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Münster, 22.2.2018
Wenn der Feind verbrannt wird: LTV 1 zeigte die Dokumentation The Soviet Story von Edvins Snore PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Ojars Rozitis   
Dienstag, den 24. Juni 2008 um 10:21 Uhr
Titelvorspann The Soviet StoryAm 14. Juni 2008 trübten nach vielen heiteren Tagen trauriggraue Wolken den Himmer über Lettland. Regen fiel auf das Lettische Okkupationsmuseum, das sich als schwarzer Block im Zentrum der Hauptstadt Riga erstreckt. Dort gedachte der Politikwissenschaftler und Filmemacher Edvīns Šnore gemeinsam mit Politikern, Wissenschaftlern und Angehörigen von Deportierten der Ereignisse, die sich vor 67 Jahren in ihrem Land zugetragen hatten: In der Nacht zum 14. Juni 1941 verschafften sich bewaffnete Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes, der sogenannten Tscheka, Zutritt zu zahlreichen Wohnungen überall im Land. Die Eindringlinge erklärten den Bewohnern, dass sie auf der Stelle abtransportiert würden. Auf den Bahnhöfen trennten die Schergen die Männer von ihren Frauen und Kindern, um beide Gruppen in verschiedene GULAG-Lager der sibirischen Weiten zu verfrachten. Oft erwartete die Gefangenen ein Platz in freier Natur, auf dem sie die Baracken selbst errichten mussten. Etwas mehr als 14 000 Letten wurden allein an diesem Tag in die Viehwaggons gepfercht. Rund 5 000 fanden den Tod, auch die Stalinisten wussten, wie man durch Arbeit Menschen vernichtet.

Titelvorspann von The Soviet Story. Vom Bildschirm abphotographiert von Udo Bongartz
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. November 2011 um 21:21 Uhr
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Inflation hoch - Wachstum niedrig - Regierung ratlos PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 13. Juni 2008 um 19:52 Uhr
Die Abgeordneten des lettischen Parlaments, der Saeima, debattierten am 11.6.08 über die problematische Saeima in Rīga wirtschaftliche Situation in ihrem Land. Im Mai blieb die Inflationsrate mit 17,9 Prozent auf Rekordniveau, zugleich schwächte sich das Wirtschaftswachstum deutlich ab. Nach Angaben des lettischen Statistik-Amtes erhöhte sich in den ersten drei Monaten 2008 das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 3,3 Prozent – das sind 4,5 Prozent weniger als im letzten Viertel des Jahres 2007. Der liberalkonservative Regierungschef Ivars Godmanis, der bei Amtsantritt eine sinkende Inflationsrate prognostiziert hatte, stellte sich den Vorwürfen der Opposition.
Debatten über Wirtschaftskrise in Lettland: Saeima in Rīga. Foto: Udo Bongartz
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Oktober 2013 um 18:22 Uhr
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Todeszüge auch nach Riga: Ausstellung in Münster PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 25. Mai 2008 um 12:37 Uhr

Auf die Frage, was Deutschland und Lettland verbinde, fällt den meisten als erstes Stichwort dieStolperstein Demnig mittelalterliche Handelsvereinigung Hanse ein, vielleicht auch noch der Schwertbrüderorden und jahrhundertlange deutsche Herrschaft im Baltikum, gelegentlich auch die Aufklärer Johann Gottfried Herder und Garlieb Merkel. Schwieriger wird es schon mit dem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt von 1939, der Estland, Lettland und Litauen letztlich über 40 Jahre von der Landkarte Europas tilgte. Aber den wenigsten ist bewußt, dass auch der Holocaust, die von den Nationalsozialisten geplante und betriebene Vernichtung des europäischen Judentums, eine Brücke schlägt zwischen den Ufern des Rheins und der Daugava.

Ein sogenannter Stolperstein" des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert vor dem Haus Hermannstr. 48 in Münster an den jüdischen Jungen Julius Lentschützki, der 1941 nach Riga deportiert wurde und 1945 in Stutthof starb. Copyright Photo: Ojars J. Rozitis.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Februar 2011 um 22:06 Uhr
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