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Münster, 14.8.2018
Russland hofft auf Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 11. Februar 2015 um 07:05 Uhr

Der russische Botschafter bei einem VortragIn diesen Zeiten reibt man sich verwundert die Augen und traut seinen Ohren nicht. Was ist aus Europa geworden? Politiker und Medien bemühen verstaubte Feindbilder und verteilen die Rollen der Guten und Bösen wie in einem billigen Kitschroman. Und die Guten schicken sich schon wieder an, den Frieden mit Waffengewalt erzwingen zu wollen, als wären Afghanistan, Irak und Libyen nicht Lehre genug gewesen. Als auf der Münchener Konferenz der russische Außenminister Sergej Lawrow die Position seiner Regierung dargelegt hatte, zeigte sich Transatlantiker Friedrich Merz künstlich empört und es wirkte wie abgesprochen: "Wir sind alle vollkommen geschockt gewesen." Über Lawrows Positionen mag der Leser, die Leserin denken, was er oder sie will, wohlwollend oder kritisch. Doch Russlands Vertreter hatte nur im geziemenden Ton das Erwartete gesagt, das bot niemandem Anlass, den Empörten zu spielen oder einen Schockzustand zu inszenieren. Die Eindimensionalität eines Friedrich Merz ist schockierender. Mit welchen Scheuklappen muss jemand auf die westliche Sicht der Dinge fixiert sein, um eine solch gefährliche Unfähigkeit zum Perspektivenwechsel zur Schau zu stellen? Sein Parteifreund Willy Wimmer, der einst OSZE-Vizepräsident war, empfahl jüngst in einer düsteren Rede Studenten, in die Kirche zu gehen, um für den Frieden zu beten. Das Verhalten seiner Politiker-Kollegen bietet viel Anlass dazu. Doch gerade jetzt, wo in transatlantischen Zirkeln wieder mal Bombenstimmung herrscht, hat der Russe ausgerechnet an der Rigaer Bucht ein seltsames Ei abgelegt. Könnte gerade hier eine Friedenstaube schlüpfen?

Alexander Weschnakow, Foto:"Aleksandr Veshnyakov02" by Alma Pater - Paša darbs. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

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Nato erhöht Kampfbereitschaft im Osten - Russland ist wegen Litpolukrbrig besorgt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 06. Februar 2015 um 09:14 Uhr

Während sich der französische Staatspräsident Francois Hollande und Kanzlerin Angela Merkel zu Friedensgesprächen in Kiew und Moskau befinden, signalisieren die Nato- Verteidigungsminister erhöhte Kampfbereitschaft an der Ostgrenze. Wie europäische Medien bereits am 5.2.2014 berichteten, beschlossen sie auf ihrem Treffen in Brüssel, die Eingreiftruppe von 13.000 auf 30.000 Soldaten zu verstärken. 5000 von ihnen sollen dann im Krisenfall besonders schnell zur Stelle sein. Die Bundeswehr will nach Angaben von faz.net in der Testphase 2700 Soldaten für den schnellen Teil abkommandieren. In den baltischen Ländern, Polen, Rumänien und Bulgarien richtet die Nato Militärstäbe ein. Diese sollen der vergrößerten Truppe als Stützpunkte dienen. Derweil äußerte ein russischer Vertreter Besorgnis über ein weiteres militärisches Vorhaben zweier Nato-Staaten und lettische Medien verbreiten fragwürdige US-Pentagon-PR gegen Wladimir Putin.

Die Folge des Ukraine-Kriegs: Mehr Militär in Europa - Foto:,„Burning apartment building in Shahtersk, August 3, 2014“ von icorpus - https://www.youtube.com/watch?v=gK7miy568Ug (Creative Commons — Attribution). Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons.

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Lettischer Staatspräsident Andris Bērziņš wird an der Moskauer Siegesfeier am 9. Mai nicht teilnehmen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 00:00 Uhr

Berzins und Außenminister RinkevicsSeit Jahresbeginn hat Lettland den EU-Ratsvorsitz inne. Seitdem wird spekuliert, ob Bērziņš am 9. Mai zur Militärparade nach Moskau fährt. Die Staatspräsidenten der baltischen Staaten lehnen traditionell entsprechende Einladungen der russischen Regierung ab. Nur die frühere lettische Staatspräsidentin Vaira Viķe-Freiberga nahm vor zehn Jahren an der russischen Feier zum Gedenken an den Sieg über Hitler-Deutschland teil. Letten, Esten und Litauer ist an diesem Tag nicht zum Feiern zumute. Sie fühlten sich am 9.5.1945 nicht befreit, weil die stalinistischen Besatzer zurückkehrten. Nun kommt die Verstimmung über den Krieg in der Ukraine hinzu. "In Anbetracht der erfolgten Diskussion im Rat der EU-Außenminister vom 19. Januar als auch deshalb, weil wegen des Agierens Russlands sich die Situation im Osten der Ukraine verschlechtert, unschuldige Zivilbevölkerung zugrunde geht und leidet, hält es Staatspräsident Andris Bērziņš nicht für möglich, zu den Moskauer Feierlichkeiten am 9. Mai zu reisen," verkündete die Webseite des lettischen Präsidenten am 27.1.2015.

Andris Bērziņš (links) neben dem lettischen Außenminister Edgars Rinkēvičs, Foto: presidents.lv

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