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Münster, 24.5.2017
Asylsuchende in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 07. April 2016 um 00:00 Uhr

Die Flucht endet ungewollt in Mucenieki

Leichen in MossulDie Prozentzahl erscheint dramatisch: In den knapp vier Jahren zwischen 2011 und Oktober 2015 erhöhte sich die Zahl jener, die in Lettland Asyl suchten, verglichen mit dem Zeitraum von 1998 und 2010, um 343 Prozent. Menschen aus Irak und Afghanistan, denen in Russland die Abschiebung in ihre Herkunftsländer droht, suchen Zuflucht im EU-Gebiet. Gemäß dem Dubliner Abkommen ist das EU-Land für sie zuständig, dessen Territorium die Asylsuchenden zuerst erreichen. Was in relativer Zahl problematisch klingt, bleibt in absoluten Zahlen ziemlich übersichtlich. Lettlands restriktive Asylpolitik gewährt nach wie vor nur Wenigen Zuflucht. Dies ermittelten Marija Golubeva und Marta Rikša in ihrer kleinen Erhebung für die Nichtregierungsorganisation "Providus".

Leichen in der irakischen Stadt Mossul, Foto: Original uploader was Riverwood124 at en.wikipedia - Transferred from en.wikipedia, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4371793

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Lettland baut Zaun an der Grenze zu Russland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 24. März 2016 um 14:40 Uhr

Die Verdrahtung der EU-Außengrenze

Ungarischer Drahtzaun an der Grenze zu SerbienWie sich die Zeiten ändern: Statt in einem gemeinsamen Haus Europa zu wohnen, wovon einst Michael Gorbatschow träumte, verschanzen sich Nationen neuerdings hinter Zäunen. Die EU verwandelt sich in eine zerstrittene Kleingartensiedlung, in der Budenbesitzer ihre Hecken mit Maschendraht abdichten. Nach Ungarn und anderen EU-Staaten sind nun auch Esten und Letten dabei, sich mit Maschen- und Stacheldraht abzugrenzen. Beide Länder haben begonnen, jeweils über 90 Kilometer lange Zäune an ihrer Grenze zu Russland zu errichten. Lettlands Zaunbauer sind seit Ende 2015 zugange und haben bereits ein Teilstück fertiggestellt.

Das große Vorbild: Der ungarische Grenzzaun, Foto: Von Bőr Benedek - https://www.flickr.com/photos/borbenedek/21428822521, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43589769

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Lettische Soldaten wollen das G36 behalten PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. März 2016 um 11:29 Uhr

Alle vertrauen dem „Schmelzgewehr“

Litauischer Soldat mit G36Die ZDF-Heute-Show inszenierte vor knapp einem Jahr das Heckler&Koch-Duell: „Zwei Kandidaten beschießen sich [aus nächster Nähe] live mit dem G36 und wir senden so lange, bis einer trifft.“ Damit veralberten die TV-Satiriker Meldungen in den Medien. Demnach schieße „die berühmteste Knarre Deutschlands“, das Sturmgewehr, mit dem die Bundeswehr und andere Armeen seit Jahrzehnten ausgestattet sind, bei Hitze und Dauergebrauch daneben. Aus der Standardwaffe der deutschen Armee sei ein „Schmelzgewehr“ geworden, spottete Hauke Friedrichs von zeit.de. Jens Berger von nachdenkseiten.de witterte hingegen eine aus dem Verteidigungsministerium gesteuerte Medienkampagne gegen die Schnellfeuerwaffe aus schwäbischer Produktion: Das G36 sei für die Wehrpflichtigen einer Verteidigungsarmee hergestellt worden. Nun soll aber laut Politikersprech Deutschland „mehr Verantwortung“ übernehmen, also sich mehr an Kriegen in aller Welt beteiligen. Dafür reiche laut Berger, der nicht als Freund von Heckler&Koch (HK) bekannt ist, ein Standardgewehr, das nicht auf Dauerfeuer ausgelegt ist, nicht mehr aus. Um die Anschaffung teurerer Spezialgewehre zu rechtfertigen, habe man Mängel beim alten G36 erfunden. Die Skandalmeldungen machten bis zu den lettischen Militärs die Runde. Auch die lettische Armee hat das G36 seit 2006 in ihrem Bestand. Sie verwendete es in Afghanistan, wo es zu keinen Beanstandungen gekommen sei. Demnächst sollen auch Grenzschützer und Nationalgardisten damit ausgerüstet werden. Das Gespräch mit einem Bundeswehr-General bekräftigte diesen Beschluss.

Auch litauische Soldaten benutzen das G36, Foto: Von Grippen - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11292124

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