logo
Münster, 23.3.2017
Lettland: Im Februar sollen die ersten Flüchtlinge eintreffen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 16. Januar 2016 um 17:54 Uhr

Nach Köln sehen lettische Politiker die gesellschaftliche Ordnung durch Flüchtlinge gefährdet

Asylbewerber in einer UnterkunftEU-Kommissions-vorsitzender Jean-Claude Juncker warnte am 15.1.2016 in einer emotionalen Rede vor dem Scheitern der EU. Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen könne das Ende des EU-Binnenmarkts und des Euro bedeuten. Juncker fordert stattdessen, Flüchtlinge wie vereinbart zu verteilen. Es gehe nicht, dass einige Länder sagten, sie nähmen gar keine auf. Lettland wird voraussichtlich ab Februar nicht mehr zu diesen Ländern zählen. Darauf wies am 13.1.2016 Maira Roze hin, die stellvertretende Leiterin der Migrationsbehörde ist.

Asylbewerber in einer deutschen Unterkunft, Foto: „Asylbewerber04“ von Andreas Bohnenstengel - http://andreasbohnenstengelarchiv.de/categories.php?cat_id=178. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Weiterlesen...
 
Kölner Silvesternacht ist auch in Lettland Thema PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 13. Januar 2016 um 00:00 Uhr

Festzeit für politisch Inkorrekte

Kölner Hauptbahnhof, Vorplatz bei NachtNun auch noch in der Lettischen Presseschau ein Beitrag zu Köln? Leider ja, denn über die Silvesterereignisse an deutschen Bahnhöfen informieren lettische Medien ausführlich, von Stellungnahmen der Bundeskanzlerin über die Verhaltensempfehlungen der Kölner Oberbürgermeisterin bis zur Entlassung des Polizeichefs der Domstadt und über ähnliche Vorfälle in Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf usw. gleich dazu. Damit befriedigen lettische Journalisten das große Leserinteresse. Das macht das Ganze zu einem deutsch-lettischen Thema. Auf den Webseiten werden Auslands-Artikel zur besagten Kölner Nacht außergewöhnlich zahlreich kommentiert. Die lettischen Stellungnahmen, soweit gesichtet, erweisen sich kaum als Diskussion um konstruktive Lösungen, sondern eher als wechselseitige Bestätigung einer bestimmten Haltung: Man hat es ja schon immer gewusst: Flüchtlinge sind gefährlich und gehören raus aus Europa.

Foto: „Köln Hauptbahnhof - Empfangsgebäude bei Nacht (8132-34)“ von © Raimond Spekking, Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.

Weiterlesen...
 
Osteuropäer gegen Nord Stream 2 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 28. November 2015 um 08:37 Uhr

Die EU-Kommissare haben offene Ohren für die Kritiker

Medwedew beim Beginn der RohverlegungIn Brüssel steht neuer Streit an. Zehn osteuropäische Regierungen haben der EU-Kommission einen Brief geschrieben. Lettland und seine beiden baltischen Nachbarn sowie Polen, Tschechien, Bulgarien, Rumänien und die Slowakei wollen den geplanten Ausbau der Nord-Stream-Leitung zwischen Russland und Deutschland verhindern. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am 27.11.2015. Zu den Unterzeichnerstaaten gehören außerdem zwei Länder, denen eigentlich bessere Beziehungen zu Moskau nachgesagt werden: Ungarn und Griechenland. Gazprom hatte am 4.9.2015 einen Vertrag mit westeuropäischen Firmen über die neue Nord Stream 2 geschlossen. Mit den neuen Röhren würde sich die Transportkapazität verdoppeln. Nord Stream steht bei Osteuropäern zur Debatte, weil diese Ostseeleitung den ukrainischen Weg umgeht und somit die Position der Kiewer Regierung gegenüber Russland schwächt. Neben Gazprom sind die deutschen Firmen Eon und Wintershall, die österreichische OMV, die britisch-niederländische Shell und das französische Unternehmen Engie beteiligt. Nach dem, was Reuters aus diesem Brief zitiert, stehe die Nord-Stream-Röhre im Widerspruch zu den Zielen der EU.

Der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew beim Beginn der Rohrverlegung, Foto: „Dmitriy Medvedev Nord Stream 9 April 2010“ von Kremlin.ru. Lizenziert unter CC-BY 4.0 über Wikimedia Commons.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 4 von 47

(C)2006-2011 Lettische Presseschau Impressum || Kontakt ||