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Münster, 30.4.2017
Die Greifswalder Baltistik von Streichungsplänen bedroht PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 19. Juni 2015 um 15:30 Uhr

Aufruf von Prof. Bernhard Brehmer,

Lehrstuhl für Slawische Sprachwissenschaft der Universität Greifswald:

Das Dekanat und der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald diskutieren im Moment Pläne für umfassende Einsparungen im Personalhaushalt der Fakultät, die primär die Fremdsprachenphilologien an der Fakultät und hier insbesondere die Slawistik und Baltistik betreffen sollen. Andere Bereiche an unserer Fakultät sollen von Stellenstreichungen verschont bleiben. Eine konkrete Begründung, wieso ausgerechnet die Fremdsprachenphilologien sowie die Musikwissenschaft von den Streichungen getroffen werden sollen, wurde uns nicht genannt.

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Lettland: Die Stadt Daugavpils (Dünaburg) feierte 740jähriges Bestehen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 18. Juni 2015 um 00:00 Uhr

Postkartenansichten von DaugavpilsVon Riga aus hat der Reisende noch 230 Straßenkilometer vor sich, bis er in die zweitgrößte lettische Stadt im lettischen Südosten gelangt. Daugavpils nannten die Deutschbalten Dünaburg, die Burg an der Düna am Dreiländereck zu Litauen und Weißrussland. Der livländische Ordensmeister Ernst von Ratzeburg erließ 1275 den schriftlich überlieferten Befehl, hier an den Ufern der Daugava eine Burg aus Stein zu errichten. Das Mauern hatten die Teutonen von den Römern gelernt. Nun half dieses Handwerk, Trutzburgen zu errichten, um heidnisches Land für den Papst zu unterjochen. Der Ort war bereits von Lettgallern besiedelt. Diese waren aber Analphabeten, also ohne schriftliche Quellen. Die Eroberer hatten hingegen von den Römern auch das Schreiben gelernt. So wurde das Jahr 1275 zum Gründungsdatum, das derzeit gefeiert wird. Daugavpils unterscheidet sich in mancher Hinsicht von anderen lettischen Städten.

Daugavpils`Ansichten, Foto: „How Daugavpils look like“ von Dainiskauskas - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.

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Oper Valentina - Gastaufführung am 19.5. in Berlin PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 09. Mai 2015 um 00:00 Uhr

Von Christine Circenis

OpernhausfassadeHolocaust, Judenverfolgung, Völkermord sind Themen, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges aktuell sind und bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben. In allen existierenden Kunstformen finden sie Darstellung aus allen erdenklichen Perspektiven. Neben der dokumentarischen Wahrheitssuche, realistisch-brutaler Zeichnung des Geschehenen mit dem Postulat des „Nie-wieder“, berühren uns heute mehr und mehr persönliche Geschichten, Schicksale Einzelner oder ganzer Familien, die in den groben Stoff seidene Fäden weben, vertraute harmonische Klänge in die Dissonanzen streuen, die harten Konturen des expressionistischen Ölgemäldes mit zarten Aquarelltönen auflösen. Keineswegs wird hier das Grauen gemindert, im Gegenteil, es berührt noch schmerzlicher. Eine solche Geschichte hat die Film- und Theaterwissenschaftlerin Valentina Freimane in ihrem Buch „Adieu Atlantis“ erzählt, das in lettischer Sprache 2010 veröffentlicht wurde und seit März dieses Jahres auch, in gewohnt meisterlicher Weise von Matthias Knoll übersetzt, auf Deutsch zu lesen ist. Jedoch nicht nur der Holocaust, die Judenverfolgung ist Thema dieses Werkes. Es zeichnet gleichzeitig das Portrait einer jüdischen Familie in Frankreich, Deutschland und Lettland, deren Leben scheinbar keine Grenzen kannte, Reisen, Bildung und Kultur, alles war dem intellektuellen Großbürgertum möglich, bis der Zweite Weltkrieg all dem ein jähes Ende bereitete. Aktualität entsteht auch durch historische Tatsachen, die Lettland vor dem Zweiten Weltkrieg im europäischen Kontext beleuchtet. Einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Lettlands, Arturs Maskats hat zusammen mit der Dichterin und Publizistin Liana Langa auf der Grundlage dieser Erzählung eine Oper geschaffen, die im Dezember letzten Jahres in Riga uraufgeführt wurde und am 19. Mai dem deutschen Publikum in Berlin im Rahmen des Kulturprogrammes der lettischen Ratspräsidentschaft gezeigt werden soll.

Deutsche Oper in Berlin, Foto: „Deutsche Oper Berlin, Blick von Osten“ von Manfred Brückels - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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