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Münster, 30.4.2017
Die neuen Glocken vom Dom zu Riga... PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 11. Februar 2016 um 00:00 Uhr

... aus Königstein im Taunus

Rigaer DomglockeVon Werner v. Sengbusch

„Am 12.01.2016 wurden die Bauarbeiten am Rigaer Domturm von Bauamt in Riga abgenommen, d.h. endlich konnte das Projekt des langfristigen Erhalts des Rigaer Domes abgeschlossen werden“, so schrieb mir in einer E-Mail vom 20. Januar dieses Jahres Ronalds Lusis, verantwortlicher Koordinator der Restaurationsarbeiten am Rigaer Dom; und er schreibt weiter: „In dem Projekt kamen architektonische, künstlerische und technische Forschung zum Einsatz, verbunden mit technischer Planung und den notwendigen Restaurierungsarbeiten. Diese umfassten die Restaurierung der Holzkonstruktionen des Turmes, die Erneuerung der Dacheindeckung, sowie die Wiederherstellung der Kapellen des Turmes mit künstlerischen und historischen Denkmälern. Die Gesamtkosten des Projekts lagen bei 6,5 Mill €. Während der Durchführung des Projektes wurden auch die in den 90er Jahren aus Königstein im Taunus der Lettischen evangelischen lutherischen Kirche geschenkten fünf Glocken im Domturm aufgehängt. Die Glocken hatten wegen der Stabilitätsprobleme des Domturms mehr als 10 Jahre im Domgarten gestanden. Jetzt läuten sie an jedem Arbeitstag und Sonnabend kurz vor acht Uhr und jeden Sonntag um zwölf Uhr mit anderen historischen Glocken in ganz Altriga zum Gottesdienst. Die Anbringung der Glocken hat die Glocken- und Kunstgießerei Rincker aus Sinn durchgeführt. Die Untersuchungen bezüglich des Einflusses der Glockenschwankungen auf dem Domturm erfolgten durch die Ingenieurgruppe Bauen aus Mannheim. Das Projekt wurde im Rahmen der EFRE-Aktivität 3.4.3.3, Unterstützung privater Eigentümer von Kulturdenkmälern in Denkmalpflege und in der effektiven Nutzung ihres sozioökonomischen Potenzials, durchgeführt“.

Foto: Ronalds Lusis

 

Durch Glockenbeauftragten gen Riga

Als Königsteiner Bürger bin ich natürlich ein wenig stolz, dass nunmehr im Rigaer Domgeläut die fünf kleinen Glocken ertönen, die bis 1994 bei einem Gemeindezentrum in Königstein zur Andacht riefen. Als dieses Kyrios-Zentrum aufgelöst wurde, war es die Pfarrerin Frau Katharina Stoodt-Neuschäfer zusammen mit dem „Glockenbeauftragten“ der ev. Kirche in Deutschland, die den Vorschlag machte die Glocken nach Riga zu senden. Der große altehrwürdige Dom sollte wieder ein Gotteshaus sein.´Mit einem mir von Herrn Lusis per Dropbox übermittelten Video konnte ich vor wenigen Tagen unsere Pfarrerin freudig überraschen. So werden demnächst die Rigaer Domglocken auch in Königstein in einem Gottesdienst läuten.

 

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