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Münster, 30.4.2017
Lettische Kunstausstellungen im November 2016 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 28. Oktober 2016 um 13:45 Uhr

Globalisierung begann vor vielen tausend Jahren

Fallende Blätter bräunen die Wege in dieser düsteren abendländischen Zeit. Da empfiehlt es sich, in lettischen Kunstmuseen Zuflucht zu suchen. Ihre Ausstellungen zeigen, wie wichtig überwindbare Grenzen und Kulturaustausch sind. Ohne sie lebte der Mensch noch heute in Höhlen, mit Fellen bekleidet, mit Faustkeilen hantierend. Die Händler der Seidenstraße machten die Abendländer seit der Antike mit unbekannten Produkten und neuen Ansichten vertraut. Das Leben wurde mit Seide, Glas, Porzellan und Papier schöner und bequemer - mit Schwarzpulver aber auch gefährlicher. Lettische Künstler standen in der geschlossenen sowjetischen Gesellschaft unter Aufsicht der Machthaber. In Malerei und Bildhauerei war die Kunst nicht frei. Die Kreativen nahmen zum Design oder zu kinetischen Arbeiten Zuflucht, schafften sich neue Freiräume im Ausdruck und fanden damit internationale Anerkennung. International geprägt ist auch Leben und Werk Eva Haruts: Sie wurde in Armenien geboren, lebt in Dresden und hat nun eine Ausstellung im lettischen Daugavpils.

Objekte aus der Ausstellung zur Seidenstraße, Foto: LNMM

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Eižens Upmanis gestorben PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 25. Oktober 2016 um 00:00 Uhr

Eizens UpmanisAm 28.9.2016 ist nach langer schwerer Krankheit Eižens Upmanis im Alter von nur 61 Jahren gestorben. Der Architekt engagierte sich für die Pflege historischer Friedhöfe und hatte zahlreiche Kontakte zu Deutschen. Viele Jahre war er Vorsitzender des deutsch-lettischen Kulturvereins Domus Rigensis. Ojars Sparitis, Leiter der Wissenschaftlichen Akademie in Riga und Domus-Rigensis-Mitglied, schrieb einen Nachruf.

Eižens Upmanis, Foto: Domus Rigensis

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Brederlo-von Sengbusch-Kunstpreis 2016 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 14. Oktober 2016 um 13:32 Uhr

"...wertvolle Mitteilungen über die Realität"

Mezule, Schütte, SengbuschIn der Vorhalle am Treppenaufgang der ersten Etage waren einige Stuhlreihen aufgestellt. Die etwa dreißig Plätze waren bald von Kunstinteressierten lettischer oder deutsch(baltisch)er Herkunft besetzt. Eine etwa gleich große Gruppe Studierender, die etwas später eintraf, musste sich auf die Treppe bequemen. An den neugotischen Säulen der Kunstakademie hatte man Blumensträuße zur Übergabe postiert. Jurģis Andersons machte sich am Flügel bereit, um Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" zu spielen. Die Versammelten sahen zum Vortragspult und auf die Wand, auf die ein Beamer Bilder projizierte. In diesem feierlichen Rahmen verlieh am 5.10.2016 eine siebenköpfige Jury den Brederlo-von Sengbusch-Kunstpreis. Zur Gruppe der Preisrichter gehörten u.a. Māra Lāce, Direktorin des Lettischen Nationalen Kunstmuseums, Prof. Aleksejs Naumovs, Rektor des hiesigen Hauses und Werner von Sengbusch, der seine Familie vertrat. Von Sengbusch gab nach seinem Vortrag die diesjährigen Gewinner bekannt. Er hatte zuvor an die Namensgeber des Preises erinnert, der seit 2006 alle zwei Jahre vergeben wird. Aus ihrer Geschichte wird klar, weshalb im Namen "Brederlo-von Sengbusch-Kunstpreis" ein Bindestrich fehlt.

Gewinnerin Ella Mezule mit dem deutschen Botschafter Rolf Schütte (Mitte) und Werner von Sengbusch nach der Preisvergabe, Foto: Karin Riede

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