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Münster, 29.3.2020
Lettland zwischen östlichen und westlichen Ostertraditionen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 20. April 2019 um 00:00 Uhr

"Es bekümmert ein wenig, wenn man nach den fröhlich verbrachten Feierlichkeiten in eine leere Truhe schauen muss"

OstereierWie feiert man Ostern in Lettland? Mit Eiern und Osterhasen wie überall - das ließe sich so pauschal antworten. Etwas komplizierter gestaltet sich die Sache schon, denn "die lettische Ostern" gibt es so nicht, auch wenn im Folgenden von Osterriten als Ausdruck des "Volks-Charakters" die Rede ist. Solche Bräuche sortieren sich nicht nach den Landesgrenzen der Neuzeit, sondern nach christlicher Konfession und den örtlich überlieferten heidnischen Kulten. Ein Artikel aus der Soldatenzeitschrift "Latvijas Kareivis" von 1930 erklärt den Leserinnen und Lesern, wie Letten zwischen Ost und West das höchste christliche Fest feiern. Der russisch-orthodoxe, der katholische und der lutheranische Glaube haben lettische Osterriten beeinflusst. Der Aufsatz wurde in der Hoffnung, dass niemand mehr Urheberrechte beansprucht, hier exklusiv ins Deutsche übersetzt. Am letzten und abschließenden Satz des Artikels bemerkt man den zeitgenössischen Einfluss, als Eugenik und sogenannte Rassenhygiene noch als seriöse Wissenschaft galten. Ansonsten ist der Text recht lesbar und lehrreich und mag die Leser der LP in ein frohes Osterfest begleiten.

Tschechische Ostereier, Foto: Jan Kameníček - Eigenes Werk, Gemeinfrei, Link

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Riga: Kunsthalle Arsenals wird ab Sommer renoviert PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 13. April 2019 um 00:00 Uhr

Die Arsenals-Sammlung wird in einem neuen Großlager für Kunstmuseen untergebracht

Kunsthalle ArsenalsDer lang gestreckte Bau an der Torna iela 1 in Riga, vor dem Marmorbüsten an den Eingängen auf dessen heutige Funktion als Kunsthalle hindeuten, gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden und ist als klassizistische Halle der Altstadt ein Teil des UNESCO-Welterbes. Hier finden Lettlands größte Wechselausstellungen der modernen Kunst statt. Hier sahen Besucher beispielsweise eine Auswahl von Werken deutscher Künstler der Nachkriegszeit (LP: hier) oder eine Ausstellung von Bildern, die den Ersten Weltkrieg thematisierten (LP: hier). Doch wer sich die Außenfassade betrachtet, sieht Risse und blättrigen Putz. Bauexperten warnen sogar vor Baufälligkeit und die Kuratorinnen beklagen, dass die Räume für Ausstellungen zu klein sind. Seit Jahrzehnten bestehen Pläne für eine gründliche Renovierung, doch wegen der Finanzkrise vor zehn Jahren blieb die Halle bis heute im maroden Zustand. Nun erklärte die staatliche Immobilienverwaltung VNI, Firmen mit der Sanierung und Renovierung zu beauftragen (vni.lv). Die Arbeiten werden voraussichtlich im Sommer beginnen, das Museum soll für Besucher bis auf weiteres zugänglich bleiben.

Kunsthalle Arsenals, Foto: (WT-shared) Riggwelter at wts.wikivoyage, CC BY-SA 4.0, Saite

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Mentzendorff-Haus in Riga präsentiert Bilder und Dokumente von Karlis Grube PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 06. April 2019 um 00:00 Uhr

„ein seltenes Exemplar im kunsthistorischen Kontext“

Mentzendorff-HausGuntis Svitins ist Kurator dieser Grube-Ausstellung, die noch bis Ende April im Mentzendorff-Haus in der Grecinieku iela 18 in Riga zu sehen sein wird. Der Kunsthistoriker macht es sich zur Aufgabe, einen weitgehend unbekannt gebliebenen Künstler der Öffentlichkeit zu präsentieren. Grubes typisch lettische Biographie, die im us-amerikanischen Exil endete, ließ ihm keine Muße, als Maler größere Anerkennung zu finden. Er erlebte nur zweimal Einzelausstellungen seiner Bilder, einmal 1934 im kurländischen Kuldiga (Goldingen) und 1972 in seiner Wahlheimat Portland. Zum Verhängnis wurde ihm offenbar, dass er den „falschen“ Politiker porträtiert hatte.

Das Mentzendorff-Haus in Riga, Foto: LP

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