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Münster, 20.4.2018
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Gedenktag des Hitler-Stalin-Pakts in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 24. August 2017 um 15:00 Uhr

Die EU als Gegenentwurf zur düsteren Vergangenheit

Vejonis, Steinmeier„Dies ist mittlerweile mein achter Besuch in Ihrem schönen Land,“ stellte Steinmeier zu Beginn seiner Tischrede in der Rigaer Kleinen Gilde fest (bundespraesident.de). Bislang hatte der deutsche Politiker Lettland als Außenminister besucht, nun konnte er Staatspräsident Raimonds Vejonis erstmals als Amtskollegen begrüßen. Die baltischen Länder spielen neben Polen eine Schlüsselrolle im Konflikt zwischen den Nato-Staaten und Russland. Seit der Ukraine-Krise fordern Russlands Anrainer mehr militärische Präsenz der Verbündeten, mehr Abschreckung. Zudem erinnerte Steinmeier an die „wechselvolle, gemeinsame Geschichte“ zwischen Deutschen und Balten, für deren Tiefpunkt er den Hitler-Stalin-Pakt hält, der am 23.8.1939 zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion geschlossen wurde. Andererseits zeigte der 1956 im westdeutschen Detmold Geborene Anerkennung für den „baltischen Weg in die Freiheit“. Die „Singende Revolution“ der Balten habe viele Menschen in Ostdeutschland ermutigt, ebenfalls aufzustehen und ihre Stimme zu erheben.

Frank-Walter Steinmeier und Raimonds Vejonis, Foto: Toms Kalniņš, Latvijas Valsts prezidenta kanceleja
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Lettland: Schlechte Note im Klimaschutz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 01. Juni 2017 um 00:00 Uhr

Durchschnittstemperatur 0,7 Grad höher als vor 50 Jahren

Wolkenhimmel über LettlandÜber das Wetter lässt sich mit Nachbarn oder Unbekannten gut Small Talk führen, Sonne gut, Regen schlecht. Darüber kann man kaum in Streit geraten und zwischen den Menschen herrscht dann eitel Sonnenschein. Heikler ist es schon, sich mit Mitmenschen über das Klima und dessen Erwärmung bzw. Wandel zu verständigen, denn das kann die Gemüter schnell erhitzen. Zwar sind sich die Klimaforscher ziemlich sicher, dass der Temperaturanstieg hauptsächlich menschengemacht ist, weil er viel rascher erfolgt als in früheren Erdzeiten. Doch sogenannte Klimaskeptiker, von der Ölindustrie gefördert (bund-rvso.de), leugnen den Wandel oder verharmlosen die Folgen und haben nun mit Donald Trump den mächtigsten Politiker auf ihrer Seite. Lettland hat als EU-Mitglied das Übereinkommen von Paris vor zwei Jahren ratifiziert. Damit bekennt sich die mittlere Baltenrepublik zum Ziel, den von Menschen verursachten Temperaturanstieg deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Doch Kritiker werfen den Letten zu wenig Engagement in der Klimapolitik vor. Ein Grund dafür liegt in einer verlockenden Prognose. Die EU-Umweltagentur sagt vorher, dass die nördliche Ostseeregion zum Profiteur höherer Temperaturen werden könnte.

Wolkengebilde über Lettland, Foto: LP

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Lettland mit der Aufnahme von Geflüchteten überfordert PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 20. Mai 2017 um 08:58 Uhr

Ohne Arbeit und Wohnung ist keine Integration möglich

Aufnahmelager MuceniekiLettland hat bislang im Rahmen des EU-Programms zur Verteilung von Geflüchteten 318 Menschen aufgenommen. Davon, so schätzt man, weil Zahlen nicht vorliegen, hat der größte Teil das Land wieder verlassen. Am 19.5.2017 organisierten der lettische Think Tank Providus und die Friedrich-Ebert-Stiftung in Riga eine Konferenz zur Frage, wie die Situation der Asylsuchenden verbessert werden kann. Līva Rauhvargere, LSM-Journalistin, befragte verschiedene Teilnehmer, weshalb sich die lettische Politik und Verwaltung bei diesem Thema schwertut (lsm.lv).

Der lettische Ort Mucenieki, wo sich eine Unterkunft für Asylbewerber befindet, Foto: Saite

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