in Kraft PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 10. Juni 2020 um 00:00 Uhr

Opposition kritisiert mangelndes Gleichgewicht zwischen Unternehmern und Lohnabhängigen

Kucinskis und Reizniece-OzolaErst mal die gute Nachricht für alle Schnapsdrosseln: Auch nach Beendigung des Ausnahmezustands am 9. Juni 2020 dürfen alkoholische Getränke weiterhin im Internet gehandelt werden, zumindet noch bis zum Jahresende. Das war vor der Pandemie in Lettland verboten. Nach lettischem Gesetz darf die Regierung, wenn die Sicherheit des Landes bedroht ist, bis zu drei Monaten den Ausnahmezustand verhängen. Dieser Zustand, über den ein Krisenrat entscheiden musste, verlieh ihr beim Ausbruch der Pandemie zahlreiche Vollmachten: Das Ministerkabinett durfte ab dem 12. März kommunale Befugnisse außer Kraft setzen und die Rechte der Bürger einschränken. Sie fasste Beschlüsse, die normalerweise der Zustimmung des Parlaments bedurft hätten. Am 5. Juni beschloss die parlamentarische Mehrheit der Fünf-Parteien-Koalition, mehrere Covid-19-Gesetze im Eilverfahren durch die Saeima zu bringen. Auch nach dem Ende des Ausnahmezustands bleibt die Regierung gestärkt und das Parlament geschwächt. Der Gesetzgeber lockerte zwar die Ausgangs- und Kontaktsperren, doch Kinder, Angestellte, Kunden, Besucher, Demonstranten, Fahrgäste, Touristen und Geschäftsreisende müssen noch so manche Corona-Schutzbestimmungen beachten.

Saeima-Sitzung vom 5. Juni im Corona-Modus: Die Abgeordneten, hier die ZZS-Politiker Maris Kucinskis und Dana Reizniece-Ozola, tagen in separaten Räumen und reden über PC. Foto: Ernests Dinka, Saeima

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