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Münster, 28.3.2017
Rätsel um die Pläne der deutschen Besatzer für die Lepra-Klinik in Stūrīši PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 23. März 2017 um 00:00 Uhr

Rettete Irma Ludzeniece ihren Patienten vor deutschen Soldaten das Leben?

Irma AronsÄrzte, Pfleger, Soldaten und Hilfspolizisten beteiligten sich in der Nazi-Zeit am Massenmord an Psychiatriepatienten in Deutschland und in den besetzten Gebieten, auch in Lettland. Das ist inzwischen bekannt. Wollten deutsche Soldaten auch die Insassen einer Leprastation in der Nähe von Talsi erschießen, weil die Wehrmacht Lazarette benötigte? Entsprechende Überlieferungen, die Agnese Lūse im Auftrag eines Buchprojekts recherchierte, deuten darauf hin, lassen aber Zweifel bestehen.

Passfoto von Irma Ārons vor ihrer Ehe mit Jānis Ludzenieks, Foto: Lettlands Historisches Staatsarchiv

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Konferenz an der Lettischen Universität: Reformation in der heutigen Welt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 19. März 2017 um 13:36 Uhr

Lutherische Identität heute: Brückenbauer und Friedensstifter

Plakat zur KonferenzVor 500 Jahren soll Martin Luther in Wittenberg seine 95 Thesen angenagelt haben. Ob dies wirklich so geschah, ist inzwischen umstritten. Fest steht dagegen, dass die neue Lehre zu beträchtlichen Umwälzungen in Europa führte. Riga war recht früh dabei. Bereits 1522 bestimmten der städtische Rat und die beiden Gilden, die Vertretungen der Kaufleute und Handwerker, dass der Reformator Andreas Knöpken zweiter Pfarrer der Petrikirche werden sollte. So fasste Luthers Lehre in der baltischen Region schnell Fuß. Sie gewann erheblichen Einfluss auf die weitere kulturelle, gesellschaftliche und historische Entwicklung. Ohne Luthers Bestreben, die Bibel dem Volk in der eigenen Sprache zu verkünden, wäre die Entwicklung der Nationalsprachen und die Herausbildung nationaler Identitäten nicht denkbar gewesen – im positiven wie im problematischen Sinne. Auch die lettische Nationalbewegung hat diese religiösen Wurzeln. In der Lettischen Universität trafen sich am 17.3.2017 Theologen und Historiker zur ganztägigen Konferenz: „Die Reformation in der heutigen Welt“. Am Vormittag versammelten sich die Teilnehmer im festlichen Großen Saal der Universität. Anwesend waren auch der lettische Erzbischof Janis Vanags und Gerhard Ulrich, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Die beiden haben zu dem, was Reformation bedeutet, ziemlich unterschiedliche Auffassungen.

Plakat zur Konferenz

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Lettische Kunstausstellungen im März 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 04. März 2017 um 00:00 Uhr

Wie der Hyperrealismus nach Lettland kam, wie Frauen ihre gesellschaftliche Rolle dekonstruieren und wie ein Grafiker das Hirn des Betrachters beschäftigt

Kalauca, RäumeNicht nur das Lutherjahr, auch das bevorstehende 100jährige Jubiläum der lettischen Staatsgründung 2018 beschäftigt die Kulturszene. Eine große Ausstellung zum Hyperrealimus deutet bereits auf die Feierlichkeiten im nächsten Jahr voraus. Sie zeigt das Wirken lettischer Künstler im internationalen Kontext. Hyperrealismus, der über die Documenta 5 im Jahre 1972 von Amerika nach Europa kam, bot den lettischen Künstlern ein neues Mittel, die Grenzen politisch gewollter Kunst zu überwinden. In der Ausstellung "Ich berühre mich" zeigen fünf Künstlerinnen, dass die Entgrenzung von Geschlechterrollen kein abgegoltenes Thema ist. Die Sprache gibt dem Männlichen den Vorrang, Frauen sind auf der künstlerischen Suche nach der eigenen. Auch Guntars Sietiņš entgrenzt. Er stellt die realistische Wahrnehmung des Betrachters in Frage, illusioniert ihn... Hier die März-Vorschau auf Ausstellungen, zusammengefasst aus den PR-Texten lettischer Museen.

Vineta Kaulača. Räume, rotes Licht, 2010 ist in der Ausstellung Hyperrealismus zu sehen, Foto: LNMM
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