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Münster, 23.3.2017
Die neuen Glocken vom Dom zu Riga... PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 11. Februar 2016 um 00:00 Uhr

... aus Königstein im Taunus

Rigaer DomglockeVon Werner v. Sengbusch

„Am 12.01.2016 wurden die Bauarbeiten am Rigaer Domturm von Bauamt in Riga abgenommen, d.h. endlich konnte das Projekt des langfristigen Erhalts des Rigaer Domes abgeschlossen werden“, so schrieb mir in einer E-Mail vom 20. Januar dieses Jahres Ronalds Lusis, verantwortlicher Koordinator der Restaurationsarbeiten am Rigaer Dom; und er schreibt weiter: „In dem Projekt kamen architektonische, künstlerische und technische Forschung zum Einsatz, verbunden mit technischer Planung und den notwendigen Restaurierungsarbeiten. Diese umfassten die Restaurierung der Holzkonstruktionen des Turmes, die Erneuerung der Dacheindeckung, sowie die Wiederherstellung der Kapellen des Turmes mit künstlerischen und historischen Denkmälern. Die Gesamtkosten des Projekts lagen bei 6,5 Mill €. Während der Durchführung des Projektes wurden auch die in den 90er Jahren aus Königstein im Taunus der Lettischen evangelischen lutherischen Kirche geschenkten fünf Glocken im Domturm aufgehängt. Die Glocken hatten wegen der Stabilitätsprobleme des Domturms mehr als 10 Jahre im Domgarten gestanden. Jetzt läuten sie an jedem Arbeitstag und Sonnabend kurz vor acht Uhr und jeden Sonntag um zwölf Uhr mit anderen historischen Glocken in ganz Altriga zum Gottesdienst. Die Anbringung der Glocken hat die Glocken- und Kunstgießerei Rincker aus Sinn durchgeführt. Die Untersuchungen bezüglich des Einflusses der Glockenschwankungen auf dem Domturm erfolgten durch die Ingenieurgruppe Bauen aus Mannheim. Das Projekt wurde im Rahmen der EFRE-Aktivität 3.4.3.3, Unterstützung privater Eigentümer von Kulturdenkmälern in Denkmalpflege und in der effektiven Nutzung ihres sozioökonomischen Potenzials, durchgeführt“.

Foto: Ronalds Lusis

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Lettische Kunstausstellungen im Februar PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 04. Februar 2016 um 14:20 Uhr

Verschwunden im Archiv

verschwunden im ArchivKunstinteressierte, die sich in Lettland herumtreiben, können sich im Februar 2016 auf Folgendes gefasst machen. Das Lettische Zentrum für zeitgenössische Kunst (LLMC, Alberta iela 13, Riga) zeigt ab 5.2.2016 die Ausstellung „Verschwunden im Archiv/ Pazudis arhīvā“, die bis 27.3.2016 in der Kunsthalle „Rīgas mākslas telpa, Kungu iela 3“ besucht werden kann. 27 Künstler wurden vom LLMC aufgefordert, Archive zu durchstöbern und sich über die Bedeutung von Archiven und Archivierung Gedanken zu machen. Die Kuratorinnen Inga Lāce un Andra Silapētere erklären in einer Pressemitteilung die Idee: „In der Ausstellung wird der scheinbar verstaubte und langweilige Begriff `Archiv` aus verschiedenen Perspektiven dargestellt – die gewöhnliche Ordnung in den Archivsammlungen wird aufgemischt werden, damit neue und überraschende Geschichten an den Tag kommen, durch welche sich nicht nur die Vergangenheit, sondern auch das Heute und die Zukunft verstehen und interpretieren lassen.“ Auch das eigene Archiv wurde zum künstlerischen Aufmischen freigegeben. LLMC-Leiterin Solvita Krese schätzt es als unschätzbare Quelle und Basis für Ausstellungen und Publikationen. Jedesmal sei es spannend zu beobachten, dass die Funde immer wieder neue und vielseitige Bedeutungen erlangten, Impulse für neue Kreativität lieferten. Mit „Pazudis arhīvā“ sind Einzelveranstaltungen verbunden. Am 13.2.2016 um 12 Uhr laden die LLMC-Mitarbeiterinnen Besucher zum späten Frühstück mit Künstlern und Kuratorinnen ein. Anschließend erfolgt ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung. Am 23.3.2016 wird von 12 bis 19 Uhr das Symposium „Verschwunden (und gefunden) im Archiv“ stattfinden. Dabei soll das Potenzial der Archive für den Prozess der Wissenssammlung und Geschichtsinterpretation besprochen werden. Das LLMC präsentiert zudem in den eigenen Räumen in der Alberta iela 13, Riga noch bis zum 19.2.2016 Ieva Balodes Ausstellung zu analogen Medien „Unsichtbare Bilder/ Neredzamie attēli”. Diese ist vor allem dem Film gewidmet, als dieser tatsächlich noch `gedreht` wurde. In diesem Rahmen können LLMC-Besucher am 10.2.2016 den Londener Künstler Karel Doing sprechen, der noch heute die analoge Filmtechnik benutzt. Am 12. und 13.2.2016 zeigt Balode im “Kino Bize” experimentelle Filme, die sie und Doing gedreht haben. Wer mit den Filmemachern reden will, sollte Englisch können. Und was ist sonst noch im Februar in lettischen Kunsttempeln zu betrachten?

Foto: Andrejs Strokins, LLMC

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Holocaust-Gedenken in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. Januar 2016 um 00:00 Uhr

Den ganzen Irrsinn an konkreten Beispielen zeigen

Toreinfahrt von Auschwitz-Birkenau

Am 27.1.1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden im Vernichtungslager Auschwitz. Bundespräsident Roman Herzog proklamierte dieses Datum im Jahr 1996 zum Holocaustgedenktag, an den seit 2005 auch die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen erinnern. Auschwitz wurde zum Symbol der nationalsozialistischen Verbrechen, denen neben Juden auch Sinti und Roma, Psychiatriepatienten, Behinderte, Homosexuelle, Oppositionelle und weitere aus der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossene Gruppen zum Opfer fielen. Das lettische Außenministerium beteiligt sich am internationalen Gedenken. Es organisierte in Zusammenarbeit mit Botschaften und Instituten ein Programm mit Filmvorführungen, Konzerten, einer Fotoausstellung, einer Buchpräsentation zum NS-Lager Salaspils und einer Diskussion über die Rolle von Museen und Denkmälern. Den Auftakt bildete die Wiedereröffnung der restaurierten Synagoge von Rēzekne am 22.1.2016.

Das wahrscheinlich bekannteste Gebäude des KZ Auschwitz-Birkenau, Foto: Von Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC BY-SA 3.0 de

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