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Münster, 16.12.2017
Dokumentarfilm zum Rigaer Getto: Neue Crowdfunding-Kampagne gestartet (PR-Text) PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 19. Juli 2014 um 00:00 Uhr

Schwarz-Weiß-Bild von einem abgesperrten Teil des Rigaer GhettosJürgen Hobrecht, Autor und Regisseur des Dokumentarfilms „Wir haben es doch erlebt“ über das Getto von Riga und die Massaker der SS in der lettischen Hauptstadt, startete am 15. Juli 2014 eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.de./wir-haben-es-doch-erlebt. Mit Hilfe interessierter Bürgerinnen und Bürger möchte der Autor eine englischsprachige Fassung des 2013 erschienenen Films erstellen und dem historischen Film einen aktuellen Bezug verleihen, in dem Bilder eines Aufmarsches von 1.500 SS-Veteranen am 16.3.2014 an den Anfang des Films gestellt werden. Riga ist in diesem Jahr die Kulturhauptstadt Europas.

Das abgesperrte jüdische Getto in Riga unter deutscher Besatzung, Foto: Phoenix Medienakademie e.V.

 

1941 in Riga: Die SS treibt die lettischen Juden in das neu eingerichtete Getto. 25.000 deutsche Juden sollen ihnen 1941/1942 folgen. Nur etwa 1.000 von ihnen überleben. Um Platz für die „Reichsjuden“ zu schaffen, töten 12 deutsche SS-Männer innerhalb von zwei Tagen 27.000 lettische Juden. Eines der grauenhaftesten – und bislang kaum bekannten – Massaker der Nationalsozialisten.

Die wenigen noch lebenden Augenzeugen dieses Massakers erzählen ihre Geschichte für den Dokumentarfilm „Wir haben es doch erlebt“ weltweit zum ersten Mal. Ein Überlebender erinnert sich: „Die Erschießungskommandos waren deutsche SS-Leute, während den lettischen Erschießungskommandos die Aufgabe zufiel, die Juden vor sich herzutreiben.“

„Wir haben es doch erlebt“ wurde von den Mitgliedsstädten des Deutschen Riga Komitees und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit schmalem Budget finanziert. Das Fernsehen beteiligt sich nicht. Der Film hat keinen Verleih. Die Mittel für eine englische Zweitfassung fehlen. „Dieses zeitgeschichtliche Dokument muss den Überlebenden und Nachfahren des Massakers zugänglich gemacht werden. Sie leben heute in Israel, Großbritannien oder den USA – und sie sprechen Englisch. Gerade diese Menschen haben ein Recht darauf, zu erfahren, was ihre Eltern und Großeltern erlitten haben“, erklärt der 57-jährige Autor und Regisseur.

„Deshalb appelliere ich an unsere Bürgerinnen und Bürger, mir bei der Realisierung dieses zeitgeschichtlichen Dokumentes in englischer Sprache zu helfen und sich als Unterstützer und Unterstützerin der Kampagne einzutragen. Bis zum 10 Oktober um 23:59 Uhr läuft die Aktion. Ob 5 Euro oder 100 Euro: Jede Summe hilft. Als Dankeschön bekommt jeder Spender, jede Spenderin ein kleines Geschenk. Zum Beispiel eine Eintrittskarte für ein Museum, eine DVD des Films oder ein Vier-Gänge-Menü in einem Berliner Restaurant.“

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung: Phönix Medienakademie e.V., Jürgen Hobrecht, Wörtherstraße 13, 10405 Berlin, Telefon: 030 4849 6346, Fax: 030 4849 6347, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.phoenix-medienakademie.com, Crowdfunding-Kampagne: www.startnext.de/wir-haben-es-doch-erlebt.

 

Weiterer LP-Artikel zum Thema:

„In den Holocaust waren weitaus mehr Leute als nur ein paar SS-Verbrecher involviert" - Interview mit Jürgen Hobrecht über seinen Film „Wir haben es doch erlebt - Das Ghetto von Riga“

 

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