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Münster, 24.6.2018
Lettische Regierung organisiert die Verarmung ihrer Bevölkerung PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 05. Juli 2009 um 12:05 Uhr
Die Regierung Lettlands gleicht derzeit einer Insolvenzverwaltung, eingesetzt vom Internationalen WährungsfondsParex-Banka in Riga (IWF) und der Europäischen Union. Nach den Kommunal- und Europawahlen am 6. Juni verkündete das Kabinett unter Führung des jugendlichen Premiers Valdis Dombrovskis, im laufenden Haushaltsjahr müssten über die bereits umgesetzten Kürzungen hinaus weitere 500 Millionen Lats (719 Millionen Euro) eingespart werden. Zehn Tage später gab die Regierungsmehrheit in der Saeima, dem Parlament, grünes Licht für dieses Vorhaben. Damit sollen unter anderem Lehrergehälter abermals abgesenkt und weitere staatliche Institutionen geschlossen werden. Besonders hart trifft es arbeitende Rentner: Sie verlieren 70 Prozent ihrer Altersbezüge. Die Verantwortlichen stellen ihre immer drastischeren Sparpläne als alternativlos dar, andernfalls drohe “Staatsbankrott” oder gar das Ende der kleinen Ostseerepublik. Die rigorose Sparpolitik erzeugt allerdings wachsenden Unmut. Der soziale und wirtschaftliche Niedergang erfolgt so rasch, dass die Demonstranten mit ihren Gegenforderungen kaum nachkommen.
Symbol für die Finanz- und Wirtschaftskrise in Lettland: Die inzwischen verstaatlichte Parex-Bank. Photo: Udo Bongartz
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. September 2013 um 11:17 Uhr
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"Jani" in Deutschland PDF Druckbutton anzeigen?
Freitag, den 19. Juni 2009 um 17:33 Uhr
Die einen nennen es im Deutschen "Sommersonnenwende", die anderen "Johannisnacht", aber gemeint ist in beiden Fällen die kürzeste Nacht des Jahres vom 23. auf den 24. Juni, lettisch: "Jāņi". Wenn man Glück hat und es sprichtwörtlich "nicht regnet wie zu Johannis", dann ist es in Lettland die Nacht der Nächte. Lagerfeuer am Boden und das flackernde, nach geheimnisvollen Rezepturen befüllte Teerfaß auf der hohen Stange symbolisieren das Licht. Selbstgemachter Käse und Pīrāgi (Piroggen) gehören als Schmaus dazu, aber auch lecker Bier.
 
Jāņi (von Jānis Jaunsudrabiņš)
So illustrierte der lettische Schriftsteller Jānis
Jaunsudrabiņš 1914 seine Geschichte "Jāņi"... 
 
Die Frauen tragen leichte Kränze aus Blumen und Gräsern, für die Herren sind solide Ausführungen aus stolzer Eiche angesagt. Stunde auf Stunde gehen oft genug improvisierte, auf konkrete Personen zugeschnittene Lieder einen gepfefferten Wettstreit ein, Junge gegen Alte, vor allem aber Männlein gegen Weiblein, da liegt Erotik in der Luft. Und wer in der Menge nicht genug davon bekommen kann, der kann sich mit seiner besseren Hälfte in den geheimnisvollen Wald begeben, auf der Suche nach der "Blüte des Farnkrauts". Aber man muß nicht einmal nach Lettland fahren, um "Jāņi" zu feiern, auch in Deutschland besteht Möglichkeit dazu. Unter anderem bereits am 20. Juni in Berlin oder exakt am Johannisabend in Bonn-Bad Godesberg. Näheres dazu im Event-Kalender. Līgo!
 
-OJR-
 
Die Berlins in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 09:04 Uhr
Büste Sir Isaiah BerlinAls der Philosoph Isaiah Berlin am 6. Juni 1909 in Riga geboren wurde, schien er ein Leben in einer prosperierenden und toleranten Stadt vor sich zu haben, in der verschiedene ethnische und religiöse Gruppen weitgehend friedlich zusammenleben. Doch die Ereignisse des Ersten Weltkriegs, Oktoberrevolution und die antisemitische Stimmung vertrieben ihn und seine jüdischen Eltern nach Großbritannien. Dort avancierte Berlin zum Oxford-Professor und zu einem der führenden Intellektuellen des Landes. Unter der Schirmherrschaft der Ex-Präsidentin Vaira Vīķe-Freiberga gedachten die Rigenser nun seines 100. Geburtstags. Eine mehrtägige Konferenz, eine Denkmalenthüllung und die Erstaufführung von Gints Grūbes englischsprachigem Dokumentarfilm “Born in Riga” gehörten zum Programm.

Ein Sohn Rigas: Sir Isaiah Berlin (1909-1997). Photo: www.berlininriga.com
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