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Münster, 26.3.2019
Europäischer Gerichtshof erklärt die Amtsenthebung des lettischen Zentralbankchefs Ilmars Rimsevics „für nichtig" PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 14. März 2019 um 15:09 Uhr

Politiker fürchten um Lettlands internationales Ansehen

Ilmars RimsevicsIm Februar 2018 hatten lettische Korruptionsfahnder Ilmars Rimsevics, den Vorsitzenden der Zentralbank „Latvijas Banka“, vorübergehend festgenommen und verfügt, dass er sein Amt vorläufig nicht mehr ausüben darf. Die Antikorruptionsbehörde KNAB ermittelt seitdem gegen ihn wegen Bestechungsvorwürfen. Rimsevics und die EZB, zu dessen Rat der lettische Zentralbankchef gehört, klagten dagegen vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Die Richter urteilten am 26. Februar 2019, dass die Amtsenthebung nichtig sei, weil Lettland keine stichhaltigen Beweise vorgebracht habe.

Der lettische Zentralbankvorsitzende Ilmars Rimsevics, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Kanceleja - https://www.flickr.com/photos/saeima/8496969455, CC BY-SA 2.0, Saite

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Missbrauchsvorwurf gegen katholischen Geistlichen erhärtet sich: Nun ermittelt der Staatsanwalt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 23. Februar 2019 um 00:00 Uhr

„Dann ist eben alles, wie es ist“

Katholische Kirche in RezekneDie lettische Polizei hat den Fall eines lettischen Geistlichen, der des sexuellen Missbrauchs verdächtigt wird, am 22. Februar 2019 der Staatsanwaltschaft übergeben. Im August des vergangenen Jahres hatte eine Nichtregierungs-Organisation, dessen Name der Öffentlichkeit nicht bekannt ist, Anzeige erstattet. Die Polizei nahm drei Männer zwischen 60 und 73 Jahren fest, zwei von ihnen stehen im Verdacht, Menschenhandel betrieben und sexuelle Gewalt angewendet zu haben. Der dritte beschäftigt die Öffentlichkeit besonders: Er ist hochrangiger katholischer Geistlicher des Bistums Rezekne-Aglona, der Hochburg des katholischen Glaubens in Lettland. Er soll sich am sexuell motivierten Menschenhandel beteiligt haben. Inzwischen ermittelte die Polizei ein weiteres Opfer, einen Mann, der in der Zeit des Missbrauchs noch minderjährig gewesen sei. Wenn sich die Anschuldigungen vor Gericht beweisen lassen, drohen den Tätern lange Haftstrafen.

Eine der katholischen Kirchen in Rezekne, in denen der Angeschuldigte predigte, Foto: Jānis Sedols, CC BY 3.0, Saite

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Missbrauchsvorwürfe nun auch gegen einen lettischen katholischen Priester PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 11. September 2018 um 00:00 Uhr

Bischof Janis Bulis hält Vorwürfe für eine Provokation, die ihn an Tscheka-Zeiten erinnern

Janis BulisDie Katholiken der lettgallischen Stadt Rezekne sind erschüttert. Ein bekannter und beliebter Geistlicher, der leitende Positionen in der Diözese Rezekne-Aglona einnimmt, wird bezichtigt, einen Mann mit geistiger Behinderung sexuell missbraucht zu haben. Laut Informationen der Polizei hatte eine Nicht-Regierungs-Organisation, deren Name der Öffentlichkeit bislang unbekannt ist, den Fall angezeigt. Fahnder der Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (ONAP) nahmen daraufhin am 29. August drei Männer fest, zwei werden des Menschenhandels beschuldigt, die dem Geistlichen als den dritten Festgenommenen das Opfer für sexuellen Missbrauch verkauft hätten (lsm.lv). Diese Schlagzeilen bringen die katholische Kirche Lettlands wenige Tage vor dem Papstbesuch in eine unangenehme Situation. Manche halten die Beschuldigungen gegen einen beliebten Geistlichen für eine Intrige gegen die Kirche, gegen die Region Lettgallen und gegen Lettland überhaupt und sie protestieren gegen die Festnahme.

Bischof Janis Bulis verteidigt den im Verdacht stehenden Geistlichen, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Kanceleja, cropped by Maliepa - Ināra Mūrniece piedalās Vissvētākās Jaunavas Marijas debesīs uzņemšanas svētkos Aglonā, CC BY-SA 2.0, Link

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