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Münster, 17.10.2017
Lettische Kunstausstellungen im April 2016 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. April 2016 um 00:00 Uhr

Spannung

Vom 1.4.2016 bis 29.5.2016 ist in der Halle Arsenals, Torņa ielā 1 in Riga, das dritte Projekt mit jungen Künstlern zu betrachten, die gerade die Lettische Kunstakademie absolviert haben. Die Ausstellung „Spriedze” („Spannung“) thematisiert die sozialpolitische Situation ebenso wie die inneren Spannungszustände des Menschen, die auch beim Schaffensprozess vorhanden sind. Kuratorin Diāna Barčevska wählte die Werke unter dem Gesichtspunkt aus, wie sie aktuelle Entwicklungen darstellen und sich diese in der Idee und Form des Geschaffenen widerspiegeln. Dabei sei, laut Arsenals-PR, eine Distanzierung von der langjährig praktizierten figürlichen Malereitradition zu erkennen. Man könne eine Rückkehr zum Landschaftlichen und Poetischen entdecken, zum Teil mystifiziert und in Träume verwandelt, die post-symbolischen Kompositionen glichen. Andere seien bis auf Abstraktes reduziert oder verneinten die gegenständliche Darstellung der Malerei. Und was kann der Kunstinteressierte im April sonst noch in Lettland betrachten?

 

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Lettland: Rigas Zirkus wegen Einsturzgefahr geschlossen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 12. März 2016 um 17:59 Uhr

Die Artisten in der Zirkuskuppel: Obdachlos

Die ZirkuskuppelIn der Rigaer Innenstadt fällt dem Passanten auf der Merķeļa iela ein merkwürdiges Gebäude ins Auge: Zwischen den hohen Wohn- und Geschäftshäusern mischt sich hier ein eigenartiger Flachbau mit dunkelroter Kuppel. Über dem Portal sieht er ein Reklameschild, das von zwei stehenden Schimmeln halb umrundet wird. Es zeigt einen Pferdekopf mit der Aufschrift „Rīgas cirks”. Hier haben lettische Zirkusartisten seit 1888 eine feste Bleibe. Hier sahen die Rigenser Turner, Ringer, Seilakrobaten, Clowns, Löwen und Elefanten mit ihren Dompteuren sowie dressierte Pferde, hier staunten sie, als ihnen unter der Zirkuskuppel 1895 bewegliche Bilder vorgeführt wurden – es war der erste Kinofilm der Brüder Lumière. Gründer dieser Vergnügungsstätte war Albert Salomonski, der bereits in Berlin und Moskau Zirkusstätten errichtet hatte. Auch in Riga, in einer der rasch wachsenden Industriestädte des russischen Imperiums, fanden solche Veranstaltungen genügend Publikum. Nach längerem Kampf mit den Behörden beauftragte Salomonski den lettischen Architekten Jānis Fridrihs Baumanis, den Zirkusbau auszuführen. Über ein Jahrhundert boten lettische und internationale Artisten den Zuschauern hier Unterhaltung. Nun beschloss die staatliche Bauaufsicht im Februar 2016, die weitere Nutzung zu untersagen. Der Zirkus sei einsturzgefährdet.

Die Kuppel des Rigaer Zirkus, Foto: lv.wikipedia.org

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John Hidens Paul-Schiemann-Biographie wurde in der Saeima feierlich vorgestellt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 05. März 2016 um 00:00 Uhr

Paul Schiemann: "Im tobenden Wettkampf geht das letzte Gefühl für Gemeinsamkeit verloren"

Saeima-Parlamentarier hatten am 25.2.2016 als erste Gelegenheit, die neue lettische Übersetzung von John Hidens Buch "Defender of Minorities: Paul Schiemann, 1876-1944", das 2004 in englischer Sprache erschien, in die Hand zu nehmen. Damit gedachten die Abgeordneten sowohl ihres deutschbaltischen Kollegen Schiemann, der in den zwanziger Jahren die liberale Minderheitenpolitik Lettlands wesentlich mitbestimmte, als auch seines Biographen, der im angelsächsischen Raum die Erforschung der baltischen Geschichte vorantrieb. Der britische Historiker lehrte an der Universität Bredford und gründete dort die Baltic Research Unit. Hiden starb 2012. Saeima-Vorsitzende Ināra Mūrniece würdigte das Lebenswerk beider.

Parlamentsvorsitzende Ināra Mūrniece (Mitte) zwischen Herausgebern und Übersetzern vor dem Bild Schiemanns, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Administrācija

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