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Münster, 16.1.2019
Kernenergie in Visagina, Baltijskaja und Astravjeca: Auch Letten werden skeptischer PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. April 2011 um 11:37 Uhr

Kraftwerksruine in TschernobylDie Katastrophe von Fukushima bewirkt auch in Lettland Diskussionen um die Kernenergie. Bislang befürwortet die lettische Regierung die Beteiligung am Neubau eines Atomkraftwerks in Litauen. Doch nun bezweifeln auch hiesige Experten die Sicherheit dieser Art von Stromerzeugung. Es bleibt ungewiss, ob man für solche Kraftwerke überhaupt private Investoren findet. Hinzu kommen Sorgen um weitere AKW-Pläne in den Nachbarländern Russland und Weißrussland.

Kraftwerksruine in Tschernobyl, die notdürftig mit einem sogenannten "Sarkophag" umhüllt ist, Foto: Carl Montgomery auf Wikimedia Commons

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 10. April 2011 um 21:48 Uhr
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Lettland und die Parex-Krise: Ex-Premier Ivars Godmanis streitet mit der Aufsichtsbehörde PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 13:02 Uhr

Lettische 1-Lats-Sondermünze„Lettland hatte drei verschiedene Krisen, die mit Banken zusammenhingen, - in den Jahren 1995, 1998 und 2008. Deshalb stürzten die Regierungen, doch eines blieb unverändert – in Lettlands Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission (Finanšu un kapitāla tirgus komisija, FKTK) saßen weiterhin dieselben Personen. Sie sitzen immer noch dort. Scheint es Ihnen nicht so, dass das ein wenig sonderbar ist? Denn gerade sie waren im Wesentlichen für alle diese Bankenkrisen verantwortlich – sie saßen einfach da und schauten, wie alles rund herum zusammenbrach.“ So äußerte sich der lettische Ex-Premier Ivars Godmanis zum Verhalten der FKTK-Mitarbeiter in einem Interview mit der russischsprachigen Zeitschrift Vesti Segodņa. Der heutige EU-Parlamentarier hat die umstrittene Rettung der Parex-Bank im Herbst 2008 zu verantworten. Damals war er der Regierungschef der mittleren Baltenrepublik, die, seitdem sie Mehrheitsaktionär der Pleitebank wurde, die Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) benötigt. Die FKTK-Leiterin Irēna Krūmane ließ die Vorwürfe Godmanis`von ihrer Büroleiterin Anna Dravniece auf nozare.lv zurückweisen.

Eine Lats-Sondermünze mit Pilzmotiv. Für zwei Lats übernahm die lettische Regierung 2008 die Parex-Bank und erwarb damit einen Haufen Schulden, Foto: Wikimedia Commons

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 20:52 Uhr
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Lettland: Vienotiba gewinnt die Wahl PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 03. Oktober 2010 um 21:46 Uhr
Wahllokal im nordwestlettischen Ort RojaLettlands zentrale Wahlkommission gab am Sonntagnachmittag das vorläufige Endergebnis der 10. Saeima-Wahl vom 2.10.2010 bekannt, nachdem 1004 von 1013 lettischen Wahlbezirken ausgezählt sind. Demnach wird VIENOTĪBA (Einigkeit), das Parteienbündnis des Regierungschefs Valdis Dombrovskis mit 30,72 Prozent stärkste Fraktion. Dahinter folgt das russisch orientierte Saskaņas Centrs (Zentrum der Eintracht) mit 25, 69 Prozent. Überraschend starke Dritte wurde Zaļo un Zemnieku savienība (Union der Grünen und Bauern), die wieder mal den Oligarchen Aivars Lembergs als Spitzenkandidaten ins Rennen geschickt hatten. Das zweite Oligarchenbündnis Par Labu Latviju (Für ein gutes Lettland) schnitt mit 7,55 Prozent relativ mäßig ab und dürfte sich kaum Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen. Ebenso stark wurden die Nationalkonservativen. Die Partei Parcilvēka tiesībām vienotā Latvijā (Für Menschenrechte im vereinten Lettland), die bislang im Parlament vertreten war, ist mit 1,41 Prozent deutlich an der Fünfprozenthürde gescheitert. Der klare Sieg der VIENOTĪBA überrascht, hatten doch die Meinungsforscher in den letzten Wochen das Saskaņas Centrs vorn gesehen. Voraussichtlich kann Dombrovskis weiter regieren. Er hat die Wahl, mit den Bauern und Nationalkonservativen die Koalition fortzusetzen oder - der nun weniger wahrscheinliche Fall - mit dem Saskaņas Centrs einen Neubeginn in der lettischen Politik zu wagen. 934.336 Wähler gingen zur Urne, das sind 62,63 Prozent der Stimmbürger. Damit ist die Wahlbeteiligung leicht höher als vor vier Jahren.
Am Samstag waren die Wahllokale bis 20 Uhr geöffnet, Foto: UB
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. Januar 2011 um 13:45 Uhr
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