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Münster, 29.5.2020
Survival Kit 10.1 „Out-Lands“ eröffnet PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 24. Mai 2019 um 00:00 Uhr

Traditionelle eurozentristische Vorstellungen umstürzen

Survival Kit 10.1Die Mitarbeiterinnen des Lettischen Zentrums für zeitgenössische Kunst (LCCA) organisieren seit 2009 alljährlich Survival Kit, das Festival für zeitgenössische Kunst. Dieses `Überlebenswerkzeug` war in der Not der Finanzkrise entstanden. Die Idee war, in leerstehenden Gebäuden Rigas für einige Wochen Kunst zu einem bestimmten Motto zu präsentieren und zugleich die zukünftige Nutzung der leeren Räume zur Debatte zu stellen. Survival Kit entwickelte sich in den baltischen Ländern zum größten Festival seiner Art und erreicht nach eigenen Angaben jährlich etwa 10.000 Besucher. Die Jubiläumsveranstaltung „Out-Lands“, deren erster Teil im letzten September mit einer Ausstellung im leerstehenden Zirkusbau an der Merkela Straße begann, wird derzeit mit Survival Kit 10.1 in einem verlassenen Gebäude an der Zellu Straße 22 in Riga-Pardaugava fortgesetzt. Diesmal haben die Kuratorinnen Solvita Krese, Inga Lace und Angels Miralda 34 Künstler aus dem In- und Ausland geladen, damit sie ihre Einfälle zum grenzüberschreitenden Thema vorstellen. Auftakt war die internationale Eröffnungsfeier am 23. Mai 2019.

Survival-Kit-10.1-Logo, Foto: LCCA

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In Cesis (Wenden) fanden Bauarbeiter bei Restaurierungsarbeiten an der Janiskirche eine Kapsel mit historischen Dokumenten PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 16. Mai 2019 um 00:00 Uhr

Vorfahren informieren die Nachwelt in altdeutscher Schrift

Kirchturm, Janiskirche, CesisDie Janiskirche von Cesis (deutschbaltisch: Wenden) gehört zu den ältesten Gebäuden Lettlands. Die dreischiffige, 65 Meter lange Basilika wurde im 13. Jahrhundert vom Livländischen Orden errichtet, der an diesem Ort eine Komtur gegründet hatte, also die Niederlassung für einen führenden Befehlshaber. Bis zum Ende des Ordensstaats im 16. Jahrhundert blieb Wenden das wichtigste Machtzentrum der Mönchsritter, an dem sich ihre Ordensmeister oft aufhielten. Bekannt wurde Walter von Plettenberg, dessen Grablege sich in der Kirche befindet. Er gestattete lutheranisch gesinnten Priestern, in diesem römisch-katholischen Gebiet zu predigen. So vermochte er, den Frieden in seiner Zeit zu wahren. Eine Büste mit seinem Abbild, die Ludwig Schwanntaler formte, ist in der Walhalla bei Regensburg zu sehen. 1852, als sich das Folgende abzuspielen begann, platzierte man eine Kopie im hiesigen Gotteshaus. In der Neuzeit wechselten die Herrscher, die über Cesis verfügten. Reformatoren konkurrierten mit Gegenreformatoren. Bei den vielen Kämpfen wurde die Basilika nicht zerstört, statt dessen setzten ihr im Lauf der Jahrhunderte fast ein Dutzend Brände zu. 1748 brannte der Bau – hoffentlich - zum letzten Mal, dabei wurde der hölzerne Turm zerstört und wegen Geldmangels durch ein provisorisches Dach ersetzt, das über 100 Jahre währte. Erst 1853 konnte die Gemeinde den Bau eines neuen Turms finanzieren. Er sollte genauso hoch werden wie die Kirche lang ist. Derzeit muss das stark verwitterte Gemäuer im Zentrum der historischen Kleinstadt wieder restauriert werden. Dabei machten die Bauarbeiter eine Entdeckung, die die Historiker begeistert: Als sie vor Ostern das Kreuz samt tragender Kugel von der Turmspitze abnahmen, fanden sie eine kupferne Kapsel, die Dokumente über die Lokalgeschichte enthält.

Der bröselnde Kirchturm der Janiskirche in Cesis wird endlich saniert, von der Turmspitze wurden Kreuz und Kugel zur Sanierung abgenommen, Foto: LP

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Lettische Kunstausstellungen im Mai 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 02. Mai 2019 um 14:49 Uhr

Als Tennis die Damen emanzipierte

Marija GrapmaneAleksandra Belcova (1892-1981) war russischer Herkunft. Ihre künstlerischen Erfolge erzielte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Romans Suta in Lettland, wo beide seit 1919 lebten. Ihr emanzipiertes Leben bildete sich in ihrer künstlerischen Arbeit ab. Eine abgebildete Tennisspielerin gehört zu ihren bekanntesten Werken. Frauen, die im Tennis Erfolg hatten, waren gefeierte Sportlerinnen und sie wurden zu Repräsentantinnen der Frauenemanzipation. Emils Melderis (1889-1979) war ein maßgeblicher Bildhauer und ebenso ein leidenschaftlicher Lehrer. Das Lettische Nationalmuseum der Kunst erinnert anlässlich seines 130. Geburtstags an sein Leben und Werk. Und nun ist, wie wenige Wochen zuvor in Riga, auch in Daugavpils Boris Luries provozierende No!art zu sehen. Hier die Zusammenfassung von PR-Texten lettischer Museen für den Monat Mai.

 

Lettische Sportlerin Marija Grapmane um 1929, Foto: Lettisches Sportmuseum/ LNMM
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