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Münster, 29.5.2020
Lettische Kunstausstellungen im April 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. März 2019 um 00:00 Uhr

Frauen als Künstlerinnen, Kuratorinnen und Kunstobjekte

Auza: KraftDer 8. März hallt nach, derzeit füllen die Werke von Künstlerinnen lettische Ausstellungshallen und auch das Frausein wird in Daugavpils thematisiert. Dort stellt man sich die Frage, ob das Image von der Zärtlichkeit der Frau nur männlichen Wunschvorstellungen entsprach. Dass sich Mut und Unangepasstheit mit Empfindlichkeit und Zartgefühl vereinbaren lassen, erweist die Kunst der Malerin Lidija Auza, die sich in der Zeit des sozialistischen Realismus` mit expressivem Malstil behauptete. Für viele, nicht nur für Frauen, sind die guten Plätze innerhalb der Gesellschaft längst vergriffen. Brigita Zelca-Aispure und Kristaps Grundsteins thematisieren den Platzmangel in der eng bestückten Kunsthalle Arsenals und deuten an, dass die Menschheit mit dem Phänomen mangelnder Plätze und Räume nicht nur ein architektonisches Problem hat. Hier die Zusammenfassung aus PR-Texten lettischer Museen für den Monat April.

Lidija Auza: Kraft, Jahreszeiten, 1969, Foto: LNMM

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Lettland: Mehr als 10.000 Stimmen für die Beseitigung des sowjetischen Siegesdenkmals in Riga-Pardaugava PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 09. März 2019 um 00:00 Uhr

„Noch blutiger, brutaler, grausamer – das Regime der Sowjetunion“

Russische Flagge am SiegesdenkmalUgis Polis hat auf der Webseite manabalss.lv bereits mehr als 10.000 Stimmen für seine Initiative gesammelt, die fordert, das sowjetische Siegesdenkmal im Rigaer Stadtteil Pardaugava von einer Abbruchfirma abreißen oder vom Militär sprengen zu lassen. Das umstrittene Objekt wird im lettischen Volksmund auch als „Leichenfinger“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Art strahlenförmiger fünfgliedriger Stele mit Sternen auf der Spitze, welche fünf Kriegsjahre symbolisieren. Die weißgraue Betonkonstruktion ist 79 Meter hoch und von Figuren im dunkelgrauen pathetischen Stil des sozialistischen Realismus` umgeben: Der Siegesgöttin mit wehender Fahne stehen martialisch aussehende Soldaten gegenüber, die sich über den gewonnen Krieg freuen. Die lettischen Bildhauer Levs Bukovskis und Aivars Gulbis gestalteten das Denkmal zwischen 1979 und 1985. Für die russischsprachige Minderheit ist das Gelände ein Identifikationsobjekt. Hier im Siegespark feiert sie alljährlich am 9. Mai das Ende des Zweiten Weltkriegs mit einem großen Volksfest. Für die Letten hingegen ist das in sowjetischer Besatzungszeit entstandene Denkmal ein Ärgernis, das sie nicht an die Befreiung vom Faschismus, sondern an die Fortsetzung bolschewistischer Herrschaft erinnert. Im Juni 1997 versuchten lettische Rechtsextremisten die sowjetische Hinterlassenschaft in die Luft zu sprengen, dabei verloren zwei Attentäter ihr Leben. Bereits vor wenigen Jahren erreichte eine ähnliche Initiative auf der Webseite manabalss.lv mehr als 10.000 Unterstützer, doch das Außenministerium lehnte die Initiative ab, weil ein Vertrag mit Russland zum Erhalt des Denkmals verpflichte. Manabalss ist eine Plattform für private Gesetzesinitiativen, findet ein Vorschlag mehr als 10.000 Befürworter, prüfen die Webseitenbetreiber die juristische Umsetzung. Nun hat Polis abermals die Mindestgrenze von 10.000 überschritten. Er fordert die lettische Regierung auf, sich über die vertragliche Verpflichtung gegenüber Russland hinwegzusetzen. Allerdings zeugt die Begründung seiner Initiative von einem Geschichtsverständnis, das die sowjetisch-russische Sicht gegen eine gegensätzliche, ebenso einseitige lettische Perspektive austauscht.

Am 9. Mai weht am Siegesdenkmal die russische Flagge, Foto: Una Preisa

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Lettische Kunstausstellungen im März 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. Februar 2019 um 00:00 Uhr

Die Wege der Kunst zur Wahrheit

Klebahs, TundraIst wahre Kunst schön? Ist schöne Kunst wahr? Ist sie schön, auch wenn sie Hässliches darstellt? Mit solchen Fragen beschäftigten sich 15 internationale Künstler auf ihrer Ausstellung im Mark-Rothko-Zentrum in Daugavpils. Wie dem auch sei, Kunst ist das stetige Ringen, neue Zugänge zur Realität zu erschließen, suchend, experimentierend. Henrijs Klebahs, der 1998 starb, suchte nach neuen Darstellungsformen für Städte und Landschaften. Das Experimentieren mit neuen Mitteln und Techniken kennzeichnet auch die Nachwuchsgeneration. Von ihnen wurden sieben Künstlerinnen und Künstler sowie eine Kunstgruppe für den Purvitis-Preis nominiert. Ihre Arbeiten sind bald im Nationalen Kunstmuseum zu sehen. Hier die Zusammenfassung aus PR-Texten lettischer Kunstmuseen für den Monat März.

Henrijs Klebahs, Tundra, Foto: Martins Straupenieks-Brancis, LNMM

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