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Münster, 23.3.2017
Kreuzkirchengemeinde Liepaja fürchtet um ihre Existenz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 09. Juli 2016 um 05:22 Uhr

ELKL beansprucht Kirche und Gemeindehaus

Gemeindehaus der KreuzkirchengemeindeWie berichtet hat die Evangelisch Lutherische Kirche Lettlands (ELKL) das Verbot der Frauenordination beschlossen und sich damit international weitgehend isoliert. Die Kreuzkirchengemeinde in Liepaja (Libau) protestierte dagegen und trat aus der ELKL aus. Diese wandte sich nun an die lettischen Behörden, um der rebellischen Gemeinde deren Immobilien zu nehmen. Die engagierten Protestanten der westlettischen Hafenstadt könnten ihre Kirche und das diakonische Gemeindehaus verlieren, das zum wichtigen Treffpunkt sozial Benachteiligter geworden ist. Die Kreuzkirchengemeinde wird sich juristisch gegen die Enteignung wehren und bittet um Unterstützung. Die Lettische Presseschau veröffentlicht die Stellungnahme der Kreuzkirchengemeinde vom 1.7.2016.

Gemeindehaus der Kreuzkirchengemeinde, Foto: LP

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Lettische Kunstausstellungen im Juli 2016 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 01. Juli 2016 um 00:00 Uhr

Turbane, Pluderhosen und bunte Perücken für das Abendland

Im Juli zeigen lettische Kuratoren die Werke zweier Künstler aus weißrussischem Gefilde, die trotz gescheiterter Aufnahmeprüfung an der Petersburger Kunstakademie erfolgreich wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägten sie mit ihren Ideen die künstlerische Moderne in der Pariser Kunstszene. Rigas Börse zeigt die vielfältige Produktion des in Grodno geborenen Leon Bakst. Das Mark-Rothko-Kunstzentrum widmet sich einem besonderen Kapitel seines Schülers, des in Peskowatik bei Witebsk geborenen Marc Chagall.

Leon Baksts Kostümskizze "Feuervogel", Foto: LNMM

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Umfangreichste Ausstellung moderner deutscher Kunst in Riga eröffnet PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 18. Juni 2016 um 00:00 Uhr

Goethes „Wahlverwandtschaften“ als Titel einer viel beachteten Werkschau

Plakat zu den

Ausstellungsplakat, Foto: LNMM

In Goethes gleichnamigem Roman definiert eine Figur den chemischen Begriff „Wahlverwandtschaften“: „Denken Sie sich ein A, das mit einem B innig verbunden ist, durch viele Mittel und durch manche Gewalt nicht von ihm zu trennen; denken Sie sich ein C, das sich ebenso zu einem D verhält; bringen Sie nun die beiden Paare in Berührung: A wird sich zu D, C zu B werfen, ohne daß man sagen kann, wer das andere zuerst verlassen, wer sich mit dem andern zuerst wieder verbunden habe.“ Das Prinzip ist auf Verbindungen jeglicher Art übertragbar. Bei Goethe ruiniert es Ehen, in der Kunst bewirkt es Trennung und Herstellung von Beziehungen. Es wird dekonstruiert und konstruiert. So werden stereotype Vorstellungen aufgelöst und neue Perspektiven eröffnet. Die bislang größte lettische Ausstellung über deutsche Kunst folgt diesem Leitmotiv. Die Organisatoren präsentieren 77 Werke von 52 bekannten Künstlern. Kurator Mark Gisbourne stellt folgende vier Leitlinien vor, zwischen denen der Besucher der Kunsthalle Arsenals (Torna iela 1) neue Beziehungen stiften kann: A: Expression, Imagination und Subjektivität, B: Geschichte und Geschichten, C: Abstraktion und Konzeption sowie D: Präsentation und Kritik. Auch die neuere deutsche Geschichte lässt sich wahlverwandtschaftlich deuten: Bis 1989 malten, zeichneten und formten deutsche Künstler getrennt dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs.

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