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Münster, 16.10.2018
Schlagzeilen des Eismonats 2010 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 22. Januar 2010 um 10:16 Uhr
Winter in Ligatne (Vidzeme)Der Januar macht seinem altdeutschen Namen "Eismonat" alle Ehre: Die voreilig als gescheitert betrachteten Klima-Verhandlungen in Kopenhagen scheinen auf rätselhafte Weise einen Kälteschock in Europa verursacht zu haben. Für Lettland bedeutet dies eine knirschend eisige Witterung, also noch mehr Heizkosten bei verringertem Einkommen. Für die nächsten Tage sind Temperaturen bis zu Minus 30 Grad vorhergesagt. Das sind keine guten Aussichten für jene 17 Prozent der Letten, die nicht das Geld haben, ihre Wohnung genügend zu heizen. Immerhin ergeht es den Rentnern im neuen Jahr etwas besser: Die Verfassungsrichter haben geurteilt, dass die empfindliche Rentenkürzung, die die Regierung Dombrovskis im letzten Jahr beschlossen hatte, gesetzeswidrig ist. Nun muss die Regierung 185 Millionen Lats zurückerstatten, neue Verhandlungen mit dem IWF sind nötig. Das verursacht Streit in der Koalition und Debatten in der Saeima.
 
Lettland ist im Winter eine märchenhafte Schneelandschaft. Doch wer sie derzeit genießen will, muss sich warm anziehen. Foto: UB
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Lettland: 13. Januar - Aktionen und Kommentare zum Jahrestag des Krawalls PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 12:29 Uhr
Letten thematisieren die GlobalisierungVor einem Jahr zogen Jugendliche nach einer friedlichen Großdemonstration auf dem Rigaer Domplatz vor das Parlament, um ihren Protest gegen das politische Establishment gewaltsam zu bekunden. Am Abend des 13.1.09 gingen Fensterscheiben der Saeima zu Bruch, einige Polizeiautos wurden zerstört oder beschädigt. Dabei wurden 41 Menschen verletzt, mehr als 100 verhaftet. Die Berliner Polizei wäre nach einer 1.-Mai-Demo vermutlich froh über eine solch vergleichsweise geringe Schadensbilanz. Für Letten bedeutete diese Gewaltbekundung dagegen eine neue Erfahrung. Viele Bürger kritisierten Steinewerfen oder Prügeleien als Aktionsformen, die Leib und Leben Unschuldiger gefährden. Letten sind der Ansicht, dass Gewalt nicht zu ihrer Mentalität passt. Schließlich haben sie schon ihre staatliche Unabhängigkeit von 1989 bis 1991 mit gewaltlosen Mitteln erkämpft. Andererseits zeigte der 13. Januar die Brisanz einer aussichtslos erscheinenden wirtschaftlichen und politischen Situation. Jugendliche sehen ihre Zukunft in einem Land gefährdet, das unter dem Spardiktat des Internationalen Währungsfonds steht. Die Antiglobalisten protestierten nun an diesem Jahrestag vor der Parex-Bank, die der Staat im November 2008 mit cirka einer Milliarde Euro vor der Pleite bewahrte. Die Zeltstädter vor dem Regierungskabinett verbreitern ihren Protest.
Auch Letten entdecken den globalen Aspekt der Krise. Doch der Protest der Antiglobalisti hat problematische Seiten. Foto: www.antiglobalisti.lv
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 29. Januar 2011 um 20:39 Uhr
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Aivars Lembergs "Stipendiaten": Die lettische Art politischer Landschaftspflege PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 10:16 Uhr

Lembergs schaut selten so grimmig.

Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 Ex-Präsidentin Vaira Vīķe-Freiberga warnte am Ende ihrer Amtszeit die Abgeordneten der lettischen Saeima: Ein Damokles-Schwert hänge über ihnen. Dies könnte auf jene Parlamentarier herabfallen, die in Korruption und Vetternwirtschaft verwickelt sind. Doch der Faden, an dem dieser Dolch über das politische Establishment schwebt, erwies sich bislang als erstaunlich stabil. Nun sorgt eine Liste mit Partei- und Politikernamen erneut für Aufsehen. Demnach soll der Oligarch von Ventspils, Aivars Lembergs, geheime Zahlungen an Abgeordnete geleistet haben. Über dieses Dokument wird schon seit Jahren spekuliert. Nun aber bestätigte der lettische Generalstaatsanwalt  Jānis Maizītis am 4.12.09 in einem Interview mit Latvijas Radio, dass Abgeordnete illegal als sogenannte “Stipendiaten” gesponsort wurden. Lembergs hingegen bestreitet weiter, solche Zahlungen geleistet zu haben und forderte Maizītis auf, die fragliche Liste zu veröffentlichen
Aivars Lembergs, Unternehmer und Bürgermeister von Ventspils, hat großen Einfluss auf die lettische Politik. Foto: http://lettland.blogspot.com
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Januar 2011 um 17:16 Uhr
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