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Münster, 15.8.2018
Umfangreiches Daten-Leck in der lettischen Steuerbehörde VID PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 15. Februar 2010 um 20:59 Uhr
Der Eingang der VID-Zentrale, die im Gebäude des Finanzministeriums untergebracht ist. Ein Bericht des LTV1-Fernsehmagazins DeFacto, der am 14.2.10 ausgestrahlt wurde, schlägt hohe Wellen. Demnach waren 7,4 Millionen elektronisch erfasste Dokumente, in denen der Valsts Ieņēmumu dienests (VID), also das lettische Finanzamt, die persönlichen Daten der Steuerzahler erfasst, über das Internet frei zugänglich. So konnten die Journalisten u.a. ihre eigenen Gehaltsangaben und den Verdienst der VID-Chefin Nelija Jezdakova über die VID-Server einsehen. Jedakova erhielt im Mai 1999 Lats (=2822 Euro) vor Steuern. Eine obskure Gruppierung mit dem Namen 4ATA (4-ās Atmodas Tautas armijas/ die Volksarmee des vierten Erwachens) hatte dem Politmagazin den Hinweis zugespielt. Zirka 10 Tage vor der Ausstrahlung des TV-Berichts wurde die Datenlücke geschlossen.

Der Eingang zur VID-Zentrale in der Rigaer Innenstadt, Foto: UB
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Schlagzeilen des Eismonats 2010 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 22. Januar 2010 um 10:16 Uhr
Winter in Ligatne (Vidzeme)Der Januar macht seinem altdeutschen Namen "Eismonat" alle Ehre: Die voreilig als gescheitert betrachteten Klima-Verhandlungen in Kopenhagen scheinen auf rätselhafte Weise einen Kälteschock in Europa verursacht zu haben. Für Lettland bedeutet dies eine knirschend eisige Witterung, also noch mehr Heizkosten bei verringertem Einkommen. Für die nächsten Tage sind Temperaturen bis zu Minus 30 Grad vorhergesagt. Das sind keine guten Aussichten für jene 17 Prozent der Letten, die nicht das Geld haben, ihre Wohnung genügend zu heizen. Immerhin ergeht es den Rentnern im neuen Jahr etwas besser: Die Verfassungsrichter haben geurteilt, dass die empfindliche Rentenkürzung, die die Regierung Dombrovskis im letzten Jahr beschlossen hatte, gesetzeswidrig ist. Nun muss die Regierung 185 Millionen Lats zurückerstatten, neue Verhandlungen mit dem IWF sind nötig. Das verursacht Streit in der Koalition und Debatten in der Saeima.
 
Lettland ist im Winter eine märchenhafte Schneelandschaft. Doch wer sie derzeit genießen will, muss sich warm anziehen. Foto: UB
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Lettland: 13. Januar - Aktionen und Kommentare zum Jahrestag des Krawalls PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 12:29 Uhr
Letten thematisieren die GlobalisierungVor einem Jahr zogen Jugendliche nach einer friedlichen Großdemonstration auf dem Rigaer Domplatz vor das Parlament, um ihren Protest gegen das politische Establishment gewaltsam zu bekunden. Am Abend des 13.1.09 gingen Fensterscheiben der Saeima zu Bruch, einige Polizeiautos wurden zerstört oder beschädigt. Dabei wurden 41 Menschen verletzt, mehr als 100 verhaftet. Die Berliner Polizei wäre nach einer 1.-Mai-Demo vermutlich froh über eine solch vergleichsweise geringe Schadensbilanz. Für Letten bedeutete diese Gewaltbekundung dagegen eine neue Erfahrung. Viele Bürger kritisierten Steinewerfen oder Prügeleien als Aktionsformen, die Leib und Leben Unschuldiger gefährden. Letten sind der Ansicht, dass Gewalt nicht zu ihrer Mentalität passt. Schließlich haben sie schon ihre staatliche Unabhängigkeit von 1989 bis 1991 mit gewaltlosen Mitteln erkämpft. Andererseits zeigte der 13. Januar die Brisanz einer aussichtslos erscheinenden wirtschaftlichen und politischen Situation. Jugendliche sehen ihre Zukunft in einem Land gefährdet, das unter dem Spardiktat des Internationalen Währungsfonds steht. Die Antiglobalisten protestierten nun an diesem Jahrestag vor der Parex-Bank, die der Staat im November 2008 mit cirka einer Milliarde Euro vor der Pleite bewahrte. Die Zeltstädter vor dem Regierungskabinett verbreitern ihren Protest.
Auch Letten entdecken den globalen Aspekt der Krise. Doch der Protest der Antiglobalisti hat problematische Seiten. Foto: www.antiglobalisti.lv
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 29. Januar 2011 um 20:39 Uhr
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