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Münster, 17.8.2018
Domus-Rigensis-Tage 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 14. Juli 2018 um 00:00 Uhr

Die lettische Staatsgründung 1918 aus deutschbaltischer Sicht

Denkmal LozmetejkalnsDie Domus-Rigensis-Tage, der Jahreshöhepunkt dieses deutsch-lettischen Kulturvereins, bot wieder ein umfangreiches, ebenso lehrreiches wie unterhaltsames Programm, das diesmal dem 100jährigen lettischen Staatsjubiläum gewidmet war. Die etwa 200 Mitglieder, Letten und angereiste Deutsche, häufig deutschbaltischer Abstammung, trafen sich vom 6. bis 8. Juli in Riga, um die Vorträge des Kunsthistorikers Ojars Sparitis und des Politologen Ivars Ijabs zu verfolgen, ein Konzert anzuhören, das Tanzbein in festlicher Garderobe auf einem Ball zu schwingen und sich schließlich auf eine Ausfahrt zu historischen Stätten zu begeben.

Das Denkmal für lettische Soldaten, die in den Weihnachtskämpfen von 1917 gefallen sind, im Hintergrund: Ojars Sparitis, Foto: LP

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Lettland: Abschluss des XXVI. Liederfestes und XVI. Tanzfestes im Mezapark PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 09. Juli 2018 um 00:00 Uhr

Feststimmung in Riga und im ganzen Land

Die Stimmung, die in Riga während des Liederfestes herrscht, ist vergleichbar mit dem WM-Fieber in Deutschland – zumindest, solange die eigene „Mannschaft“ noch im Spiel ist: Man sieht allenthalben die Nationalfahne, Public Viewing auf den zentralen Plätzen der Innenstadt, Konzerte auf kleinen Bühnen, Menschen in folkloristischer Tracht, Märkte, auf denen traditionelles Kunsthandwerk angeboten wird. Das alles ist das üppige Beiwerk zu den Hauptveranstaltungen auf der Bühne im Mezapark, die zum 100jährigen Staatsjubiläum renoviert wurde. Neun Tage lang wurden von dort die Musik- und Tanzveranstaltungen live übertragen. Lettlands kulturelles Hauptereignis, das in der Regel alle fünf Jahre stattfindet, endete in der Nacht vom 8. auf den 9. Juli 2018 mit dem großen Abschlusskonzert „Auf dem Weg zu den Sternen“, an dem 16.500 Chormitglieder, 1.200 Tänzerinnen und Tänzer, 1.500 Orchestermusiker und Solisten teilnahmen.

Foto: Dainis Matisons - originally posted to Flickr as Latvian song festival by Dainis Matisons, CC BY 2.0, Saite

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Lettische Kunstausstellungen im Juli 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. Juli 2018 um 00:00 Uhr

Wer das Grußwort “Ciao” nach Lettland brachte

Strunke, Ivo PanaggiHeimat und Fremde, Inländer und Ausländer oder auch Insider und Outsider – das sind Gegensätze und Schlagwörter, die zum Vokabular der Propaganda gehören. Da bietet die definierte Nichtpropaganda, also Kunst mit ihrer speziellen und widerspenstigen Wahrnehmung, Gelegenheit, das medial Eingetrichterte zu überprüfen. Vieles ist nur eine Frage des persönlichen Standpunktes, wer auf einer Seite steht, ist hier In- und dort Outsider. Wer jahrelang inmitten der Gesellschaft eines Landes aufwuchs, mag im Exil als Sonderling gelten. Dass Künstler keine Propagandisten sind, bedeutet keineswegs, dass sie die “richtige” politische Meinung vertreten. Zum Beispiel bedeutet die Vorliebe des “italienischsten Letten”, Niklavs Strunke, zum Futurismus auch, dass er sich mit Künstlern anfreundete, die faschistische Überzeugungen hatten. Doch in der Kunst gibt es stets ein Moment des Neuen und Ungewohnten, das in politischer Propaganda nicht aufgeht. Hier die Zusammenfassung der PR-Texte lettischer Museen (und ausnahmsweise auch eines estnischen) für den Monat Juli.

Niklavs Strunke: Kopfkonstruktion, Foto: LNMM

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