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Münster, 16.10.2018
GoEast Filmfestival mit lettischer Beteiligung PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Jens von Rauchhaupt   
Donnerstag, den 29. März 2007 um 19:42 Uhr
vom28bis3AprilVom 28. März  bis zum 03. April findet in Wiesbaden das siebente goEast Filmfestival statt.  „Es ist an der Zeit, sich zu öffnen, für Gedanken, Bilder, Mythen und Geschichten der östlichen Nachbarn. Für ihre Kultur. Für ihre Filme.“ So beschrieb die Initiatorin und Direktorin des Deutschen Filminstituts (DIF), Claudia Dillmann im Jahre 2001 die Intention dieses kulturellen Schmankerls, dass auch dieses Jahr unter anderem in „einem der schönsten Kinos Deutschlands“ der Caligari FilmBühne und in der Villa Clementine stattfinden wird.

Im Wettbewerb stehen rund 15 abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme, sowie zahlreiche Kurzfilme der letzten beiden Herstellungsjahre. Dieses Jahr lohnt sich die Teilnahme für die Filmemacher aus einem besonderen Grund: Erstmalig verleiht die Robert Bosch Stiftung den FILMFÖRDERPREIS 2007 für besonders gelungene Koproduktionen. Mit diesem werden drei Teams, in denen ost- und südosteuropäische sowie deutsche Nachwuchsfilmemacher zusammenarbeiten, unterstützt. Der Preis wird in den Sparten Animation, Dokumentation und Kurzspielfilm vergeben. Die Fördersumme beträgt pro geförderte Produktion bis zu 70 Tausend Euro

Liebevolle Ode an das lettische Volk
Der „bester Film“ wird mit dem 10.000 € dotierte Škoda-Preis bedacht. Mit im Rennen und mit guten Aussichten auf einen vorderen Platz ist die lettisch-estnische-slowenische Koproduktion „die Geisel“ (Kilnieks), in Szene gesetzt von der lettische Regisseurin und Drehbuchautorin Laila Pakalnina. Der Film wurde bereits im Vorfeld als „liebevolle Ode an das lettische Volk“ bezeichnet und erntete gute Kritiken. Pakalnina ist keine Unbekannte, 1962 in Lettland geboren, studierte sie an der Moskauer Filmschule WGIK und drehte nach mehreren Kurzfilmen ihr Spielfilmdebüt "Der Schuh" (1998). Ihr zweiter Spielfilm "Die Python“ schaffte es 2003 gar zu den Filmfestspielen in Venedig.

Neben dem Škoda-Preis können die Filmemacher aber auch den Regiepreis „Die goldene Lilie“, ein mit 7.500 € dotierte Preis der Stadt Wiesbaden oder den mit 10 Tausend Euro ausgestattete Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung sowie der Preis des Auswärtigen Amts für „künstlerische Originalität, die kulturelle Vielfalt schafft“ in Höhe von 2.000 Euro gewinnen. Über die Preise entscheidet eine international besetzte Jury.  Aber selbst wenn Laila Pakalnina mit ihrem Film in Wiesbaden leer ausginge, braucht sie sich nicht zu grämen. Schließlich ist „die Geisel“ auch für den Internationalen Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen nominiert. Dieses Festival findet in Dortmund und Köln vom 17. bis 22. April statt. Acht Spielfilme konkurrieren dort um den mit 25.000 Euro dotierten Preis. Aber jetzt heißt es erst mal für Wiesbaden: Film ab!
 

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