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Münster, 24.1.2020
Lettland: Holocaust-Gedenktag am 4. Juli PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 05. Juli 2018 um 11:08 Uhr

Die Gespenster des 20. Jahrhunderts mit Bildung vertreiben

Kranzniderlegung am 4. Juli 2018"Das zwanzigste Jahrhundert hat in der lettischen Geschichte mehrere tiefe Narben hinterlassen. Eine von ihnen ist der 4. Juli 1941, als die ersten Opfer in der angezündeten Synagoge zugrunde gingen, dieser Tag wies den Weg zu den Massenmorden in den Wäldern von Bikernieki und Rumbula. Leider sind auch heute die Gespenster des zwanzigsten Jahrhunderts nirgends verschwunden. Konflikte und Krieg ereignen sich sowohl in nahen als auch in fernen Regionen. Im gesellschaftlichen und öffentlichen Raum bereitet sich der Boden für Fremdenfeindlichkeit, Hass und Intoleranz gegenüber allen anderen. Die Hoffnung des heutigen Tages basiert darauf, sich die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit zu vergegenwärtigen." (president.lv) Mit diesen Worten gedachte Staatspräsident Raimonds Vejonis der Holocaustopfer an der Synagogen-Ruine auf der Gogolstraße in Riga. Der 4. Juli ist Lettlands nationaler Holocaust-Gedenktag als Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Besatzer, bei denen einige hundert Letten im Arajs-Kommando kollaborierten.

Kranzniederlegung am 4.7.2018 am Denkmal für jene Letten, die Juden retteten: Neben Parlamentspräsidentin Inara Murniece: Staatspräsident Raimonds Vejonis und Ministerpräsident Maris Kucinskis, Foto: Ieva Abele, saeima.lv

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Janis-Fest zur Sonnenwende - Höhepunkt baltischer Festivitäten PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 22. Juni 2018 um 11:02 Uhr

Kümmelkäse und Bier stehen bereit

Lettisches Blumenkind"Die beiden Tage vor Johanni sind für uns Städter jedes Jahr wahrhafte Freudentage. Am Abend des ersten Tages wird am Daugava-Ufer ein großer Blumenmarkt eröffnet. Dann bringen die Bauern, die in der Nähe wohnen, Blumen, Kränze und verschiedene Kräuter herbei, die Gärtner wiederum ihre schönste und teuerste Ware und die Städter kommen und kaufen - ob nun Kränze zur Freude der Kinder oder Blumen für die Liebsten als Geschenk oder Kamille, Minze oder sonstige Kräuter, die gegen manche Krankheiten helfen. Andere kommen, weil sie die große Menschenmenge sehen wollen, während die Spielmänner spielen und man sich bis in tiefer Nacht herumtreibt," (lv.wikipedia.org) so berichtete die lettische Wochenzeitung "Tas Latviesu Lauzu Draugs" 1832 über den Tag vor der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni. Dieses Fest aus heidnischer Vorzeit ist bis heute das wichtigste in der lettischen Kultur. Neben dem Blumen- und Kräuterpflücken, dem Kränzeflechten und Brennholzsammeln für das Johannisfeuer gehören die Zubereitung von Kümmelfrischkäse, der Kauf beim Bierhändler und das Einüben der Ligo-Gesänge zu den Vorbereitungen. Viele Letten feiern ihr Sonnwendfest mit Freunden auf dem Lande. Doch auch in den Städten ist einiges los, hier einige Veranstaltungshinweise für den 23. Juni.

Lettisches Blumenkind, Foto: CC BY-SA 2.0, Saite

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Lettland: Burgruine von Ludza wird saniert PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 22. Juni 2018 um 07:12 Uhr

Als Mönche Krieger waren

Burgruine von LudzaDie Mauerreste der livländischen Burg überragen romantisch die Kleinstadt Ludza (deutschbaltisch: Ludsen). Sie befinden sich auf einer Anhöhe zwischen dem Großen und Kleinen See des Ortes im Osten Lettgallens, unweit der russischen Grenze. Derzeit wird diese malerische Hinterlassenschaft des livländischen Ordens restauriert und für Touristen attraktiver gestaltet (ludza.lv).

Burgruine von Ludza, Foto: Valentīna Siliniece (w:lv:user:Rendija) - Latvian Wikipedia, CC BY-SA 2.5, Saite

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