logo
Münster, 19.6.2018
Regierungskoalition in Lettland feuert obersten Korruptionsbekämpfer PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 18:32 Uhr
Vor dem lettischen Parlament, der Saeima, nahm Aleksejs Loskutovs am letzten Sonntag Blumen seiner Fans entgegen. Mehr alsKNAB Logo 500 Bürger hatten sich versammelt, um gegen seine Absetzung als Leiter der Antikorruptionsbehörde zu protestieren. Genutzt hat es nichts – drinnen setzten die Abgeordneten der Regierungskoalition in einer außerplanmäßigen Sitzung des Hohen Hauses ungerührt einen Beschluß durch, der ihren Widersacher in die Wüste schickt. Eigentlich können Loskutovs und seine Mitarbeiter eine gute Bilanz vorweisen. Doch in den letzten Wochen hatte sich gezeigt, dass die finanziellen Unregelmäßigkeiten in der Kasse des Büros für die Verhinderung und Bekämpfung von Korruption - lettisch kurz: KNAB - schwerwiegender sind als bisher angenommen.
 
Logo der lettischen Antikorruptionsbehörde mit dem Motto: Ehre über Macht
Weiterlesen...
 
Wenn der Feind verbrannt wird: LTV 1 zeigte die Dokumentation The Soviet Story von Edvins Snore PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Ojars Rozitis   
Dienstag, den 24. Juni 2008 um 10:21 Uhr
Titelvorspann The Soviet StoryAm 14. Juni 2008 trübten nach vielen heiteren Tagen trauriggraue Wolken den Himmer über Lettland. Regen fiel auf das Lettische Okkupationsmuseum, das sich als schwarzer Block im Zentrum der Hauptstadt Riga erstreckt. Dort gedachte der Politikwissenschaftler und Filmemacher Edvīns Šnore gemeinsam mit Politikern, Wissenschaftlern und Angehörigen von Deportierten der Ereignisse, die sich vor 67 Jahren in ihrem Land zugetragen hatten: In der Nacht zum 14. Juni 1941 verschafften sich bewaffnete Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes, der sogenannten Tscheka, Zutritt zu zahlreichen Wohnungen überall im Land. Die Eindringlinge erklärten den Bewohnern, dass sie auf der Stelle abtransportiert würden. Auf den Bahnhöfen trennten die Schergen die Männer von ihren Frauen und Kindern, um beide Gruppen in verschiedene GULAG-Lager der sibirischen Weiten zu verfrachten. Oft erwartete die Gefangenen ein Platz in freier Natur, auf dem sie die Baracken selbst errichten mussten. Etwas mehr als 14 000 Letten wurden allein an diesem Tag in die Viehwaggons gepfercht. Rund 5 000 fanden den Tod, auch die Stalinisten wussten, wie man durch Arbeit Menschen vernichtet.

Titelvorspann von The Soviet Story. Vom Bildschirm abphotographiert von Udo Bongartz
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. November 2011 um 21:21 Uhr
Weiterlesen...
 
Todeszüge auch nach Riga: Ausstellung in Münster PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 25. Mai 2008 um 12:37 Uhr

Auf die Frage, was Deutschland und Lettland verbinde, fällt den meisten als erstes Stichwort dieStolperstein Demnig mittelalterliche Handelsvereinigung Hanse ein, vielleicht auch noch der Schwertbrüderorden und jahrhundertlange deutsche Herrschaft im Baltikum, gelegentlich auch die Aufklärer Johann Gottfried Herder und Garlieb Merkel. Schwieriger wird es schon mit dem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt von 1939, der Estland, Lettland und Litauen letztlich über 40 Jahre von der Landkarte Europas tilgte. Aber den wenigsten ist bewußt, dass auch der Holocaust, die von den Nationalsozialisten geplante und betriebene Vernichtung des europäischen Judentums, eine Brücke schlägt zwischen den Ufern des Rheins und der Daugava.

Ein sogenannter Stolperstein" des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert vor dem Haus Hermannstr. 48 in Münster an den jüdischen Jungen Julius Lentschützki, der 1941 nach Riga deportiert wurde und 1945 in Stutthof starb. Copyright Photo: Ojars J. Rozitis.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Februar 2011 um 22:06 Uhr
Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 Weiter > Ende >>

Seite 46 von 52

(C)2006-2011 Lettische Presseschau Impressum || Kontakt ||