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Münster, 23.4.2019
Hanse-Seminar in Sankelmark PDF Druckbutton anzeigen?
Sonntag, den 10. Mai 2009 um 17:06 Uhr
Hanse-KoggeEgal, ob Sonntagsrede oder Grußwort zum Staatsempfang - wenn es um gewachsene deutsch-baltische oder deutsch-lettische Beziehungen geht, fällt früher oder später das Stichwort "Hanse". Gemeint ist damit der mittelalterliche Städtebund, der vor allem im Ostseeraum den grenzüberschreitenden Handel in geordnete Bahnen lenkte, aber auch Politik gestaltete. Gerade die Selbstverständlichkeit, mit der heute auf diesen Teil nordosteuropäischer Geschichte zurückgegriffen wird, fordert aber einen genaueren Blick heraus.
 
Darstellung einer Hanse-Kogge auf einem Siegel Stralsunds. Abbildung: Wikimedia Commons 
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Nachruf: Seume- und Merkel-Kenner Jörg Drews gestorben PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 09. März 2009 um 16:43 Uhr
Der renommierte Bielefelder Literaturwissenschaftler ist am 3. März 2009 im Alter von 70 Jahren verstorben. DerProf. Jörg Drews Experte für Arno Schmidt, James Joyce  und viele weitere Autoren der Moderne kannte auch Riga: Hier organisierte er mit lettischen und deutschen Kollegen 2005 eine Tagung zum Leben Johann Gottfried Seumes. Der Reiseschriftsteller war vor 200 Jahren in der baltischen Region unterwegs gewesen. Drews schätzte auch Seumes Gesinnungsgefährten Garlieb Merkel, der das Elend der lettischen Bauern unter dem Joch des deutschbaltischen Adels beklagt hatte.
Prof. Jörg Drews. Photo: privat
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Februar 2011 um 06:50 Uhr
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"Mit den Augen des Zeisigs" - die Zeichnerin Irina Pilke PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 18. Februar 2009 um 16:26 Uhr
Es war in einer schweren Stunde, als Irīna Piļke als Zeichnerin entdeckt wurde. 2001 zeigte sie nach einer Irīna Pilķe
Beinamputation einer befreundeten Künstlerin ihre Werke: Ein Tagebuch, das Skizzen aus ihrem Leben enthielt, dazu künstlerisch gestaltete Fotoalben, personifizierte Tierbilder, insgesamt mehr als 800 Blätter. Ihr Talent beeindruckte die Betrachterin. Sie zeigte die kleinen Kunstwerke dem Filmproduzenten Bruno Asčuks. Mit seinem Team unter der Leitung des Regisseurs Edmunds Jansons machte er Piļkes Bilder beweglich und produzierte daraus die Filmanimation „Čiža acīm“ – „Mit den Augen des Zeisigs“. Dieser 22-minütige Film ist das Dokument eines Lebens in Lettland, das von der Ulmanisdiktatur über Weltkrieg und Stalinzeit bis hin zur Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit so manches erlebt und überstanden hat. Er wurde bereits auf diversen Festivals gezeigt, auch in Deutschland, so im Rahmen der diesjährigen „Nordlichter“-Filmreihe in Pforzheim, Münster und Dresden, bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck oder dem Leipziger Festival für Dokumentar-  und Animationsfilm.  Irīna Piļke ist selbst die Sprecherin der deutschen Fassung, denn neben Russisch und Lettisch beherrscht sie ihr Baltendeutsch noch nahezu perfekt. Auf die Frage nach ihrer Nationalität reagiert die Rigenserin, deren Muttersprache Russisch ist, mit kosmopolitischer Gelassenheit: „Als ich in den neunziger Jahren nach Deutschland reiste, sah der deutsche Zollbeamte verwundert auf meinen lettischen Pass. Damals war darauf noch als Nationalität Russisch angegeben. Ich redete Deutsch mit ihm. ‚Sie sind also Deutsche?’ fragte er. ‚Meinetwegen, sie können aber auch Chinesin schreiben,’ antwortete ich.“
Irīna Pilķe heute. Privates Photo, Copyright: Irīna Pilķe

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Februar 2011 um 17:04 Uhr
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