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Münster, 24.1.2020
Lettische Kunstaustellungen im November 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 01. November 2018 um 14:45 Uhr

Porträts des Vergänglichen und Unvergänglichen im Lauf der Zeit

Lancmanis, SelbstporträtIn diesem Monat erreichen die Feierlichkeiten zum 100-jährigen lettischen Staatsjubiläum ihren Höhepunkt. Am 18. November 1918 wurde die lettische Republik proklamiert. Die Kuratorinnen des Nationalen Kunstmuseums organisierten für diesen Monat eine Mammutausstellung, die nicht nur den großen Ausstellungssaal des Hauptgebäudes, sondern auch die Säle zweier Filialen beansprucht. Die Veranstalter wollen die Geschichte der lettischen Porträtkunst dokumentieren, die auch die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung widerspiegelt. Ieva Jurjane ergänzt in einer Einzelausstellung das Porträtthema – sie stellt Menschen am Beginn und am Ende ihres Lebens dar, bildet den Kreislauf von Geburt und Tod ab, das Schicksal, dem der Mensch nicht entrinnen kann. In Daugavpils erinnert man daran, dass auch die Esten in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiern. Dem Nachbarn ist eine Ausstellung gewidmet, die die Werke estnischer Grafiker zeigt. Hier die Zusammenfassung von PR-Texten lettischer Museen für den Monat November.

Imants Lancmanis, Selbstporträt mit einem Kranz aus Äpfeln, der langjährige, nun ehemalige Leiter des Museums Rundale ist auch als Maler bekannt, Foto: LNNM

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Lettische TV-Sendung über Deutschbalten und deren „Umsiedlung“ 1939 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 26. Oktober 2018 um 00:00 Uhr

„Nationalist Ulmanis hetzte die Letten auf, der Nationalsozialist Hitler vernebelte den Verstand der Deutschbalten“

Ulmanis-DenkmalIm 100. Jubiläumsjahr der lettischen Staatsgründung informieren die hiesigen Medien in zahlreichen Beiträgen über die Landesgeschichte. Martins Kibilds widmete sich am 25. Oktober 2018 in seinem viertelstündigen Beitrag einem wenig ruhmreichen Thema: Der sogenannten „Umsiedlung“ von 1939 (lsm.lv). Damals verließen etwa 50.000 Deutschbalten ihre lettische Heimat, weil Hitler sie „heim ins Reich“ oder genauer formuliert, in die von der Wehrmacht besetzten polnischen Gebiete holte. Dort wiederum mussten Polen ihre Häuser verlassen, weil die Umsiedler in deren Wohnungen einziehen sollten. Kibilds beschreibt die Ereignisse aus heutiger Sicht und kritisiert den Nationalismus des Staatsgründers Karlis Ulmanis, der den Konflikt zwischen den Ethnien geschürt und den Auszug der deutschbaltischen Mitbürger gefördert hat.

Denkmal für Karlis Ulmanis in der Innenstadt von Riga, Foto: LP

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"Nacht der Legenden“ in Lettlands Burgen und Schlössern am 27. Oktober 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 20. Oktober 2018 um 14:45 Uhr

Stätten für glaubhafte und unglaubliche Erzählungen

Brotze, GutshofSie sind ein Blickfang zwischen Wäldern und Feldern, liegen an kleinen Seen oder sie bilden den Mittelpunkt von Siedlungen und kleinen Städten. Die Burgen des Livländischen Ordens und die Schlösser und Herrensitze des deutschbaltischen Landadels sind Zeugnisse der wechselvollen deutsch-lettischen Geschichte und ein charakteristischer Teil der baltischen Kulturlandschaft. Die Webseite des Lettischen Verbandes der Burgen und Landsitze (Latvijas Pilu un muizu asociacija, LPMA) listet 92 solcher erhaltenen Kulturdenkmäler auf (pilis.lv). Sie zeigen die architektonische Vielfalt dieser Gebäude, deren Geschichte zuweilen bis ins Hochmittelalter zurückreicht. Manche gehören zu den ersten Steinbauten dieser Region, andere ließen deutschbaltische Barone in einem neuzeitlichen Retro-Stil bauen bzw. umbauen. Doch nicht jeder Adelige verfügte über die Mittel, sich einen repräsentativen Prachtbau zuzulegen. Unter den „Herrensitzen“ sind einige Häuser zu finden, die fast so schlicht wie eine Bauernkate erscheinen und in kargen Nachkriegszeiten verzichteten die Gutsbesitzer auf die Maurer, beauftragten statt derer Zimmerer mit einer billigeren Holzkonstruktion. Heutzutage nutzen Geschäftsleute die historischen Räume als Hotels und Gaststätten oder Kommunen richten in ihnen Museen ein. Der 27. Oktober bietet Gelegenheit, diese Stätten näher kennenzulernen.

Johann Christoph Brotze: Fronarbeit auf einem Gutshof zur Zeit der Heuernte, Foto: Saite

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