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Münster, 17.8.2018
Radfahrerprotest in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 26. Mai 2018 um 08:27 Uhr

"Kritische Masse" reagiert auf Ignoranz der Stadtpolitiker

FahradwegdenkmalFür Fahrradfahrer sind die Straßen Rigas nach wie vor ein gefährliches Pflaster. Radwege und Radstreifen sind eine Seltenheit, Beinahekollisionen mit Motorisierten gehören zum Alltag. Zudem ist es seit 2016 den Benutzern der Drahtesel verboten, die breiten Bürgersteige zu befahren. Nun müssen sie auf den Fahrbahnen gleich neben den Autofahrern ins Pedal treten. Eigentlich sind Lettlands ebene Landschaften für lange Radtouren wie geschaffen. Doch allenthalben fehlen Radwege. Die Gefahren sind wohl der gewichtigste Grund, weshalb nur 9,9 Prozent der lettischen Einwohner das Fahrrad regelmäßig nutzen (riga.lv). Doch die Zahl unverdrossener Biker wächst unaufhaltsam. Sie haben sich der weltweiten Bewegung der "critical mass" angeschlossen: Am 1. Mai demonstrierten Rigas Radler zum 15. Mal in der Innenstadt und erinnerten die Stadtpolitiker an ihre Vorhaben.

Die Promenade mit Fahrradweg an der Daugava. Ein Fahrradweg ist in Riga etwas ganz Besonderes, deshalb wurde ihm ein Denkmal gewidmet. Foto: LP

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Lettland: Militärparade zum 4. Mai in Madona mit Ansprache des Staatspräsidenten Raimonds Vejonis PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 04. Mai 2018 um 17:35 Uhr

"Mögen wir alle in unseren Herzen und in unserer Arbeit wie ein Soldat sein"

Nach dem Tag der lettischen Staatsgründung, dem 18. November 1918, ist der 4. Mai 1990 der zweitwichtigste nationale Feiertag Lettlands. Vor 28 Jahren, als noch Michael Gorbatschow die Sowjetunion regierte, beschlossen die Parlamentarier des Obersten Rats der Lettischen Sowjetrepublik mit knapper Mehrheit die Unabhängigkeit ihres Landes, die aber erst im Spätsommer des folgenden Jahres international anerkannt werden sollte. Regierung, katholische Kirche und Militär organisierten zum diesjährigen 4. Mai ein ganztägiges Programm mit Gottesdienst, Militärparaden, Waffenschau, Nahkampfübungen, Blaskonzerten und einem abschließenden Spiel zwischen der örtlichen Fußball-Elf und einer Auswahl aus stationierten Nato-Soldaten. Seit 2012 wird die zentrale Unabhängigkeitsfeier in verschiedenen Orten der Provinz ausgerichtet, diesmal in Madona, einem Ort mit knapp 8.000 Einwohnern in der Region Vidzeme, 166 Straßenkilometer von Riga entfernt. Von der Ehrentribüne aus begrüßten Staatspräsident Raimonds Vejonis und Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis die insgesamt etwa 700 Soldaten, Nationalgardisten, Grenzschützer, Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Dabei mahnten sie an die Bedeutung dieses Datums und rühmten die Versammelten als gesellschaftliches Vorbild.

Soldaten im Panzerfahrzeug beteiligen sich an der Parade, Foto: Valsts prezidenta kanceleja

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Russland – Lettland: Irritationen über angekündigte Manöver PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 21. April 2018 um 09:06 Uhr

Luftraumsperrung für nicht abgeschossene Raketen

Lettisches VerteidigungsministeriumBislang werden ausgeführte Manöver an der Grenze zwischen Nato und Russland wechselseitig als Provokationen und Machtdemonstrationen missbilligt. Im April sorgte die russische Armee gleich zweimal für Irritationen, weil angekündigte Militärübungen nach lettischer Beobachtung gar nicht stattfanden. Die russische Luftfahrtbehörde hatte die lettische Agentur für zivile Luftfahrt aufgefordert, zwischen dem 6. und 8. April bzw. zwischen dem 17. und 19. April die lettische ausschließliche Wirtschaftszone, also den lettischen Teil der Ostsee jenseits des Küstenbereichs, für den zivilen Luftverkehr zu sperren, weil russische Militärs dort mit Raketen trainieren wollten. Nach internationalem Recht dürfen Armeen maritime Wirtschaftszonen anderer Länder für militärische Übungen nutzen. Dennoch zeigte sich das lettische Verteidigungsministerium skeptisch und bestellte Ende März den russischen Militärattache Andrej Lobow ein.

Das lettische Verteidigungsministerium, Foto: By Edgars Košovojs, CC BY-SA 3.0, Saite

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