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Münster, 21.8.2017
Lettische Hausärzte bummeln bis zum Herbst PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. August 2017 um 00:00 Uhr

Ärztevertreter beklagt „stalinistische Repressionen“

Ärztin mit FormularenSeit Anfang Juli protestieren lettische Hausärzte gegen zu geringe staatliche Vergütungen. Aus dem unbefristeten Streik wurde inzwischen ein Bummelstreik, bei dem pro Tag 20 Patienten behandelt werden. Der Lettische Verband der Hausärzte (LGGA) lehnte das Angebot der Regierung ab. Diese ist zu keinen weiteren Zugeständnissen bereit. Ärztevertreter beklagen nicht nur die niedrige Bezahlung, sondern auch die bürokratischen Schikanen, mit denen die Hausärzte kontrolliert und überwacht werden.

Ärzte im Bürokratiestress, Foto: Mennonite Church USA Archives - https://www.flickr.com/photos/mennonitechurchusa-archives/25021335601/, No restrictions, Link
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Afrikanische Schweinepest nun auch in Lettgallen festgestellt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 22. Juli 2017 um 00:00 Uhr

„Schwer zu sagen, wie wir das alles überstehen sollen“

Infiziertes SchweineohrEin fröhliches Schweinegesicht schwebt über den Schriftzug „Latgales Bekons“. Er ziert Wurst und Pasteten auf der hauseigenen Webseite (bekons.lv1). Der Fleischproduzent ist der größte in der ostlettischen Region Lettgallen. Der Betrieb befindet sich in der Gemeinde Viski, in der 2000 Menschen und dazu 6000 Schweine in Bekons` Ställen leben - letztere wahrscheinlich nicht mehr lange. Denn die staatlichen Veterinäre haben auch in ihren Reihen die afrikanische Schweinepest entdeckt, die nur durch Massentötungen bekämpft werden kann. Darüber informierte die zuständige Behörde am 15.7.2017 (zm.gov.lv ).

Ohrblutung als Symptom der afrikanischen Schweinepest, Foto: Gemeinfrei, Link

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Lettische Hausärzte beginnen unbefristeten Streik PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 04. Juli 2017 um 13:25 Uhr

„Die staatliche Medizin ist verkommen“

Freund Hein vor der SaeimaSeit dem 3.7.2017, Punkt 12 Uhr mittags, müssen sich lettische Patienten umsehen. Seitdem ist es für viele schwierig, einen Arzt zu finden, der ein Rezept ausstellt, eine Krankheit bescheinigt oder Kopfschmerzen kuriert. 600 „gimenes arsti“, „Familienärzte“, deren Tätigkeit jener deutscher Hausärzte entspricht, streiken seitdem, bieten Hilfe nur noch in lebensbedrohlichen Notfällen. Etwa die Hälfte der lettischen Hausärzte befindet sich somit in einem unbefristeten Ausstand. Das ist insbesondere für Betroffene auf dem Land ein Problem, wo das nächste Krankenhaus weit entfernt ist. Die Regierung zeigt Verständnis für den Unmut der Mediziner, bittet aber um Geduld.

Freund Hein in der Farbe der Union der Grünen und Bauern vor der Saeima während einer Protestaktion der Krankenschwestern im letzten Jahr, Foto: LP
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