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Münster, 11.12.2017
"Mit den Augen des Zeisigs" - die Zeichnerin Irina Pilke PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 18. Februar 2009 um 16:26 Uhr
Es war in einer schweren Stunde, als Irīna Piļke als Zeichnerin entdeckt wurde. 2001 zeigte sie nach einer Irīna Pilķe
Beinamputation einer befreundeten Künstlerin ihre Werke: Ein Tagebuch, das Skizzen aus ihrem Leben enthielt, dazu künstlerisch gestaltete Fotoalben, personifizierte Tierbilder, insgesamt mehr als 800 Blätter. Ihr Talent beeindruckte die Betrachterin. Sie zeigte die kleinen Kunstwerke dem Filmproduzenten Bruno Asčuks. Mit seinem Team unter der Leitung des Regisseurs Edmunds Jansons machte er Piļkes Bilder beweglich und produzierte daraus die Filmanimation „Čiža acīm“ – „Mit den Augen des Zeisigs“. Dieser 22-minütige Film ist das Dokument eines Lebens in Lettland, das von der Ulmanisdiktatur über Weltkrieg und Stalinzeit bis hin zur Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit so manches erlebt und überstanden hat. Er wurde bereits auf diversen Festivals gezeigt, auch in Deutschland, so im Rahmen der diesjährigen „Nordlichter“-Filmreihe in Pforzheim, Münster und Dresden, bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck oder dem Leipziger Festival für Dokumentar-  und Animationsfilm.  Irīna Piļke ist selbst die Sprecherin der deutschen Fassung, denn neben Russisch und Lettisch beherrscht sie ihr Baltendeutsch noch nahezu perfekt. Auf die Frage nach ihrer Nationalität reagiert die Rigenserin, deren Muttersprache Russisch ist, mit kosmopolitischer Gelassenheit: „Als ich in den neunziger Jahren nach Deutschland reiste, sah der deutsche Zollbeamte verwundert auf meinen lettischen Pass. Damals war darauf noch als Nationalität Russisch angegeben. Ich redete Deutsch mit ihm. ‚Sie sind also Deutsche?’ fragte er. ‚Meinetwegen, sie können aber auch Chinesin schreiben,’ antwortete ich.“
Irīna Pilķe heute. Privates Photo, Copyright: Irīna Pilķe

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Februar 2011 um 17:04 Uhr
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Lettische Identität PDF Druckbutton anzeigen?
Donnerstag, den 20. November 2008 um 13:46 Uhr
Schülerinnen des Lettischen Gymnasiums Münster bei Zenta MaurinaÜber eine gelungene Veranstaltung zum 90. Jahrestag der Proklamation der Republik Lettland konnte sich am 19. November in der Westfalenmetropole Münster das deutsch-lettische Netzwerk Draudzība (dtsch.: Freundschaft) im örtlichen Evangelischen Kirchenkreis freuen. "Denn das Wagnis ist schön" - dieses Motto hatte sich Pfarrer Geert Franzenburg bei der lettischen Denkerin, Schriftstellerin und nicht zuletzt Europäerin Zenta Mauriņa (1897-1978) für den Abend "entliehen", der im Zeitungslesesaal der Stadtbücherei mehrere Dutzend engagierte Zuhörer, Deutsche wie Letten, versammelte.

In den 1950er (?) Jahren: Schülerinnen des Lettischen Gymnasiums Münster zu Besuch bei Zenta Mauriņa. Photo aus dem privaten Archiv von Aija Ebden.
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Galerie für kreative lettische Köpfe in Berlin eröffnet PDF Druckbutton anzeigen?
Montag, den 17. November 2008 um 21:18 Uhr
Allmählich entwickelt sich der Berliner Multikulti-Bezirk Kreuzberg zu einem Biotop für lettische Initiativen: im FrühjahrTalka-Logo machte die Rigaer Werbeagentur MOOZ in der Pfuelstraße 5 ihre erste ausländische Dependence auf, dieser Tage folgen das Lettische Centrum Berlin in der Solmsstr. 20 und die Designer-Galerie "Talka" in der Boxhagener Str. 44.

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