logo
Münster, 23.4.2017
Österreich will seine Botschaft in Lettland schließen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 06. August 2015 um 00:00 Uhr

Tischflaggen von EU, Österreich und LettlandBelgien hat am 24.7.2015 seine diplomatische Vertretung in Riga geschlossen, voraussichtlich wird Österreich diesem Beispiel bis 2018 folgen. Die Alpenrepublik will ihre Botschaften in allen drei baltischen Ländern und in Malta schließen, dafür neue in Moldawien, Georgien, Weißrussland, Singapur und Katar eröffnen. Als offizielle Begründung wird ein Satz des österreichischen Außenministers Sebastian Kurz zitiert, der auf der Homepage der österreichischen Diplomaten in Estland zu finden ist: Russlands Drohungen gegen Georgien seien sehr ernstzunehmen. Die Regierung wolle sich auf jene Länder konzentrieren, die besonders angespannte Beziehungen zu Russland hätten. Irir.lv befragte dazu den Sozialwissenschaftler Ojārs Skudra. Er hält die offizielle österreichische Begründung für vorgeschoben.

Die Flaggen der EU, Österreichs und Lettlands, Foto: LP

Weiterlesen...
 
Lettische Regierung will 250 Flüchtlinge aufnehmen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 21. Juli 2015 um 10:46 Uhr

Roberts ZileIn der EU-Flüchtlingsfrage gehört Lettland neben anderen osteuropäischen Staaten zu den Ländern, die eine verbindliche Flüchtlingsquote ablehnen. Eine solche verpflichtete die mittlere Baltenrepublik, 737 Flüchtlinge aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. Das lettische Kabinett lehnt die Quotierung ab, ist aber nun bereit, innerhalb von zwei Jahren 250 Betroffenen Zuflucht zu gewähren. Die mitregierende rechtspopulstische Nationale Allianz lehnt dagegen jegliche Zusage ab.

Roberts Zīle, EU-Abgeordneter der Nationalen Allianz, lehnt die Aufnahme von Flüchtlingen ab, Foto: "Roberts Zīle, 2010-03-31" by Aivis Freidenfelds, Valsts kanceleja - http://www.flickr.com/photos/valstskanceleja/4478004441/. Licensed under CC BY 2.0 via Wikimedia Commons.

Weiterlesen...
 
Lettland und der Grexit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 07. Juli 2015 um 00:00 Uhr

Beleuchtetes Euro-Zeichen in Frankfurt a.M.Lettland gehört zu den Ländern, die von deutschen TV-Talkgästen an erster Stelle genannt werden, um Härte gegen Hellas einzufordern: Was sollen die Letten denken, wenn die Griechen "ihre Hausaufgaben" nicht machen? Schließlich erhielt 2009 auch Lettland nach dem Bankencrash sogenannte "Hilfe", einen 7,5-Milliarden-Kredit, von EU und IWF. Die liberalkonservative Regierung befolgte alle Auflagen und bürdete ihren Bürgern damals empfindliche Budgetkürzungen auf. Erwerbslosenquoten von mehr als 20 Prozent, Lohnkürzungen bis zur Hälfte des Einkommens und verstärkte Abwanderung waren die unmittelbaren Folgen. Seit einiger Zeit wächst die Wirtschaft wieder und die Erwerbslosenzahlen sind rückläufig. Doch die Bevölkerung zeigt sich weiterhin unzufrieden mit niedrigen Löhnen und der sozialen Spaltung. Manche misstrauen den Politikern, die in ihren Statements zu Griechenland so befremdlich deutsch klingen. Das zeigen Leser-Kommentare auf den Webportalen. Die folgende kleine Auswahl kann nicht beanspruchen, repräsentativ zu sein, deutet aber darauf hin, dass Letten sich nicht derart pauschal für die EU-Austeritätspolitik vereinnahmen lassen, wie es deutsche Leitmedien derzeit darstellen.

Euro-Zeichen in Frankfurt a.M., Foto: „EZB“ von Christoph F. Siekermann - self made, original upload at http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:EZB.jpg 17:26, 7. Mai 2006 by de:User:Siekermann. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 6 von 47

(C)2006-2011 Lettische Presseschau Impressum || Kontakt ||